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aktuelle Presseberichte aus den Zeitungen:
Badische Zeitung, Markgräfler Bürgerblatt und Reblandkurier
Badische Zeitung 19. November 2009
Die Plattform überzeugte
STAUFEN (sam). Staufens Gewerbevereinsvorsitzender Helmut Zimmermann fuhr vergangene Woche in die Landesmetropole. Ziel der Reise war das Lindenmuseum, wo er von Wirtschaftsminister Ernst Pfister sowie Vertretern des Einzelhandelsverbandes und Sponsoren des Stadtmarketingpreises Baden-Württemberg willkommen geheißen wurde.
"Erst einmal gab es einen Sektempfang", verrät Zimmermann, wobei eine rege Kommunikation mit vielen weiteren Besuchern stattgefunden habe. Eine gute halbe Stunde später dann begrüßte SWR 4-Moderator Uli Homann die landesweit angereisten Delegationen im Veranstaltungssaal des Museums.
Einzelhandelsverbandspräsident Horst Lenk betonte, dass der Stadtmarketingpreis ein hervorragendes Instrument sei, um die wichtige Verbindung von engagierten Partnern zum Wohle der Innenstädte zu fördern und zu festigen. Es gebe so wie in Staufen viele kreative Ideen und Projekte, die einen Beitrag zum Erhalt der Innenstädte in Baden-Württemberg leisten. Desgleichen Wirtschaftsminister Ernst Pfister, der die Zielsetzung des Wettbewerbs darin sieht, die Städte zu beleben.
In die engere Wahl waren Zimmermann zufolge rund zehn Städte gekommen. Als Finalisten heimsten dann Tübingen, als Stadt mit mehr als 50 000 Einwohnern sowie Ravensburg als nächstkleinere Kommune und Buchen in der Kategorie Stadt bis zu 20 000 Einwohnern die Trophäen ein. Der Sonderpreis, den Staufen zugesprochen bekam – die Bewerbung war offiziell mit einem Schreiben des Bürgermeisters eingereicht worden – ging an den Gewerbeverein der Fauststadt für den innovativen Online-Auftritt der Werbegemeinschaft. Besonderes Augenmerk legten die Juroren dabei auf den so genannen "Internen Bereich", der der Kommunikation der Mitglieder untereinander vorbehalten und über ein Passwort zu erreichen ist. Um die Bewertung dieser von Helmut Zimmermann selbst nach seinen eigenen Vorstellungen konzipierten Ebene zu ermöglichen, ließ er eigens ein Modellportal für die Stadtmarketingleute freischalten. Siehe da, die Plattform überzeugte. Und der Lohn der beispielhaften und zukunftsorientierten Arbeit im Netz? Zimmermann: "Der Preis beinhaltet Software und Dienstleistungen im Wert von sage und schreibe 15 000 Euro".
Badische Zeitung vom Montag 5.Oktober 2009
Seltsame Tiere in der Stadt
Die Fauststadt hätte am gestrigen Sonntag gute Chancen gehabt, in den Staumeldungen erwähnt zu werden: Eine lange Autoschlange zog sich gegen 14 Uhr Richtung Staufen, alle wollten zum verkaufsoffenen Sonntag, der erneut unter dem Motto "Fabelhaftes Staufen" stand.
Begegnungen der seltsamen Art gehörten am gestrigen Nachmittag zur Tagesordnung: Drei silbrig glänzende Drachen, die dank ihrer beachtlichen Höhe den vollen Überblick über das rege Treiben in der Innenstadt hatten, stießen gar merkwürdige Laute aus. Im Sch  lepptau hatten sie ein rotes Wesen – so eine Mischung zwischen Krabbe und Spinne – das mit charmanten Augenaufschlägen auf sich aufmerksam machte. Etwas bodenständiger gaben sich die beiden Bodyguards, die ihre subtilen Späße mit den ahnungslosen Besuchern trieben. Schon im vergangenen Jahr begeisterten diese fantasievollen Gestalten, hinter denen sich Straßenkünstler aus Holland und Südfrankreich verbergen, die Besucher – Grund genug für den Gewerbevereinschef Helmut Zimmermann, sie ein weiteres Mal einzuladen.
Auch das Wetter spielte mit, denn der Oktober zeigte sich von seiner schönsten Seite. Kein Wunder, dass viele Besucher das schöne Wetter nutzten, um sich im Freien die angebotenen kulinarischen Leckereien schmecken zu lassen.
Wie es sich für einen verkaufsoffenen Sonntag gehört, stand auch Shopping auf dem Programm. Die Qual der Wahl war dabei groß, denn rund 60 Geschäfte präsentierten ihr reichhaltiges Angebot.
Badische Zeitung 07. Juni 2009
WEIN & MUSIK
Street-Dance-Contest: Gerappt wird, was das Zeug hält
Wein & Musik – so heißt eine beliebte Festivität in Staufen. Ein Highlight – nicht nur für junge Leute – ist dabei der Street-Dance-Contest, den die Veranstalter zum sechsten Mal auf die Beine gestellt haben.
STAUFEN. Das Banner am Bühnenrand versprach Wein und Musik. Von beidem gab es am Wochenende reichlich in Staufen. Die musikalisch-kulinarische Qualität der Staufener Freiluftveranstaltung garantierte der Gewerbeverein unter Leitung von Helmut Zimmermann.
Dynamisches Wachstum verzeichnete dabei erneut der Street-Dance-Contest, den die Veranstalter zum sechsten Mal in Kooperation mit dem Jugendreferat Staufen und dem SOS-Kinderdorf Schwarzwald auf die Beine gestellt haben .
Doch zunächst einmal bestimmte das Wetter die Dramaturgie auf der Marktplatzbühne. Ein heftiges Gewitter fegte mitten im Programm alles vom Platz und setzte noch dazu einen Verstärker unter Wasser. Jugendreferentin Katharina Fischer und ihr Team bekamen das Gerät jedoch flugs wieder hin. Auch die vielen Gäste – Kinder und Jugendliche, so weit das Auge auf dem Staufener Marktplatz reichte – ließen sich davon nicht vertreiben.
"Kein Stress", meinte einer im Schutz der Rathauskolonnaden, während seine Nachbarin nach einem Regenschirm kramte und mit Blick auf den unerwarteten Platzregen meinte, "klar, das wird schon wieder, aber mein Selbstbräuner löst sich auf".
Und so lief der Wettbewerb schließlich heiter weiter, so wie er um 14 Uhr begonnen hatte. Während sich die Dance Keepers aus Heidelberg noch im Stubenhaushof aufwärmten, schwoll im dunklen Bühnenkarree die Musik an und die Basler Tanzformation Diffrent, die anschließend als Jury in der ersten Reihe saß, legte mit einer eigenen Choreographie die Latte hoch. Scharenweise kreischende Teenies feuerten die jungen Akrobaten an. Aus allen Richtungen, von Freiburg bis Neuenburg, von Waldkirch bis Breisach, waren die Tänzer nach Staufen angereist, und sie alle rappten, zuckten und fegten, was das Zeug hielt mit biegsamen Gliedern durch die Luft zu den krachenden Rhythmen.
Unglaubliche Verrenkungen 
Zunächst wirbelten die Solisten über die Bühne, bevor die Juniors, also Tänzer unter 15 Jahren, gefolgt von den Seniors ihre mitreißenden Einlagen präsentierten. Stilecht waren dabei nicht nur die teils unglaublichen Verrenkungen der Tänzer, auch die poppige Kleidung und die teils maskenhaft geschminkten Gesichter sowie fantasievolle Frisuren mit Schleifchen in den hochtoupierten Mähnen oder umgedrehte Baseballcaps setzten Akzente.
Keine leichte Aufgabe für die Juroren, die sich nach dem finalen Show-Block und dem Auftritt des Staufener Zunftballetts für die jeweils besten Wettbewerber in den einzelnen Kategorien entschieden.
Unterdessen hatte auf der Bühne am Kronenplatz das Duo Netzer und Scheyt Stellung bezogen. Mister Boogie-Woogie und sein Partner Ignaz Netzer an der Gitarre animierten mit allerfeinstem Südstaaten-Blues zum Mitmachen und gaben noch dazu eine Steilvorlage für die Breakdancer und HipHopper mit dem Titel: "Come on baby shake your legging".
Dieser charmanten Aufforderung kam dann auch eine beherzte Besucherin nach, die spontan mit einer Soloeinlage über das Kopfsteinpflaster tanzte. Schade nur, dass dann gleich noch ein Gewitterschauer für Abkühlung sorgte.
Autor: Susanne Müller
Badische Zeitung 02. Juni 2009
Heiße Rhythmen zu gekühltem Wein
STAUFEN. Heiß her geht es am Wochenende wieder in der Fauststadt, wenn die Veranstaltung "Wein & Musik", veranstaltet vom Staufener Gewerbeverein, über die Bühne geht.
Den Auftakt am Freitag, 5. Juni, um 18 Uhr macht die Band "XXCult" auf dem Marktplatz. Die fünf Musiker mit ihrer Sängerin Carmen Knöbel heizen den Fans mit Rockmusik aus drei Jahrzehnten ein.
Nicht nur edle Tropfen, sondern auch Rhythm und Blues, Rock ’n’ Roll und Soul gibt es um 18.30 Uhr von der Band "Dr. Vielgut" am Weinbrunnen. Die BoogieConnection feiert in diesem Jahr ihren 17. Geburtstag, und dass Christoph Pfaff, Thomas Scheytt und Paul Weidlich nichts an musikalischem Drive eingebüßt haben, das wollen sie ab 21 Uhr auf dem Kronenplatz beweisen.
Zum 6. Mal geht am Samstag, 6. Juni, 14 Uhr, der Street Dance Contest unter der Leitung des Jugendreferats Staufen über die Marktplatzbühne. Erneut dürfen sich die Besucher auf interessante Choreografien und schillernde Kostüme der 10- bis 18-jährigen Tänzer freuen. Auch dieses Mal qualifizieren sich die Sieger für den Best of Baden-Württemberg.
Tanzen werden Ignaz Netzer und Thomas Scheiytt wohl eher nicht. Denn das Duo hält es mit seiner Musik mehr mit der Tradition der Gitarren-Piano-Blues-Duos der 20er bis 40er Jahre. Zu hören sind die beiden um 14 Uhr auf dem Kronenplatz. Ab geht’s ebenfalls um 14 Uhr am Weinbrunnen mit "The Bluegrass Seekers", die – wie der Name schon sagt – traditionelle Bluegrass-Musik mit Instrumenten wie Fiddle, Banjo, Mandoline, Gitarre und Kontrabass spielen. Hauptsächlich Musik der 60er bis 80er Jahre spielen "The Second hand" um 18 Uhr am Weinbrunnen. Nicht fehlen darf bei "Wein & Musik" "Augustinum", die "alemannische Antwort auf Buena Vista Social Club". Das Repertoire ist originell: humorvoll umgeschriebene Schlager und alemannische Lieder. Zu hören ist Augustinum am Samstag um 19 Uhr auf dem Marktplatz. 
Trotz Zeiten der Krise: Das "Wirtschaftswunder" kommt, und zwar um 21 Uhr auf den Kronenplatz. Die Band bietet eine bunte Musikrevue, die sowohl ironisch als auch nostalgisch ist.
Am Sonntag,7. Juni, wird die Stadtmusik Staufen um 11 Uhr auf dem Marktplatz die Besucher unterhalten, passend zur Jahreszeit unter dem Motto: "Sommerhits von New York bis beyond the Sea". Blues und Rock gibt es um 11 Uhr am Weinbrunnen mit "Dreisam Delta Blues". "Zwanglos" geht’s dann um 13 Uhr auf dem Kronenplatz zu, wenn die gleichnamige Band mit Rock, Pop und Jazz unterhält. Mit Musik geht alles besser: Das will das Freiburger Senioren-Salonorchester – 30 Musiker zwischen 35 und 86 Jahren – mit Tanzmusik, Chansons und swingenden Klassikhits um 15 Uhr auf dem Marktplatz beweisen. Coverversionen unter anderem von Lynyrd Skynyrd und den Almann Brothers gibt es dann um 15.30 Uhr mit der "Cadillac Blues Band" am Weinbrunnen.
Wenn "Take that" von Peter Maffay unterbrochen wird und Michael Jackson auf ein Polka-Recycling von Nena trifft – dann ist das "Acoustic Fun Orchestra" zu Gange, und zwar um 18 Uhr auf dem Kronenplatz. Irgendwie hört sich ja alles ganz bekannt an – und doch stellen die vier Jungs zum Abschluss der Veranstaltung die Klassiker der Rockgeschichte ganz schön auf den Kopf.
Autor: Ute Wehrle
Badische Zeitung vom Montag 4.Mai 2009
Schätze aus der Garage - zeitlos schön
STAUFEN. Da sind manche 50, 60, 70 oder gar 80 Jahr alt – und noch ist "der Lack nicht ab". Sie machen auf der Straße eine derart gute Figur, dass sich alle nach ihnen umdrehen. Sie blenden und blitzen in der Sonne – und sind für einen Tag wieder die wahren Stars auf dem Staufener Kopfsteinpflaster. Alles, was im Automobilbau von Rang und Namen ist, reihte sich gestern ein in den Korso der alten Karrosen und Boliden.
Gemütlich tuckern die Oldtimer durch die Hauptstraße in Richtung Rathaus. Dort werden sie alle herzlich mpfangen und mit viel Beifall vom Publikum begrüßt. Die stolzen Besitzer der oft in Eigenleistung liebevoll restaurierten "Schätzchen des Automobilbaus" lassen sich gerne interviewen zu ihrer nicht immer ganz billigen Leidenschaft. Manche Vehikel sind "aus Schrott gemacht", wie ein Teilnehmer freimütig bekennt, andere haben ihre "Lieblinge" gar in Amerika entdeckt, über den großen Teich gebracht und dann in ungezählten Stunden wieder in Fahrbereitschaft versetzt als liefen sie gerade vom Band. Nein, ins Museum stellen will sie keiner ihrer Besitzer. Autos sind ja auch zum Ausfahren da – etwas Lifestyle darf schon sein. Da wundert es nicht, dass manche Teilnehmer am Staufener Oldtimertreffen schon seit vielen Jahren dabei sind. "Diese Stadt ist die Nummer eins", lässt ein Automobilist aus Waldkirch das Publikum wissen, "nirgendwo sonst erlebt man so viel Flair." Sagt’s – und drückt aufs Gas, um Platz für den nächsten Wagen zu machen. Während sich aus der Gastronomie schon die Essensdüfte über den Marktplatz legen, steigt immer wieder ein Gemisch aus Benzin und Diesel samt der rußigen Fracht aus den Auspuffrohren in die Nase. Aber das stört am Oldtimersonntag niemanden. Im Gegenteil. Katalysator oder Abwrackprämie – solche Worte tauchen in den "Fachgesprächen" der Menschen, die so zahlreich in die Fußgängerzone gekommen sind, bestimmt nicht auf.
Über 100 gemeldete Oldtimer tuckern eineinhalb Stunden lang um die Kurve, eine große Anzahl bekommt eine "Freecard", mit der man trotzdem vorfahren darf. "Viele machen eben ihre Teilnahme vom Wetter abhängig," weiß Helmut Zimmermann, Vorsitzender des Gewerbeverbandes. Gestern waren demnach beste Voraussetzungen gegeben, dass selbst viele Schweizer und Elsässer die Anfahrt mit ihren "tollen Kisten" nach Staufen nicht scheuten. Und auch die betagten Traktoren, Omnibusse und Motorräder fanden staunende Bewunderer
Badische Zeitung vom Montag 19. April 2009
MEHR ALS 50 FIRMEN STELLEN SICH VOR
Gewerbeausstellung lockt nach Staufen
Staufen hat’s: Das galt auch für die Gewerbeausstellung im "Gaisgraben". Mehr als 50 Firmen präsentierten sich den Besuchern im besten Licht.
STAUFEN. Staufen hat eben ein ganz besonderes Flair – dieses Kompliment machte IHK-Präsident Karlhubert Dischinger am Samstag zur Eröffnung der Gewerbeausstellung im "Gaisgraben". Die Gewerbetreibenden der Fauststadt zeichne aus, dass sie zusammenhalten, lobte Ehrengast Dischinger nach den Böllersalven, mit denen es den "Belchenkrachern" aus Münstertal gelungen war, die Sonne hinter den Wolken hervorzulocken. Bis zum Spatenstich bei der Feuerwehr strahlte sie über das festlich ausgeschmückte Areal. Der Griff zur Schaufel verzögerte sich jedoch dann durch einen kräftigen Schauer. Der Stimmung im "Gaisgraben" konnte das wechselhafte Wetter am Samstag aber nichts anhaben.
Genuss für Auge, Ohr und Gaumen boten die Betriebe ihren Gästen. Das Publikum strömte zwar am Samstag zur Eröffnung noch zögerlich auf die andere Seite des Neumagens, doch die Pforten von mehr als 50 Firmen waren zwei Tage lang weit offen.
Gewerbevereinsvorsitzender Helmut Zimmermann und der Cheforganisator der Gewerbeausstellung, Klaus Bärmann, begrüßten die Gäste, darunter auch Wirtschaftsförderer Karsten Schalich vom Landratsamt, zur Eröffnung auf dem Gelände von Steiger & Riesterer bei Häppchen und Sekt. Bürgermeister Michael Benitz würdigte das Leistungsspektrum der Betriebe im Gewerbegebiet "Gaisgraben": "Nicht nur in der Innenstadt können wir Kaufkraft binden, auch der ,Gaisgraben’ hat mit einem hervorragenden Angebot viel zu bieten." Das soll sich künftig noch steigern. Benitz kündigte die Einbindung der unbebauten Reserveflächen von sieben Hektar an. Wobei, wie er mit Blick auf die Wirtschaftskrise und den Gewerbesteuersinkflug betonte, mehr Bienen als Heuschrecken gebraucht würden. Da könnte das Arbeitsmotto von Klaus Bärmann greifen, der fand: "Angriff ist die beste Verteidigung". Woher der Wind bläst, kann Bärmann künftig an der Wetterfahne sehen, die er nebst Blümchen für Tochter Jasmin von Gewerbevereinschef Helmut Zimmermann für die geleistete Arbeit bekam.
Während die Festdelegation sich dann zum Rundgang durch den "Gaisgraben" auf den Weg machte, brutzelten bei der Feuerwehr die ersten Spareribs auf dem Grill. Als die prominenten Gäste dann nach einem kräftigen Regenguss, vom Spielmannszug begrüßt, auf dem Feuerwehrgelände eintrafen, schritt Bürgermeister Michael Benitz gemeinsam mit Feuerwehrkommandant Thomas End sowie dem Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Markus Riesterer, Architekt Helmut Bühler und dem Landtagsabgeordneten Christof Bayer (SPD) zur Tat. Mit dem Spatenstich wird das Feuerwehrhaus um 160 Quadratmeter erweitert. 180 000 Euro sollen für zwei neue Fahrzeugboxen und zusätzliche Lagerfläche investiert werden. Benitz zufolge gibt es dafür 80 000 Euro an Landeszuschüssen.
Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Besucher davon überzeugen, dass die Löschmänner nicht nur rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger sorgen, sondern auch mit Einfallsreichtum zu feiern verstehen. Einladend wirkte allein schon die mit Palmen geschmückte, exotische Wüstenoase im Gerätehaus, wo nach dem prachtvollen Feuerwerk bis Mitternacht kräftig gefeiert wurde, denn bis dahin übernahmen die Kollegen aus der Nachbrschaft die Einsatzbereitschaft.
Weitaus mehr Zulauf hatte die Gewerbeausstellung dann am Sonntag. Schon am Vormittag hatten sich die Regenwolken verzogen. Vor allem die Präsentationen und Vorführungen zogen die Besucher an. Wie schon am Samstag hatte der Kostümverleih "Funduz" in mehreren Durchgängen auf sein reichhaltiges Inventar aufmerksam gemacht. Ob mittelalterlicher Geselle, feurige Spanierin oder Pärchen in Schwarzwälder Tracht – die bunte Vielfalt an Kostümen auf dem kleinen Laufsteg wollte bei der "Modenschau durch die Jahrhunderte" kein Ende nehmen
Badische Zeitung vom Montag 5. April 2009
Staufen läutet den Frühling ein
Staufen blüht auf: Am heutigen Sonntag nutzten viele Sonnenanbeter den verkaufsoffenen Sonntag zu einem Familienausflug in die Altstadt. Der Frühling zeigte sich von seiner schönen Seite und nicht nur die Osterglocken streckten ihre Blüten in den Himmel.
(mad). Die Staufener Geschäfte laden zum Sonntagseinkauf und der Frühling kommt wie gerufen. Sonne und Temperaturen im zweistelligen Bereich lockten gestern viele Menschen in die Altstadt. Dort waren nach einem Einkaufsbummel die Gartenwirtschaften und Straßencafés ein gefragter Anziehungspunkt. Schon am frühen Nachmittag wurde es eng in der Fußgängerzone. An der unteren Zufahrt nach Staufen bildete sich an der Ampel ein Verkehrsrückstau, der fast bis an den neuen Bad Krozinger Kreisel reichte. Ein Besuch in der Staufener Altstadt war die Strapazen offenbar wert.
Bei einer Trendshow wurde die neue Mode vorgestellt, samt peppiger Frisuren und Brillen. Im Gewölbekeller der Winzergenossenschaft lockte ein Weinprobe. Draußen unterhielten die Stadtkapelle und "fahrende Musikanten" die Besucher. In den über 80 Geschäften, die zum Einkauf eingeladen hatten, machten sich die Kunden ein Bild über das vielseitige Angebot, ließen sich gerne ein Glas Sekt servieren oder beteiligten sich an den Verlosungen. Besonderes Lob fanden die vielen neu aufgestellten Blumenkübel in der Fußgängerzone. Sie waren auf Initiative des Gewerbevereins angeschafft und von der Stadtgärtnerei liebevoll bepflanzt worden. Der Blumenschmuck gefällt offenbar so gut, dass nach Auskunft von Helmut Zimmermann, Vorsitzender des Gewerbevereins, jetzt sogar noch einige Pflanzgefäße nachgeordert worden sind. "Nobi" Bühler muss also nochmals eine Sonderschicht fahren in seiner Kunstschmiede, wo die Metallbehältnisse nach eigenem Entwurf entstanden sind.
Badische Zeitung vom Montag 9. März 2009
Drei Parkzonen in Staufen
STAUFEN. Eine Arbeitsgruppe des Gewerbevereins hat eine Lösung zur Neuordnung der Parkraumbewirtschaftung in der Fauststadt erarbeitet. Davon erfuhren die Mitglieder in der Generalversammlung im "Winzerkeller". Das neue System sieht die Unterteilung in drei Parkzonen (A, B und C) vor und soll dazu beitragen, die Regelungen und Beschilderungen zu vereinheitlichen. Der Bauausschuss des Gemeinderats muss den Vorschlägen noch zustimmen.
Staufen ist mit Parkplätzen in unmittelbarer Nähe zur Altstadt reich gesegnet.
Immerhin liegen 91 Stellplätze (Zone A) dicht an den Geschäften in der Fußgängerzone. In der Zone B sind es 71 Parkplätze, in der Zone C 125. Weitere 172 Parkplätze sollen ohne Regelung bleiben, liegen dafür aber einige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Nach Ende des Unterrichts soll auch weiterhin an der Lilienhofschule (22 Stellplätze) geparkt werden dürfen. Die Mitglieder zeigten sich in der Generalversammlung sehr aufgeschlossen und begrüßten die Vorschläge für eine Zonenregelung. Die Politesse, die im Auftrag der Stadt den ruhenden Verkehr überwacht, solle jedoch hier und da etwas nachsichtiger sein mit den Parksündern, so die Forderung einiger Geschäfts- und Wirtsleute in der Innenstadt. Schließlich sollen die Kunden ja wiederkommen. Bürgermeister Benitz verteidigte das Verteilen der "Knöllchen", Freibriefe für unbelehrbare Parksünder werde es in Staufen nicht geben, auch wenn er wöchentlich seitenlange "Beschwerdebriefe" auf seinem Schreibtisch vorfinde, die er schon gar nicht mehr lese
Nach wie vor unbefriedigend gelöst sei in Staufen die Einschränkung des Lieferverkehrs in der Fußgängerzone. Einige Mitglieder des Gewerbevereins baten darum, über eine zeitlich Begrenzung nachzudenken. Auch der "Schilderwald" in der Hauptstraße habe an manchen Tagen das erträgliche Maß überschritten. Hier sollte es genügen, wenn auf Geschäfte in den Nebenstraßen hingewiesen wird, lautete die Empfehlung.
Die Fußgängerzone wird so oder so Thema beim Gewerbeverein bleiben: Im August sind es 25 Jahre her, seit die Stadt dem Durchgangsverkehr nach langen Debatten einen Riegel vorgeschoben hat und den Fußgängern Vorfahrt gewährte. Heute sei die Innenstadt ohne Fußgängerzone nicht mehr vorstellbar.
Damit es in der Altstadt noch heimeliger wird und die Aufenthaltsqualität für Kunden und Gäste nochmals gesteigert werden kann, unterbreitete Vorsitzender Helmut Zimmermann gleich noch einige Vorschläge zur Beschaffung einheitlicher Pflanzgefäße für den Blumenschmuck. Auch hier solle noch eine Absprache mit dem Bauausschuss des Gemeinderates erfolgen – nicht nur wegen der "Prototypen" aus Stahlblech, sondern auch über die Bepflanzung selbst. Insgesamt wünscht sich Helmut Zimmermann mehr Blumenpracht in Staufen, das Elsass gebe dafür ein gutes Beispiel ab, wie man es besser mache.
Der Hinweis des Vorsitzenden kam nicht von ungefähr, denn der erste verkaufsoffene Sonntag am 5. April steht bekanntlich unter dem Motto "Blühendes Staufen". Hier sei auch daran gedacht, die frühere "Modemeile" in das Veranstaltungskonzept einzubinden. Die Aktivitäten im Einzelnen müssten indes von den Teilnehmern noch geklärt werden. Schlag auf Schlag geht es dann auch gleich weiter: Am 18. und 19. April wollen sich die Betriebe im Gewerbegebiet "Gaisgraben" vorstellen. Organisator Klaus Bärmann hat bereits alle wichtigen Absprachen getroffen und lud schon einmal zum Besuch der Veranstaltung ein. Festhalten wird der Gewerbeverein auch am "Oldtimersonntag", der in diesem Jahr am 3. Mai stattfinden wird. Gleich drei Tage lang wird bei "Wein & Musik" gefeiert, wenn vom 5. bis 7. Juni zugkräftige Bands auf drei Bühnen aufspielen werden. Neu ins Programm aufgenommen sind die "Staufener Golftage", die am 19. Juli ihren Höhepunkt haben werden. Hier kooperiert die Stadt exklusiv mit dem Golfclub Tuniberg in Munzingen. Fester Bestandteil des Festkalenders ist inzwischen die "Staufener Zeitreise" (Stages) vom 18. bis 20. September. Allerdings habe nach fünf Jahren der "Faust e.V." die Regie übernommen. Der Gewerbeverein stelle eine Ausfallbürgschaft, die aber 2008 durch den Erfolg der Veranstaltung mit keinem Cent in Anspruch genommen werden musste. In Absprache mit Andy Mülller, der für die Gesamtorganisation verantwortlich zeichnet, soll der integrierte "Mittelalterliche Markt" mit einheitlichen Ständen bestückt werden.
Laut Helmut Zimmermann sei auch die Veranstaltung "Fabelhaftes Staufen" bei ihrer Premiere im vergangenen Jahr bei den Besuchern bestens angekommen. Sie soll daher am 4. Oktober wiederum in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag neu aufgelegt werden. Mit einigen Straßenkünstlern stünde er bereits im Gespräch, so mit dem schrägen Männerquartett in ihren braunen Trenchcoats, die das Publikum besonders ins Herz geschlossen habe (oder umgekehrt). Den "Winterzauber" werde der Gewerbeverein ebenfalls wieder ins Programm aufnehmen, um die Stadt auch in der Weihnachtszeit werbewirksam ins rechte Licht rücken zu können. (Über die Regularien wird die BZ gesondert berichten).
Badische Zeitung vom Montag, 13. Oktober 2008
Fabelhaftes Staufen
Gestern sorgten beim verkaufsoffenen Sonntag in der Fauststadt mystische Gestalten für Aufsehen
Von unserem Redakteur Markus Donner
STAUFEN. Fabelhaft — das Motto des verkaufsoffenen Sonntags in Staufen ging gestern gleich vielfach in Erfüllung. Zum einen glückte gleich die erste Veranstaltung in Regie des neuen Gewerbevereinsvorsitzenden Helmut Zimmermann, zum anderen hätte das Wetter kaum besser sein können. Straßenkünstler der besonderen Art sorgten für mystisches Flair in der Fußgängerzone, die trotz der Konkurrenzveranstaltung in Bad Krozingen rappelvoll war.
 
Schon kurz nach 13 Uhr hatten mehr als 60 Staufener Geschäfte geöffnet und luden mit attraktivem Warenangebot zum Herbsteinkauf. Schon eine Stunde später strömten die Menschen aus allen Himmelsrichtungen in die Fußgängerzone und auf den Rathausplatz. Dort hatte sich die Daimler-Big-Band aus Stuttgart auf der Bühne eingerichtet und verzauberte mit lässigem Swing ein begeistertes Publikum. Ein Probenwochenende in der Staufener Blasmusikakademie hatte den Auftritt möglich gemacht.
Dann schlug die Stunde der Straßenkünstler. Wie aus dem Nichts tauchten sie auf und waren sogleich die bestaunten Akteure zwischen Rathaus, Martinskirche und Weinbrunnen. Unter den Namen "Big Brozeurs" , "Close Act" , "Blurp" und "Colors" verbargen sich Akteure aus Holland und Südfrankreich, die Helmut Zimmermann bei Straßenfestivals andernorts aufgefallen waren und nun für eine wahrlich "fabelhafte Kulisse" in Staufen sorgten. Da steckten plötzlich langhalsige Männer in braunen Trenchcoats ihre Köpfe beinahe in den Teller der Besucher, die sich gerade genüsslich an einer Kürbissuppe labten und denen, derart überrascht, fast der Löffel aus den Händen fiel. Drei geheimnisvolle Frauen in luftig-bunten Gewändern schritten auf hohen Stelzen durch die Straßen und Gassen und erinnerten mit ihren Masken sogleich an den "Karneval in Venedig" .

Ob Aliens oder blaue Vögel — ein weiteres Künstlertrio stakste betulich durch die Stadt und sorgte neben einer mehrbeinigen Krake auf Stelzen für Aufsehen.
Die Sonntagsausflügler, darunter auffallend viele Schweizer, nutzten ihren Besuch freilich auch reichlich zum Shoppen. Auch die Gartenwirtschaften und Straßencafés waren begehrte Anlaufstationen. Der "Arbeitskreis familienfreundliches Staufen" hatte Kürbissuppe in vielen Geschmacksrichtungen zubereitet und auf dem Marktplatz strickten Frauen der Trachtengruppe fleißig an den Schals für das morgige SWR-Städtespiel

Weitere Bilder in unserer Bildergalerie "fabelhaftes Staufen"
Badische Zeitung vom Donnerstag, 16. September 2008
Ein ganzes Bündel neuer Aktivitäten
Gewerbeverein will Golfspieler Locken / Staufen beteiligt sich am Städtespiel von SWR 4 / Verkaufsoffner Sonntag am 12. Oktober
Von unserer Mitarbeiterin Susanne Müller
STAUFEN. Ein ganzes Bündel neuer Aktivitäten hat sich der Vorsitzende des Gewerbevereins, Helmut Zimmermann, für die Werbegemeinschaft einfallen lassen. Selbst Bürgermeister Michael Benitz zeigte sich bei der Vorstellung beeindruckt.
Gleich mehrere Initiativen sollen den Horizont der Staufener Händler nach außen hin öffnen und neue Kunden bringen. Dazu gehört die Beteiligung am SWR-4- Städtespiel mit einer landesweiten Rundfunkpräsentation der insgesamt sechs Bewerberstädte am 6. Oktober. Darauf folgt die mediale Positionierung im Radio am 14. Oktober zwischen 9 und 12 Uhr bis zur Siegerkür. Dafür heißt es dann Daumen drücken, denn die Siegerstadt bekommt am selben Tag ab 18 Uhr eine Mega-Party von SWR 4 gesponsert.
"Staufener Golftage" — so lautet das Stichwort für ein weiteres Projekt, mit dem völlig neue Zielgruppen erschlossen werden sollen. Golftouristen, die ihrem Hobby in Munzingen frönen, sollen in Staufen logieren, außerdem in der Fauststadt shoppen, essen und schlafen. Nach Gesprächen mit dem derzeit 1000 Mitglieder starken Golfclub Tuniberg besteht im Internet die Möglichkeit einer Verlinkung der Staufener Teilnehmer auf der Clubhomepage. Einziges Handicap: Kosten pro Teilnehmer in Höhe von 200 Euro pro Jahr. Dafür profitieren die Staufener Firmen jedoch zusätzlich an den Aktionen vor Ort. Wie Anton Brender, der diese Kooperation begleitet und der Werbegemeinschaft vorstellte, wissen ließ, gibt es insbesondere auf Seiten der Gastronomen bereits Interesse.
Ein weiteres Novum: das Projekt "Fabelhaftes Staufen" . Damit verbunden ist der verkaufsoffene Sonntag am 12. Oktober, wobei Zimmermann das märchenhafte Attribut sowohl in Bezug auf die Bedingungen der Händler in Sachen Auswahl, Qualität, Service und Freundlichkeit versteht als auch auf eine Überraschungsaktion mit Fabelwesen, die in der Zeit von 13 bis 17.30 Uhr in den Straßen und Gassen anzutreffen sein sollen. Von einer guten Frequenz ist Zimmermann überzeugt, auch wenn die Nachbarn in Bad Krozingen parallel dazu geöffnet haben werden. Zumal er noch ein besonderes Bonbon aus dem Hut ziehen kann. Die Daimler Big Band, die zu diesem Zeitpunkt in der BDB-Akademie auf dem Bötzen weilt, gibt sich bei einem Konzert auf dem Marktplatz von 14 bis 15.30 Uhr die Ehre.
Wer viel arbeitet, der soll sich auch mal etwas gönnen, meinte Helmut Zimmermann außerdem und regte die Mitglieder der der Werbegemeinschaft zu einem gesellschaftlichen Treffen beim Markgräfler Musikherbst am 5. Oktober im Bad Krozinger Kurhaus an. Dort steht Gustav Mahler auf dem Programm.
Zuvor jedoch wirft schon der nächste Publikumsmagnet in der Stadt seine Schatten voraus: "Stages" . Klar, dass auch Handel und Gastronomie profitieren sollen. Und so traten einige Mitglieder des Staufener Gewerbevereins nach zweistündiger Sitzung im Stubenhaus ihren Heimweg mit einem Bündel Stages-Eintrittsbändchen an, welche zum Vorverkaufspreis von 10 Euro in den Läden erworben werden können.
Einigkeit erzielte die Werbegemeinschaft dabei hinsichtlich der Ladenöffnungszeiten während des dreitägigen Historienspektakels. Dabei stellte sich die Frage, ob den Gästen nicht bereits am Freitag, wenn das Brauchtumsfest bei noch freiem Eintritt mit kleinem Programm auf dem Marktplatz eröffnet wird, Gelegenheit zum Einkaufsbummel gegeben werden soll. Eine Idee, die, nachdem sich auch Bürgermeister Benitz dafür stark machte, zum Konsens führte: Freitag sind die Geschäfte bis 20 Uhr offen. Am Samstag zieht dann um 12 Uhr mittags die Stadtwache auf, und das Passieren wird für zwei Tage gebührenpflichtig.
Dies wiederum ein Aspekt, bei dem Herbert Rinderle wissen wollte, ob auch die Bewohner innerhalb der Tore Eintritt bezahlen müssten, worauf Helmut Zimmermann darauf verwies, dass dies nicht Sache des Gewerbevereins sei. Gleiches galt für eine weitere Wortmeldung, wonach der Eintritt vor Ort für beide Tage mit einer Steigerung von 7,50 Euro im vergangenen Jahr auf nun 12 Euro hoch erscheine. Der Preis werde nicht vom Gewerbeverein festgelegt, erklärte Zimmermann: "Wir machen nur die Standorganisation von der Anlieferung über den Aufbau bis hin zum Abschluss" . Dabei werde vor allem auf Authentizität Wert gelegt, appellierte Zimmermann an die mitwirkenden Wirte, Winzer, Marktleute und Handwerker. Die Besucher sollen keine Plastikdeko oder sichtbares Technik equipment vorfinden, sondern ein stilechtes historisches Ambiente. Und für das nächste Jahr kündigte Zimmermann schon einmal einen zünftigen Mittelaltermarkt zu "Stages" an.
Badische Zeitung vom Donnerstag, 19. Juni 2008
"Faust e.V." übernimmt Regie bei Staufener Zeitreise
Gewerbeverein und Stadt künftig Co-Veranstalter von "Stages" / "Fabelhaftes Staufen" und "Winterzauber" sollen Kunden locken
Von unserem Redakteur Markus Donner
STAUFEN. Mit der Übernahme des Vorsitzes beim Staufener Gewerbeverein durch Helmut Zimmermann zeichnen sich erste Veränderungen ab. Bei der Großveransaltung "Stages" , die in diesem Jahr vom 19. bis 22. September über die Bühne gehen wird, führt erstmals der Kulturverein "Faust" die Regie. Der Gewerbeverein und die Stadt werden als Co-Veranstalter nur noch im Hintergrund die Fäden ziehen, übernehmen aber eine Ausfallbürgschaft von jeweils 5000 Euro. Auf den neuen Modus hat sich der Vorstand des Gewerbevereins mit Andreas Müller, dem Spiritus Rector der Zeitreise in die Staufener Stadtgeschichte, geeinigt. Erstmals wird mit "Stages" kein verkaufsoffener Sonntag verbunden sein.Wie Helmut Zimmermann am Dienstag vor den Mitgliedern des Gewerbevereins ausführte, dulde der Gesetzgeber nur noch drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr. Welche Events letztlich im kommenden Jahr damit verknüpft werden, darüber konnte in der jüngsten Zusammenkunft noch keine endgültige Einigung erzielt werden. Fest steht indes, dass die Frühlingsveranstaltung "Blühendes Staufen" , in die die "Modemeile" integriert werden soll, am Sonntag, 29. März 2009, mit der Einkaufsmöglichkeit für die Besucher verbunden sein wird. Eventuell soll der am Sonntag, 3. Mai 2009, geplante "Oldtimertag" um einen Tag vorverlegt werden, damit die Besuchern dieser Veranstaltung nicht vor verschlossenen Geschäften stehen. Auch weiterhin das Zepter in der Hand behält der Gewerbeverein bei "Wein & Musik" (5. bis 7. Juni 2009), allerdings käme man hier wohl der Kommunal- und Europawahl ins Gehege, weshalb die Veranstaltung am Sonntagabend vorzeitig ausklingen solle, um die Stimmenauszählung nicht zu beeinträchtigen. Ein ähnlicher Konflikt deutet sich für "Stages 2009" (18. bis 20. September) an, sollte der Termin mit der Bundestagswahl zusammenfallen. Auch hier binde die Stimmenauszählung sehr viele Hilfskräfte, die am Wahlsonntag nicht auch noch auf der Bühne stehen könnten, wie Bürgermeister Michael Benitz dezent anmerkte.
Für den Rathauschef ist die Frage beantwortet, ob an der "Staufener Zeitreise" auch weiterhin festgehalten werden solle. Sein "klares Ja" erkläre sich aus der Zusage von Andreas Müller, zumindest für den Zeitraum der nächsten fünf Jahre noch "genügend Stoff" für weitere Kapitel zur Stadtgeschichte in petto zu haben. Außerdem misst Benitz "Stages" einen hohen Stellenwert im Stadtmarketing bei, da die Veranstaltung weit über Staufen hinaus strahle und ein hohes Alleinstellungsmerkmal habe. "So etwas sollte man nicht ohne triftigen Grund über Bord werfen."
Helmut Zimmermann stellte die weitere Events für das laufende Jahr vor und ermahnte die Mitglieder zu einem geschlossenen Auftritt, um diese Veranstaltungen wirkungsvoll nach außen zu bewerben. Unter dem Arbeitstitel "Fabelhaftes Staufen" werde es am 12. Oktober einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag geben. Die Weihnachtszeit werde unter dem Slogan "Winterzauber in Staufen" gestartet. Hierfür reklamierte Zimmermann Kernzeiten ein, zu denen die Geschäfte im Dezember verlässlich geöffnet haben sollen.
Badische Zeitung vom Montag, 10. Juni 2008
Abschied mit Wein und Musik.
Dank an Raimund Haaf
Staufen(sam). Sieben Jahre lang war Raimund Haaf der Chef des Staufener Gewerbevereins. Bei seiner letzten großen Veranstaltung am vorigen Wochenende wurde er mit den gleichnamigen Zutaten Wein und Musik aus dem Amt verabschiedet.
Die Gewerbetreibenden nutzten die Gelegenheit der erstmals im Winzerkeller veranstalteten "After-Party" , um den scheidenden Vorstandsvorsitzenden für sein Engagement zu danken. Zu später Stunde und mit Geschenken bepackt trafen sich die Mitglieder gemeinsam mit dem Helfer- und Sponsorenkreis für Wein und Musik. Haafs Einsatz wurde von den Vorstandsmitgliedern und von Bürgermeister Benitz als zuverlässig und pflichtbewusst gewürdigt. Er sei immer da gewesen, habe stets freundlich um Mithilfe gebeten und nie gefordert.
Als Ruhepol in stürmischen Zeiten betitelte Karikaturist Bert Kohl den scheidenden Vorsitzenden und bannte sein Konterfei auf Leinwand mit dem humorvollem Ausdruck eines Felsgesteins in sturmtobender Brandung. Festivalchef Andreas Müller erinnerte daran, dass Raimund Haaf es war, der ihn vor fünf Jahren mobilisierte mit dem Wunsch, eine Kleinigkeit für ihn zu erledigen, woraus Events resultierten, die sich sehen lassen könnten. Bürgermeister Michael Benitz wünschte Haafs Nachfolger Helmut Zimmermann eine harmonische Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft.
Badische Zeitung vom Montag, 2. Juni 2008
Hinter Wolken lacht die Sonne Staufen swingt bei Musik und Wein
Text und Fotos von Susanne Müller Regen?
Macht nix, dann kommt einfach alle zu uns auf die Bühne — diese Einladung machte der fabelhafte Steven Bailey seinen Fans am Freitagabend bei Wein und Musik. Denn kaum hatte sich der famose Teddyshakerersatz richtig einge-rockt, zerrten blitzartig Sturmböen an Zelten und Planen.
Dass am Samstagmittag dann die zweite Gewitterfront durch die Stadt fegte, das war den vor kreischendem Publikum zappelnden Street-Dancern am Marktplatz ziemlich egal. Organisator Andreas Müller nahm die Wetterkapriolen mit Humor: Hinter den Wolken lacht die Sonne. Sturmresistent trotzten auch die Musiker Blitz und Donner, sowohl Blue Grape als auch Tabasco hielten die Stellung vor den aufgespannten Regenschirmen der Besucher. Brodelnde Partystimmung herrschte dann endlich am Samstagabend: Rockröhre Reneé Walker ließ die Wände schon beim Soundcheck erzittern. Gäste und Veranstalter feierten beschwingt in die Nacht hinein. Kein Durchkommen mehr auf den Plätzen und auch am Sonntag strömten massenweise Besucher ins malerische Städtle.
Nice town Staufen" , säuselte ein faszinierter Fan aus Neuseeland beim Anblick der Rathausfassade und wurde dafür mit Musik der Extraklasse belohnt. Alles stimmte: Klang, Dynamik, Tempo.
Badische Zeitung vom Montag, 5. Mai 2008
Oldtimerschau bei Paradewetter
Mehr als 100 Veteranen tuckerten gestern durch Staufen
Von unserem Redakteur Markus Donner
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STAUFEN. Dicht gesäumt von vielen erwartungsfrohen Sonntagsausflüglern war gestern der Boulevard in der Staufener Altstadt. Und was da so prachtvoll in der Sonne glitzerte, war auf Hochglanz poliertes Blech, das vor allem in der Männerwelt als heilig gilt: Weit mehr als 100 Fahrzeuge tuckerten gemächlich über das Kopfsteinpflaster. Keine Boliden heutiger Ingenieurskunst, sondern lauter Schmuckstücke aus den Pioniertagen des Automobilbaus bahnten sich den Weg durch die Menschenmenge in Richtung Rathaus. |
Ein Autokorso bei Paradewetter — so hatte sich das der Gewerbeverein gewünscht. Petrus ließ sich nicht zweimal bitten und schuf die besten Voraussetzungen, dass sich selbst etliche Automobilisten auf den Weg in die Fauststadt machten, obwohl sie gar nicht angemeldet waren. Nicht nur Kennzeichen von hierzulade waren auszumachen. Auch Autofreaks aus dem Elsass und der Schweiz nahmen die Kurve in Richtung Staufen. Wer "oben ohne" im Cabriolet Gas geben konnte, war besonders zu beneiden. Erstaunlich, was aus so mancher "Rostlaube" geworden ist, nachdem sie mühevoll und originalgetreu restauriert worden ist. Vom Bugatti bis zum Jaguar, vom prunkvollen Mercedes bis zum schnuckeligen Dixi war alles dabei. Eröffnet wurde die Parade von historischen Traktoren und Motorrädern. Auch zwei betagte Busse reihten sich ein: Der "Gelbfüßler" aus Görwihl und der Oldtimer von Rast-Reisen aus Hartheim.
Außer Konkurrenz auch die Dampfwalze, Baujahr 1925, aus Bad Krozingen. Damit Staufen nicht noch mehr Risse bekommt, musste diese Rarität auf dem Schladerer-Platz bestaunt werden.
Badische Zeitung vom Montag, 10. April 2008
Noch etwas mehr Blumenschmuck und eine bessere Beleuchtung
Wechsel an der Spitze des Staufener Gewerbevereins: Nach sieben Jahren tritt Helmut Zimmermann die Nachfolge von Raimund Haaf an
Von unserem Redakteur Markus Donner
STAUFEN. Sieben Jahre stand Raimund Haaf an der Spitze des Staufener Gewerbevereins. In der Mitgliederversammlung am Dienstag im "Winzerkeller" gab er das Amt an Helmut Zimmermann weiter. Der 57-jährige Textilbetriebswirt betritt kein Neuland: Schon von 1974 bis 1978 und von 1997 bis 2000 war er Vorsitzender. Somit ist Haafs Vorgänger zugleich sein Nachfolger.
Helmut Zimmermann, der mit großem Vertrauensbeweis von den Mitgliedern gewählt worden war, bekannte vor der Versammlung, dass er zunächst keinerlei Ambitionen auf das Amt hegte, auch nicht nach vierzehntägiger Bedenkzeit. Doch Raimund Haaf habe nicht lockergelassen und letztlich doch die Einwilligung zur Kandidatur erreicht. Seit 1984 im Gemeinderat, fühle er sich der Stadt und insbesondere seinem Gewerbe eng verbunden. "Der Gewerbeverein ist mit der wichtigste Verein, denn eine Stadt ist nur so gut wie ihr Handel" , ist Zimmermann überzeugt. In Verbindung mit dem äußerst attraktiven Stadtbild habe die Fauststadt dem Kunden eine Menge zu bieten.
Der Gewerbeverein als Initiator und Organisator gleich mehrerer herausragender Events trage ein Übriges zum positiven Bild der Stadt bei. So komme es nicht von ungefähr, dass es in Staufen kaum Leerstände gebe. Ein Indiz, dass Staufen alles etwas besser mache als die anderen. Helmut Zimmermann schwört auf den Gemeinschaftsgeist: "Wir haben noch zu viele Einzelkämpfer." Staufen profitiere von seinem guten Branchenmix. "Trotzdem ist es notwendig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und ergänzen." Hier und da noch etwas mehr Blumen- und Fahnenschmuck oder auch eine bessere Innenstadtbeleuchtung — oft seien es gerade die Kleinigkeiten, die in ihrer Summe nicht unwichtig seien, um zum guten Gesamtbild beizutragen.
Helmut Zimmermann ließ in seiner Antrittsrede durchblicken, dass er bereits viele konkrete Vorstellungen habe, um Verbesserungen zu erwirken. Das gelte auch für den gemeinsamen Werbeauftritt, der lückenhaft und der Bedeutung der Stadt nicht angemessen sei. Als geeignetes Instrument, um gegensteuern zu können, kündigte der Vorsitzende einen Werbeplan an, den er gerade vorbereite.
Im Vorgriff auf das kommende Jahr kündigte Helmut Zimmermann das 25-jährige Bestehen der Fußgängerzone an. Eine richtige Entscheidung der damaligen Kommunalpolitik, denn: "Keiner möchte mehr zurück." Wenn es auch noch gelänge, die Zahl der Fahrbewegungen in der Fußgängerzone zu reduzieren, könne man rundum zufrieden sein. Der neue Vorsitzende des Gewerbevereins erinnerte daran, dass Staufen 1997 zur Wiedereröffnung der Badischen Weinstraße die erste Gemeinde mit einem verkaufsoffenen Sonntag gewesen sei. Heute sei dies überall gängige Praxis geworden — mit einer Ausnahme: Freiburg.
Helmut Zimmermann kündigte an, alle Großveranstaltungen des Gewerbevereins beibehalten zu wollen. Viele Geschäfte würden dem Vernehmen nach nicht mehr überzeugt hinter "Stages" stehen, "aber unsere Kundschaft tut’s" . Daher werde es auch unter ihm eine Fortsetzung geben. Eine straffe Organisation soll helfen, das Event kostenneutral für die Mitglieder über die Runden zu bekommen. Andy Müller werde weiterhin für die künstlerische Leitung zuständig sein. Das gelte auch für die bevorstehende Veranstaltung "Wein & Musik" , 30. Mai bis 1. Juni. Überlegungen, das Event um einen Tag zu kürzen, seien vom Tisch, so Andy Müller. Dies zum einen mit Rücksicht auf die Sponsoren, auf deren Gelder nicht verzichtet werden könne, zum andern wegen der Fixkosten für Bühnen und Technik, die unabhängig von der Veranstaltungsdauer eine "feste Größe" bildeten. "Wein & Musik" sei weit über Staufen hinaus "eine Marke geworden" , so Müller, der in den nächsten Tagen wieder mit vielen hochkarätigen Bands und Künstlern die Verträge unterzeichnen will.
Bürgermeister Benitz beglückwünschte den 183 Mitglieder zählenden Gewerbeverein zu seinen beachtlichen Aktivitäten und zum neuen Vorsitzenden. "Sie haben eine gute Wahl getroffen" , kommentierte der Rathauschef die Personalentscheidung. Anerkennung zollte er dem scheidenden Vorsitzenden Raimund Haaf, mit dem es in all den Jahren seiner Vorstandsarbeit "nie ein böses Wort" gegeben habe. Der Umsicht von Rechner Anton Brender, der in der Versammlung entlastet wurde, sei es zu verdanken, dass auch die Kasse auf Heller und Pfennig stimme. "Runter wie Öl" ging den Mitgliedern das Kompliment des Bürgermeisters für die gute Außenwirkung, die die Stadt durch die Aktivitäten des Gewerbes erfahre. "Was Staufen in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt hat, kann sich wirklich sehen lassen."
Badische Zeitung vom Montag, 7. April 2008
Jetzt kann der Frühling kommen .
Die "Staufener Modemeile" bietet am Wochenende Einkaufsvergnügen für jeden Geschmack
Von unserer Redakteurin Ute Wehrle
So vielseitig wie die neue Frühlingsmode präsentierte sich auch das Wetter am Wochenende bei der "Staufener Modemeile" . Immerhin blitzte zeitweise dann doch die Sonne durch, so dass wenigstens ein Hauch von Frühling durch die historische Altstadt zog. 47 Firmen machten bei diesem Event mit.
Schon am Freitagabend wurde verlängertes Einkaufsvergnügen bis 20 Uhr geboten, das dann am Samstag und Sonntag seine Fortsetzung fand. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich beim Bummeln über die neue Mode zu informieren oder einfach mit Bekannten an einem der Stände rund um die Brunnen am Marktplatz und bei der Krone zu plaudern. Und sobald sich die Sonne blicken ließ, waren auch Tische und Stühle der Straßencafés und Gartenwirtschaften schnell belegt.
Viele Männer warteten geduldig vor den Geschäften, während ihre Begleiterinnen drinnen nach Herzenslust schicke Kleider, Schuhe oder Schmuck probieren konnten. Denn für schöne Dinge des Lebens findet sich — zumindest im Kleiderschrank von Frauen— immer noch ein Plätzchen.
 
Badische Zeitung vom Montag, 10. Dezember 2007
Funkelnde Lichter, strahlende Augen
Staufener Weihnachtsmarkt war wieder ein Besuchermagnet
Von unserem Redakteur Markus Donner
STAUFEN. Er zählt unbestritten zu den schönsten Weihnachtsmärkten in der Region. Wenn am Tag vor dem zweiten Advent zwischen dem duftenden Tannengrün und funkelnden Lichterketten die Marktstände aufgebaut sind, dann strahlen die Augen der Besucher in der Staufener Altstadt. Diese Atmosphäre wird am Abend gekrönt, sobald sich auch noch die hell angestrahlte Burg am Horizont abzeichnet.
Am Samstag hatten die Staufener auch mit dem Wetter Glück. Vielleicht ein Jubiläumsgeschenk von Petrus zum 150-jährigen Bestehen des Gewerbevereins, der wiederum den Markt bestens vorbereitet hatte. Bis in die Abendstunden hinein riss der Zulauf erwartungsfroher Menschen nicht mehr ab.
Der Kommerz spielt auf dem Altstaufener Weihnachtsmarkt eher eine untergeordnete Rolle. Man trifft sich gerne mit Freunden und Bekannten in geselliger Runde zu einem würzigen Glühwein. Zur "Feier des Tages" können’s dann aber auch mal tagesfrische Austern zum französischenSchaumwein sein. Ob "Schwarzwälder Forellencremesuppe" , Riesengarnelen vom Feinkostladen oder feine Pasteten am Stand der Partnerstadt Bonneville — Lukullus lässt grüßen. Wer es lieber deftig mag, dem wurde vom Partnerschaftskomitee Staufen — Kazimierz ganz polnisch "Wodka mit Schmalzbrot" gereicht. Exzellent auch die musikalische Untermalung durch die kulturellen Vereine. Mehr Einstimmung auf Weihnachten geht nicht.

  
Badische Zeitung vom Montag, 12. November 2007
"Das macht uns halt keiner nach"
Der Gewerbeverein Staufen wird 150 Jahre alt und feierte sich am Samstag mit einer herausragenden Gala einmal selbst
Von unserem Redakteur Markus Donner
STAUFEN. Mit einer eindrucksvollen Gala krönte der Staufener Gewerbeverband die Veranstaltungen anlässlich seines 150-jährigen Bestehens. Die Aula des Faust-Gymnasiums war am Samstag nicht wiederzuerkennen und mutierte zu einem Ballsaal, der durch stilvolle Kerzenleuchter in einem angenehm warmen Licht erstrahlte und durch das liebevolle Arrangement der Tische schon fast prunkvoll wirkte.
Raimund Haaf, der Vorsitzende des Gewerbevereins, freute sich über den großen Zuspruch, den der Gala-Abend im Kreis der Mitglieder gefunden habe. Bei den üblichen Veranstaltungen des Gewerbevereins stünden nämlich viele der Gäste im eigenen Geschäft und hätten dabei kaum Gelegenheit, vor die Tür zu kommen. Endlich also ein geselliger Anlass, um in lockerer und gelöster Atmosphäre beieinander zu sein. Raimund Haaf erinnerte an die Jahre nach dem Krieg, als der Gewerbeverein einträchtig mit dem Verkehrsverein für Staufen warb. Heute sei der Gewerbeverein eine feste Größe wenn es gilt, mit herausragenden und in ihrer Art einmaligen Veranstaltungen sowie durch die Geschäfte seiner Mitglieder das Stadtmarketing voranzubringen. Der Altstaufener Weihnachtsmarkt markierte den Anfang, so Raimund Haaf, die Werbegemeinschaft bildete später dann die Grundlage für Festveranstaltungen im Kaliber von "Stages" . Der historische Stoff, der hier von Andy Müller perfektioniert in Szene gesetzt werde, finde sich zum Teil in den großartigen Festspielen, die in der Fauststadt schon immer Tradition hatten. "Das macht uns halt nicht so schnell einer nach" , gab sich Raimund Haaf selbstbewusst und meinte denn auch, die 180 Mitglieder des Gewerbevereins hätten allen Grund, guten Mutes in die Zukunft zu blicken. Jede Gemeinde, jede Stadt in der Region müsse sich auf ihre Stärken besinnen. Staufen habe hier durch das hohe kulturelle Renommee eine gute Ausgangsbasis. Umso dankbarer sei man darum, daneben auch noch als Wirtschaftsstandort vorne dabei zu sein. "Es ist besonders schön, in der ,Marktstadt Staufen zu arbeiten."
Bürgermeister Michael Benitz ließ keine Zweifel aufkommen, dass das Jahr 2007 in die Geschichte der Stadt eingehen werde. "Nicht nur, weil wir unser historisches Rathaus mit einer Generalsanierung wieder zu einem Schmuckstück am Marktplatz gemacht haben, sondern auch, weil einer der wichtigsten und rührigsten Vereine sein 150-jähriges Bestehen feiern kann" , sagte Benitz. Eine attraktive Stadt könne auf den leistungsfähigen Handel nicht verzichten. "Dem Sog und Pulsschlag von Staufen kann man sich schwer entziehen." Der Bürgermeister versprach die weitere Unterstützung des Bauhofes bei allen Festen, überreichte ein Geldgeschenk für die finanziellen Aufwendungen im Jubiläumsjahr und erklärte die Mitgliedschaft der Stadt.
In seiner profunden Festrede stellte Konstantin Technau die Entwicklung des Gewerbevereins in den Kontext zu den sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen in den vergangenen 150 Jahren. Hannelore Wüst kombinierte in ihrer dokumentarischen Diaschau das heutige Staufen mit Bildern aus vergangener Zeit und belegte visuell den hohen Stellenwert, den Handel und Handwerk schon immer innehatten.
Ein dreigängiges Hauptmenü aus den Häusern "Die Terrine" , Hotel "Kreuz-Post" und James Della Torre ließ zusammen mit edlen Staufener Weinen und der musikalischen Untermalung durch das Hartmut-Saam-Trio bei den Gästen keine Wünsche offen. Dann war Stimmung angesagt. Die fetzig-rasanten Musiker der Showband "Blue Babies" wurden ebenso begeistert umjubelt wie die "Dolphins" und Cheerleader des TV Staufen. Nach Mitternacht gab es Beifallsstürme für das "Duett complett" , komödiantisch, kurzweilig, mal witzig, mal waghalsig, bis zum live gespielten "Flammenco" im zweiten Teil. Simon Flamm klampft kopfüber, kopfunter und noch im Salto, während Thomas Schaeffert ihn stemmt und hebt und dreht. Ein kleines Bühnenfeuerwerk setzte dann den Schlusspunkt unter das von Andy Müller wie immer vorzüglich arrangierte und moderierte Programm.

 
Badische Zeitung vom Montag, 24. September 2007
Die neuen Spielszenen waren Publikumsmagnete bei der Zeitreise
"Wellness anno 1900" auf historisch verbürgtem Grund reizend inszeniert / Beeindruckende und farbenfrohe Aufführungen begeisterten
 STAUFEN (hcw). Es ist wieder einmal gelungen, trotz nur weniger Vorbereitungszeit, trotz gerade erst vergangener Sommerferien. Drei neue Stücke wurden anlässlich der "Stages 07" geschrieben, einstudiert und aufgeführt. Bei der Zeitreise am Wochenende in Staufen waren sie die Publikumsmagnete.
Wilhelm Greder hat es zwar nicht vermocht, in die Geschichtsbücher einzuziehen. Doch dank der Überlieferung durch das "Staufener Wochenblatt" weiß man heute sehr gut über das Wirken von Staufens Wasserdoktor Bescheid.
"Wellness anno 1900" wusste charmant zu vermitteln, dass es wohl einiger Anstrengung bedurft haben dürfte, die Staufener davon zu überzeugen: Kneipen lässt es sich nicht nur am Stammtisch der Kreuz-Post, sondern, mit "pp" geschrieben, auch in Badeanstalten wie dem von Greder 1893 gegründeten Anna-Bad. Dessen Ruf reichte weit über das Städtchen hinaus. So kommt es im Stück zu einem wahren Schaulaufen einer illustren Gesellschaft von Kurgästen aus allen Gäuen, meist üppig ausstaffierte Damen, deren Avancen sich Greder (Bernd Bauer) ruppig erwehrt: "Schuhe ausziehen, sofort" . "Wellness anno 1900" — es gab bei den Stages bislang wohl kaum ein Stück, das so reizend inszeniert war und sich doch so sicher auf historisch verbürgtem Grund bewegte.
Nicht ganz so lückenlos überliefert ist das Wirken von Hans Sixt, einem bedeutenden Künstler des ausgehenden Mittelalters. So war das 1927 anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Gewerbevereins Staufen von Hermann Ays einstudierte Stück "Sixt von Stoufen" künstlerisch auch sehr frei geraten. Stages-Regisseur Andi Müller hat es zeitlich gestrafft und zu einem Happy End umgeschrieben. Eugen Graf von Hohenthal mimte den Sixt väterlich und besonnen. Marina Weber, schon in vielen Stages-Inszenierungen hat sie ihr großes Talent bewiesen, verkörperte Anna, die anfängliche Muse, leidenschaftlich und selbstbewusst. Beeindruckend die Schlussszene. Das Paar hält sich an den Händen, glücklich vereint, während hinter ihm die Akteure farbenfroh und dekorativ Aufstellung nehmen. Üppig inszeniert war auch "Wer hat Goethe von Faust erzählt?" . Die Frage blieb am Schluss mit neckischer Geste unbeantwortet.
Aber das machte nichts. Entspann sich doch binnen 30 Minuten vor dem Rathaus eine "reizvolle Spekulation" darüber, woher der Dichterfürst inspiriert wurde, die Geschichte des Alchemisten literarisch umzusetzen. Reizvoll waren auch die Zeitsprünge, die sich auf der Bühne zutrugen, unterstrichen jeweils durch die historisch passende Kostümierung. So wurde der gesamte Marktplatz spielerisch einbezogen, auch das Gasthaus Löwen. Dort, am Fenster im zweiten Stock, zeigte sich eine Manuela Hollewik, die die Löwenwirtin so hinreißend überdreht und wunderfitzig spielte, dass es dem Faust-Forscher Rudolf Blume sehr zum Verdruss, dem Publikum aber sehr zur Freude gereichte.
Badische Zeitung vom Freitag, 14. September 2007
Viehwaschpulver und Phosphorpillen
Gewerbeverein Staufen präsentiert anlässlich seines 150-jährigen Bestehens bemerkenswerte Ausstellung in der Sparkasse
Von unserer Mitarbeiterin Dorothee Möller-Barbian
STAUFEN. Es gibt nur wenige Gewerbevereine in Baden, die eine solch lange Tradition haben, wie die Vereinigung in Staufen. Im vorletzten Jahrhundert gegründet, kann sie jetzt ihr 150-jähriges Bestehen feiern. In welch bemerkenswerter Weise es gelungen ist, anlässlich des besonderen Jubiläums Geschichte anschaulich zu machen, belegen eine Ausstellung in der Sparkasse (bis 12. Oktober) und die damit verbundene Herausgabe eines Kataloges mit Porträts von Staufener Häusern.
Bei der Ausstellungseröffnung als Auftakt der Jubiläumsfeiern versammelten sich in der Kundenhalle des Geldinstitutes so viele Gäste wie selten bei solchen Veranstaltungen — ein Zeichen für das feste Fundament, auf dem sich die Gewerbetreibenden im Leben der Stadt bewegen. Dass historische Fotografien, Dokumente und andere Objekte mit Bezug zur Historie des Staufener Handels und Gewerbes in einer seit 151 Jahren bestehenden Bank ausgestellt werden, schlägt eine Brücke zu den Anfängen des am 2. Dezember 1857 gegründeten Vereins, denn 1865 verband er sich auf Genossenschaftsbasis mit dem Vorschussverein zur Kreditsicherung, aus welchem später die Volksbank hervorging.
In diesem Zusammenhang wies Raimund Haaf, der nunmehr 17. Vorsitzende des Jubiläumsvereins, auf den früher noch umfassenderen Tätigkeitsbereich der Vereinigung hin, zu der neben einem Lesezirkel auch der Verkehrsverein gehörte, bis 1961 das Fremdenverkehrsamt der Stadt dessen Aufgabe übernahm.
Aber noch heute liegt den Geschäftsleuten die Belebung des Tourismus am Herzen. So treten sie als Veranstalter des Altstaufener Weihnachtsmarktes (seit 1974), des Livemusik-Festivals "Wein & Musik" auf und zeichnen für den Staufener Oldtimer- Tag sowie für das Zeitreise-Spektakel "Stages" verantwortlich.
Damit sind die Aktivitäten aber noch keineswegs erschöpft. 1934 setzte die Gleichschaltung der Vereinstätigkeit ein Ende. Erst 1953 gründete sich der Verein mit 119 Mitgliedern neu, heute sind es 180. Mit der Ausstellung "150 Jahre Gewerbeverein Staufen" und dem Erscheinen des Kataloges mit dem originellen Titel "Von Gitzlebraten und Galoschen" wurde die Idee von Raimund Haaf, die Geschichte der Staufener Geschäfts- und Gasthäuser sowie der Winzerbetriebe im Wandel von mehr als 100 Jahren darzustellen, realisiert. Dazu war umfangreiches Bild- und Schriftmaterial zusammenzutragen, wobei Haaf vielfache Unterstützung erfuhr. Einmal von der Bevölkerung, die dem Verein bislang nicht Veröffentlichtes überließ, dann vor allem von Silke Guckes, die im Internet die Ausgaben des von 1875— 1968 digitalisierten Staufener Wochenblattes auf der Suche nach den wechselnden Besitzern der einzelnen Häuser durchforstete. Auf dieser Basis erstellte sie Tabellen, welche die Zusammenhänge aufzeigen — eine wahre Puzzle-arbeit, die auch zur Erhellung der gesamten Stadtgeschichte beiträgt. So lässt sich etwa nachvollziehen, dass in der Hauptstraße 66 (Schuh- und Sporthaus Haaf ) mit der früheren Hausnummer 35 nacheinander ein Blechner, Metzger, Schuster, ein Sattler und Tapezierer angesiedelt waren. In der Hauptstraße 43 (English House) verkaufte man einst Fisch und Pelzwaren. Und Stadttore, so ist zu sehen, wurden bereits 1927 aufgestellt.
Eine erheiternde Variante sind die von Silke Guckes aufgefundenen Zeitungsanzeigen. Da warb zum Beispiel Paul Mayer bei Rekruten für "warme Unterkleider, Unterhosen, gestrickt und gewoben, für Reiter ohne Naht" . Frisör Zachmann pries sein Mittel gegen Haarausfall an und garantierte: "Misserfolg ausgeschlossen."
Bei der Vernissage machte Silke Guckes die Gäste noch mit weiteren Kuriositäten damaliger Zeit bekannt. Unter anderem hatten Handel und Gewerbe einst Süßbücklinge, Touristenstiefel, Phosphorpillen, Viehwaschpulver und, was immer das gewesen sein mag, eine Mohrenkopfdressiermaschine im Angebot. Unter den Dokumenten findet sich auch die auf 1898 datierte Urkunde der Aufnahme von Bürgermeister Albert Hugard in den Gewerbeverein, was den heutigen Vorsitzenden zu der Überlegung veranlasste, "die Mitglieder zu befragen, unter welchen Umständen wir unseren Bürgermeister Benitz eventuell auch in unsere Reihen aufnehmen könnten" .
Wesentlichen Anteil an der Realisierung des Projektes hatte auch Sonja Seiring (Wildtal), die sich um Bildbeschaffung, Texte und Redaktion kümmerte. Zu den Mitarbeitern zählten ferner Gustav Villinger, Stadtarchivar Andreas Lauble und Lore Wüst. Sie steuerte aktuelle Fotos bei, welche im Katalog den historischen Aufnahmen gegenübergestellt sind. So können die Betrachter trotz veränderten Erscheinungsbildes den Standort des jeweiligen Hauses ausmachen, etwa den des einstigen Kaufhauses Oswald Hippler oder des Hamburger Kaffee-Lagers. Mit einer Schaufensteraktion weist der Gewerbeverein derzeit auf sein Jubiläum hin. Das ansprechend gestaltete, 96seitige Büchlein liegt ünberall in Staufen zum Kauf aus.
Badische Zeitung vom Freitag, 29.Juni 2007
Jetzt nur noch drei Sonntage - Einkaufs-Events in Staufen
STAUFEN (mad). Nicht mehr an vier, sondern nur noch an drei Sonntagen dürfen die Staufener Geschäfte im kommenden Jahr die Kunden in ihre Läden locken. Welche Sonntage dafür vorrangig in Frage kommen, darüber gehen die Meinungen im Gewerbeverein weit auseinander
Unstrittig war bei den Mitgliedern, dass bei der "Modemeile" (6. April 2008) auch die Läden geöffnet haben sollen. Es kam auch der Vorschlag, im Herbst eine weitere "Modemeile" in den Veranstaltungskalender aufzunehmen. Bei der Festlegung der weiteren Termine mit Sonntagsverkauf verständigte sich die Mitgliederversammlung auf das Oldtimer-Treffen (4. Mai 2008) und auf Vorschlag von Bürgermeister Micheal Benitz auf die Kulturwoche, die im Oktober anberaumt sein wird. Wer es bisher gewohnt war, seinen Besuch bei "Wein und Musik" und bei der "Staufener Zeitreise" mit einer sonntäglichen Einkaufstour zu verbinden, wird 2008 vor verschlossenen Ladentüren stehen. Doch gerade diese beiden Events setzten ihren Schwerpunkt auf das üppige Programmangebot im Freien. Da bleibe den Besuchern ohnehin nur wenig Zeit für das Shopping, so die übereinstimmende Meinung der Mitglieder im Gewerbeverein. Vorsitzender Raimund Haaf stellte eine "Verkaufsnacht" zur Diskussion, die am Freitag, 26. September 2008, noch vor der "Staufener Zeitreise" (26. bis 28. September 2008) eingeschoben werden könnte
Badische Zeitung vom 28.Juni 2007
Staufener Zeitreise" im Zeichen des Jubiläums des Gewerbevereins
Schaufenster werden nostalgisch dekoriert / 100-seitige Festbroschüre in Vorbereitung / Festakt zum Abschluss der Rathaussanierung wird in "Stages" integriert
Von unserem Redakteur Markus Donner
STAUFEN. Die zweite Jahreshälfte steht beim Staufener Gewerbeverein ganz im Zeichen seines 150-jährigen Bestehens. In der Mitgliederversammlung am Dienstag im Winzerkeller stellte Vorsitzender Raimund Haaf die geplanten Jubiläumsveranstaltungen vor. In einem besonderen festlichen Rahmen wird die "Staufener Zeitreise" (21. bis 23. September) stehen, die zusammen mit dem Abschluss der Rathaussanierung gefeiert wird. Der eigentliche Festabend zum Jubiläum findet am 10. November in der Aula des Faust-Gymnasiums statt. Angekündigt sind ein Gala-Menü, eine Bühnenshow und Tanz.
Nach den Worten von Raimund Haaf steckt der Vorstand mitten in den Vorbereitungen zur 150-Jahr-Feier. Im September rückt das Jubiläum auch in den Staufener Geschäften ins Blickfeld: Die Schaufenster werden mit antiken Bilderrahmen geschmückt sein, in denen Fotografien auf die Firmengeschichte aufmerksam machen werden. Sonja Seiring koordiniert dieses Projekt. Ferner ist die Herausgabe einer 100-seitigen Broschüre geplant, um die sich Silke Guckes (Historie) und Harald Hassler (Satztechnik) kümmern werden. Diese Vorhaben werden auch von Gustl Villinger unterstützt, der aus seinem Staufen-Buch eine Fülle historischer Fotos zur Verfügung stellt. In der Schrift soll in Wort und Bild die Entwicklung von Handel, Handwerk und Gewerbe in den vergangenen 150 Jahren dokumentiert werden.
Der Regisseur von "Stages" , Andy Müller, berichtete über den Stand seiner Vorbereitungen zur "Staufener Zeitreise" . Der Termin unmittelbar nach dem Ende der Sommerferien ist so gewählt, dass die komplette Veranstaltung wiederum im Freien stattfinden kann. Um nicht ganz den Launen des Wetters ausgesetzt zu sein, soll eine der Bühnen eventuell überdacht werden. Am Freitagabend wird kein Eintritt erhoben, an den beiden anderen Tagen soll der Plakettenverkauf dazu beitragen, einen Teil der Unkosten zu decken. Müller wollte noch nicht zu viel preisgeben: Aber auch bei der 5. Staufener Zeitreise dürfen sich die Gäste wiederum auf fünf Szenen freuen, die Premiere haben werden. So wird dem "Staufener Ölberg" ein Kapitel gewidmet, außerdem wird erzählt, wie und von wem Johann Wolfgang von Goethe über die Figur "Faust" in Kenntnis gesetzt worden ist. Ferner soll der begnadete Holzschnitzer "Sixt von Staufen" auf der Bühne zum Leben erweckt werden. Der Regisseur von "Stages" , Andy Müller, berichtete über den Stand seiner Vorbereitungen zur "Staufener Zeitreise" . Der Termin unmittelbar nach dem Ende der Sommerferien ist so gewählt, dass die komplette Veranstaltung wiederum im Freien stattfinden kann. Um nicht ganz den Launen des Wetters ausgesetzt zu sein, soll eine der Bühnen eventuell überdacht werden. Am Freitagabend wird kein Eintritt erhoben, an den beiden anderen Tagen soll der Plakettenverkauf dazu beitragen, einen Teil der Unkosten zu decken. Müller wollte noch nicht zu viel preisgeben: Aber auch bei der 5. Staufener Zeitreise dürfen sich die Gäste wiederum auf fünf Szenen freuen, die Premiere haben werden. So wird dem "Staufener Ölberg" ein Kapitel gewidmet, außerdem wird erzählt, wie und von wem Johann Wolfgang von Goethe über die Figur "Faust" in Kenntnis gesetzt worden ist. Ferner soll der begnadete Holzschnitzer "Sixt von Staufen" auf der Bühne zum Leben erweckt werden.
Am Eröffnungstag wird zugleich der Abschluss der Rathaussanierung gefeiert. Dazu gibt es um 15 Uhr einen Festakt. Das Rathaus selbst wird während der "Stages" -Tage nicht zu besichtigen sein. Bürgermeister Benitz fürchtet einen zu großen Besucheransturm. Sobald die Verwaltung das Gebäude wieder in ihren Besitz genommen habe, werde es am 7. Oktober einen "Tag der offenen Tür" geben. Dann bekäme auch die Öffentlichkeit die Gelegenheit, einen Blick in das sanierte und modernisierte Rathaus zu werfen.
Vorsitzender Raimund Haaf versäumte es nicht, die vergangenen Veranstaltungen zu würdigen. So habe das Jubiläumsjahr mit der "Modemeile" einen verheißungsvollen Anfang genommen. Organisatorin Lilian Petersen: "Der Erfolg hat für unsere Mühe gesprochen." Dies hätte sich in guten Umsätzen in den Geschäften niedergeschlagen. Damit die Besucher auch Zeit zum Einkaufen finden, wolle man auf ein Übermaß an Außenaktivitäten verzichten. Es sei die Absicht aller Teilnehmer, die "Modemeile" fest zu etablieren. Der frühzeitige Termin sei gut gewählt, da die Geschäfte so die neue Ware präsentieren könnten. Gerhard Maier, verantwortlich für das "Oldtimertreffen" in der Fauststadt, konnte ebenfalls von einem "harmonischen Sonntag" berichten. Mit 130 Fahrzeugen gab es in der Altstadt eine repräsentative Veteranenschau.
"Rundum überzeugend" , so das Urteil von Andy Müller, der wiederum für das Programm bei "Wein und Musik" verantwortlich zeichnete. Der Mix aus den unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen sei beim Publikum bestens angekommen. Abgesehen vom Freitag, habe auch Petrus mitgespielt. Der Termin in den Pfingstferien habe sich nicht negativ ausgewirkt. Der Besucherzustrom sei wiederum überwältigend gewesen. Bei freiem Eintritt hätten 20 Bands auf drei Bühnen für eine großartige Stimmung gesorgt und auch der "Dance Contest" erfreue sich als weiterer Programmbaustein großer Beliebtheit. Einen besonderen Dank zollte Andy Müller den Sponsoren, ohne die die hohen Kosten nicht zu stemmen wären.
Das der Gewerbeverein mit seinem Geld gut gewirtschaftet hat, bestätigte Rechner Anton Brender. Er gab den Mitgliedern über die enormen Geldbewegungen Aufschluss, die dem Zahlungsverkehr eines Kleinunternehmens in nichts nachstünden. Bürgermeister Michael Benitz würdigte das hohe Engagement des Gewerbevereins, der die "Marke Staufen" professionell nach außen trage. Stadt und Gewerbe zögen an einem Strang. Sichtbar werde das auch an den Leistungen des Bauhofes, die sich alleine für die Events auf rund 12 000 Euro saldierten.
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