Gewerbeverein Staufen
   
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Badische Zeitung,  Markgräfler Bürgerblatt und Reblandkurier


 

Badische Zeitung 12.6.2017 

Wein, Musik, Sonne und jede Menge Spaß

Das Straßenfest des Staufener Gewerbevereins lockte am Wochenende zahlreiche Besucher an / Das Programm auf drei Open-Air-Bühnen bot viel Abwechslung.

STAUFEN. Wenn die Staufener Innenstadt zur Partymeile wird, dann ist "Wein und Musik" angesagt. Das kleine Festival unterhalb der Burg zog am Wochenende bei sonnigem Sommerwetter zahlreiche Besucher an.

Vor 20 Jahren fand "Wein und Musik" zum ersten Mal statt. Auch zur diesjährigen Auflage war der Eintritt frei. Veranstalter war einmal mehr der Gewerbeverein Staufen, der auch im Jubiläumsjahr wieder zahlreiche Bands auf die drei Open-Air-Bühnen vor dem Rathaus, beim Kronenbrunnen und am Weinbrunnen geholt hatte. 25 Stände mit Essen und Getränken sorgten dafür, dass viele Küchen zu Hause kalt bleiben konnten. Die Erzeugnisse der ortsansässigen Weingüter und Winzerhöfe ließen das Fest seinem Namen gerecht werden.

Bei der Street Show "Jugend bewegt" am Samstagnachmittag, veranstaltet vom Staufener Jugendreferat, präsentierte sich die Staufener Jugendband The Jokers mit fetzigem Rock. Aber auch Jugendbands aus der Umgebung, wie General Confusion aus Emmendingen, eine Rap-Band aus Freiburg, zwei Poetry Slammer und mehrere Tanzgruppen, machten mit. Jugendreferent Carsten Meurer war besonders stolz darauf, dass die Bands Technik nutzten, die zum größten Teil dem Staufener Jugendzentrum (Juze) gehört. Das meiste war gespendet worden.

Nachdem das unsichere Wetter und ein Regenguss am Freitagabend noch manche Besucher vom längeren Verweilen abgehalten hatten, sorgte die Sonne am Samstag und Sonntag für bestes Festivalwetter und hohen Zuspruch. Ob bei den Liverpool Beats, Rüdiger Baldaufs Jackson Trip mit Trompeter Rüdiger Baldauf oder der Band Funrise – kaum ein Besucher geriet beim Zuhören nicht unwillkürlich ins Mitwippen und Mitschnippen.

Besonders fetzig war am Samstagabend Airport in Rock: Die Band brachte im Verlauf des Abends immer mehr Leute zum Tanzen, Headbangen, selbst vereinzelte Luftgitarren kamen zum Einsatz. Spaß bereiteten auch die Sound-Vagabunden Les Clöchards.

Jazziger wurde es am Sonntag mit der Black Forest Jazz Band und ihrem Repertoire von Swing bis Latin, der Star-Dust-Jazz-Band und den Mississippi Steamboat Chickens.

 

 


Badische Zeitung 8.5.2017 

Dank guter Pflege rostet die alte Liebe nicht

Der verkaufsoffene Oldtimersonntag brachte auf Einladung des Gewerbevereins wieder viele historische Fahrzeuge und ihre Bewunderer in die Staufener Altstadt.

STAUFEN (hjk). Alte Liebe rostet nicht – braucht aber viel Pflege, wie jeder Oldtimer-Liebhaber weiß. Gut gewartete Scheibenwischer und ein dicht schließendes Verdeck waren beim Oldtimersonntag in Staufen zumindest am Morgen ein absolutes Muss bei dem alles andere als frühlingshaften Wetter.

Die vom Gewerbeverein Staufen organisierte Veranstaltung wurde dennoch von vielen Fahrerinnen und Fahrern aus der Regio, dem Elsass und der Schweiz besucht, um sich im romantisch-historischen Ambiente der Staufener Altstadt zu treffen und bei heißen Würstchen und dampfenden Getränken mit Gleichgesinnten und Fans aus dem In- und Ausland auszutauschen.

Gut 70 Oldtimer gaben mit röhrenden Motoren ihre Visitenkarte in der Stadt ab. Doch bevor die auf Hochglanz polierten alten Damen über das Kopfsteinpflaster flanieren durften, gaben noch 13 altgediente Arbeitspferde aus der Traktorenfraktion ihr Stelldichein in der Fauststadt.

Das älteste "Schätzchen" war ein Dixi Cabriolet Eisenach (1931), dicht gefolgt vom ersten BMW überhaupt, dem DA2 aus Eisenach (1931) und einem Ford Model A von 1931. Auch eher ungewöhnliche Fahrzeuge waren zu bestaunen, so ein VW Käfer mit sage und schreibe 221 PS und zwei Krankenfahrstühle aus der ehemaligen DDR, die Kriegsversehrte dank Handsteuerung fahren konnten.

Trotz wenig frühlingshaften Wetters säumten zahlreiche Zuschauer die Hauptstraße und den Marktplatz, um die betagten Fahrzeuge zu bewundern, wie sie über das Kopfsteinpflaster der historischen Altstadt flanierten. Da ab zwölf Uhr auch die Geschäfte der Staufener Einzelhändler ihre Pforten für einen verkaufsoffenen Sonntag öffneten, konnten sich allzu durchgefrorene Besucher und Kunden in den warmen Ladengeschäften in aller Ruhe von den jeweiligen Angeboten überzeugen und shoppen gehen.

 


Badische Zeitung 11.1.2017 

von Hans-Peter Müller

Dank erfolgreicher Aktionen des Gewerbevereins

Staufen platzt aus allen Nähten

Die Aktionstage des Staufener Gewerbevereins sorgen regelmäßig für eine volle Stadt. Der Erfolg gibt dem Vorsitzenden Helmut Zimmermann recht. Dennoch will dieser sich Mitte des Jahres altersbedingt zurückziehen

Solche Probleme hätten andere Gewerbevereine gerne.Mit bewährten Konzepten und eingespielten Teams gelingt es dem Gewerbeverein Staufen immer neue Besucherrekorde für seine Aktionen zu erzielen, so dass die Stadt aus allen Nähten zu platzen droht. So war die wichtigste Nachricht von der jüngsten Halbjahresversammlung die vom Rückzug des Vorsitzenden Helmut Zimmermann, der im Juni bei der Hauptversammlung die Vereinsgeschicke in jüngere Hände legen will.

Alle Veranstaltungen im abgelaufenen Halbjahr seien so erfolgreich wie immer gewesen, berichtete Zimmermann im Winzerkeller des Weinguts Landmann. "Stages" habe eine hohe Außenwirkung. Beim verkaufsoffenen Sonntag "Fabelhaftes Staufen" im Oktober habe er die Stadt "noch nie so voll gesehen wie diesmal", ähnlich wie beim Weihnachtsmarkt und der Lichternacht, die immer beliebter werde und verstärkt auswärtige Kunden in die Stadt bringe. Angesichts dieses ungebremsten Zustroms auf die Staufener Aktionstage dürften sich die Klagen einzelner Vereinsmitglieder über die aktuelle Baustellensituation, die in der Aussprache laut wurden, relativieren.

Besonders beeindruckt zeigte sich Zimmermann von der guten Arbeit der verschiedenen Teams im Gewerbeverein, die sich um die einzelnen Aktionen kümmern. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass 180 000 Scheine Altgeld für den Weihnachtsmarkt rechtzeitig in allen Geschäften bereitlägen oder 50 000 Lose für die Lotterie zugunsten der Stiftung für den Erhalt der Altstadt innerhalb eines halben Jahres verkauft würden. Das gute Miteinander mit Stadt, Vereinen, Schulen und Kindergärten trage daneben zum Erfolg der Vereinsaktivitäten bei.

Noch in den Anfängen steckt laut Zimmermann das Städtebündnis "Die historischen Drei" mit Gengenbach und Endingen. Eine reiche Geschichte, ein historisches Stadtbild, der Weinbau und der attraktive Einzelhandel eine die drei Städte. Diese Stärken wolle man in Zukunft noch stärker betonen. Ein erster gemeinsamer Flyer ist dieser Tage erschienen, eine Internetpräsenz entsteht gerade, der Erfahrungsaustausch ist bereits angelaufen.

Seinen Rückzug vom Vorsitz, den er von 1974 bis 1978, von 1997 und 2000 und nun schon seit 2008 inne hatte, begründet Zimmermann so: "Man soll aufhören, wenn man noch selbst die Entscheidung treffen kann." Der Vorstand habe nun bis Juni genug Zeit, sich neu zu formieren. Nach den Äußerungen, die am Dienstag zu hören waren, deutet vieles darauf hin, dass Zimmermanns bisheriger Stellvertreter Wolfgang Dorst ihm nachfolgen dürfte, aber künftig noch mehr als bisher im Team erledigt werden soll.

Helmut Zimmermann wird ein gut bestelltes Feld hinterlassen, denn vieles ist bereits bis Ende 2018 geplant und gut vorbereitet. Für 2017 sind folgende Großaktionen schon festgezurrt: » Blühendes Staufen als verkaufsoffener Sonntag mit Modemeile am 2. April » Das Oldtimertreffen mit verkaufsoffenem Sonntag und wieder rund 150 historischen Fahrzeugen am 7. Mai Wein & Musik, das dreitägige Musikfestival vom 9. bis 11. Juni » Die Teilnahme als Sponsor bei Stages, der Zeitreise, vom 15. bis 17. September » Fabelhaftes Staufen, der verkaufsoffene Sonntag am 1. Oktober Der Altstaufener Weihnachtsmarkt am 9. Dezember Lichternacht am 15./16. Dezember

Der Gewerbeverein Staufen hat derzeit 166 Mitglieder, von denen 85 der Werbegemeinschaft angehören. Neu dabei sind Thai Smile, Classic Shoes, Metzgerei Winterhalter und der Grunerner Dorfladen

 


Badische Zeitung 12.12.2016 

Die Fauststadt im Lichterglanz

Abendlicher Bummel in stimmungsvoller Atmosphäre.

Glühwein, Grillgut, Lichterschmuck – mit Einbruch der Dunkelheit verwandelte sich die Altstadt am Freitag und Samstag wieder in ein funkelndes Zauberreich. Die vom Gewerbeverein Staufen organisierte Lichternacht lud zum fünften Mal in Folge zu einem Einkaufserlebnis in stimmungsvoller Atmosphäre. Im flackernden Schein der Feuerschalen präsentierten die festlich dekorierten Geschäfte ihre weihnachtlichen Geschenkideen. Auch das Christkind nahm an der Weihnachtspoststelle die gemalten Wunschzettel der Kinder entgegen. "Playmobil, Ponyhof – und Babys" waren die beliebtesten Weihnachtswünsche der Mädchen, wie das Christkind verriet. Und einem besonders neugierigen Naseweis verriet es auch, wie alt das Christkind ist: "So alt, dass man denkt, die Sterne werden jünger ..." Nur gut, dass es da noch himmlischen Beistand von zwei Engeln hatte, die an die Besucher ihre Wichtelgutscheine verteilten, die in den Geschäften eingelöst werden konnten. Auf dem Marktplatz fieberten die Kinder bei der Freiburger Puppenbühne mit, wie es dem Kasperle und seinen Freunden gelingt, der bösen Zauberin das gestohlene Weihnachtsgeschenk wieder abzunehmen. Weihnachtsgeschichten für alle Altersgruppen gab es auch im Vorlesezimmer zu hören. Die Gastronomie und einige Stände sorgten für kulinarische Weihnachtsgenüsse und es gab auch einen Raum, in dem Eltern und Kinder sich aufwärmen und spielen konnten


Badische Zeitung 12.09.2016 

Nicht auf den Erfolgen ausruhen

Staufener Gewerbeverein zieht Bilanz / Vorsitzender kündigt neue Projekte an / Handel als möglicher Arbeitsplatz für Flüchtlinge.

Von Nikola Vogt

STAUFEN. "Wir sind zwar gut, aber wir dürfen nicht einschlafen." So lautete das Resümee von Helmut Zimmermann, dem Vorsitzenden des Staufener Gewerbevereins, bei der jüngsten Mitgliederversammlung. Insbesondere die wachsende Veranstaltungskonkurrenz aus dem Umland müsse man im Auge behalten, befand Bürgermeister Michael Benitz. Einen Fokus warfen Staufens Gewerbetreibende an diesem Abend außerdem auf das Thema Integration durch Arbeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeit für Flüchtlinge Dafür war ein Gast zur Sitzung ins Weingut Landmann gekommen: Stephanie Glockner arbeitet seit 1. Februar als Integrationsbeauftragte der Stadt Staufen. Sie gab den Mitgliedern des Gewerbevereins Hinweise für die Beschäftigung von Flüchtlingen an die Hand. "Arbeit soll Flüchtlingen helfen, Deutsch zu lernen und sich zurecht zu finden", sagte Glockner. Ob ein Flüchtling eine Arbeit aufnehmen darf, hängt unter anderem von seinem Aufenthaltsstatus ab. Welche Unterschiede es zwischen einer Aufenthaltsgestattung, einer Aufenthaltserlaubnis und einer Duldung gibt und wie die entsprechenden Dokumente aussehen, zeigte Glockner der Versammlung anhand einer Präsentation. Außerdem bot sie ihre Hilfe bei Fragen an. "Wenn Sie unsere Flüchtlinge mit Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten unterstützen können, machen Sie das", forderte Michael Benitz die Gewerbetreibenden auf. 242 Flüchtlinge leben aktuell in Staufen.

Neue Projekte Helmut Zimmermann beleuchtete bei seinem Veranstaltungsrückblick auch zwei neue Projekte. So ist Staufen im vergangenen Januar ein Bündnis mit den Städten Gengenbach und Endingen eingegangen. Ziel des neuen Städtebündnisses unter dem Titel "Die Historischen Drei" ist es, Kräfte zu bündeln, voneinander zu lernen und gemeinsam eine Marke zu schaffen. Eine der ersten Aktionen in dem Bündnis war Staufens Teilnahme an der Veranstaltung "Blühendes Endingen" im März. "Wir waren mit zwei Ständen vertreten und haben Staufener Wein verkauft", berichtete Zimmermann. Ähnliches sei eigentlich auch für das Gengenbacher Weinfest angedacht gewesen, "aber das findet zeitlich zu Stages in Staufen statt. Deshalb können wir nicht vor Ort sein", so Zimmermannt. Ebenfalls neu in diesem Jahr ist die große Stiftungs-Lotterie, deren Erlöse den Rissegeschädigten zu Gute kommen. "Die Spendenbereitschaft der Händler war enorm", lobte Zimmermann. Benitz ergänzte, dass vier Fünftel der Lose mittlerweile verkauft seien. Das entspreche rund 40 000 verkauften Losen in drei Monaten. "Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen und bis Jahresende alle Lose weg sind", so Benitz. Er bezeichnete die Lotterie als "letzte große Aktion für die Staufen-Stiftung" – denn sie koste Geld, Kraft und Zeit.

Attraktive Innenstadt Mit Fotos aus anderen Gemeinden präsentierte Helmut Zimmermann seinem Gewerbeverein, der 164 Mitglieder zählt, Beispiele für eine ge- oder misslungene Innenstadtgestaltung. So könne man von anderen Städten lernen oder aber deren Fehler vermeiden. Das geht natürlich auch andersherum. So habe sich Trier bei einem Besuch in Staufen etwas abgeguckt: "Da stehen jetzt unsere Blumenkübel", sagte Zimmermann. In Staufen seien es verschiedene Faktoren, die eine attraktive Innenstadt ausmachten. Hierzu zählten der Denkmalschutz, die Stadtbildsatzung, ein hochwertiges Sortiment in den Geschäften und keine "Billig-Ketten", ein kulturelles Angebot, ein aktives Gewerbe sowie die Fußgängerzone. Autos in Letzterer sorgten jedoch wieder für einigen Unmut in der Sitzung.

Autos in der Fußgängerzone Vor allem die Fahrzeuge von Handwerkern in der Fußgängerzone sind es, über die sich einige Mitglieder des Gewerbevereins ärgern. Vor manchen Geschäften werde den ganzen Tag über geparkt, ohne dass es überhaupt notwendig sei, dass die Fahrzeuge dort stundenlang ständen. Benitz beschwichtigte. Momentan – auch durch die Risse – müsse in der Innenstadt nun einmal viel repariert werden. "Das nervt, aber das muss sein", sagte der Bürgermeister. Wenn man die Handwerker anspreche und auf das Problem mit den geparkten Autos aufmerksam mache, könnten meist auch Lösungen gefunden werden.


Badische Zeitung 23.05.2016

Sommerauftakt nach Maß

Wein und Musik in Staufen

Wie der Sommer in Staufen klingt und schmeckt, das ließ sich beim Festival Wein und Musik des Gewerbevereins Staufen hören und kosten. An drei Tagen gab es kulinarische und akustische Kostproben vom Feinsten.

Milde Temperaturen lockten schon am Freitagabend viele Besucher in die Altstadt, um bei einem Glas Wein in geselliger Runde der Musik von drei Bühnen zu lauschen. Die Bands XX Cult, Funrise und Soul Sisters Blond verführten mit einer Mischung aus kultigen und aktuellen Coversongs zum Tanzen und Mitwippen – jede mit einer eigenen unverwechselbaren Note. Auf Verführung aus waren auch die Staufener Winzer und Gastronomen: Zwischen Marktplatz und Weinbrunnen buhlten sie an 25 Ständen mit edlen Tropfen, fruchtigen Bowlen, angesagten Cocktails und feinen Imbissen um die Gunst der Festbesucher.

Was die Jugend bewegt, zeigte die erste Street Show am Samstag. Jugendliche aus Staufen und Umgebung, darunter die Formation Jokers aus dem Juze, tanzten und rappten, rockten und sangen. Da wurden auch sozialkritische Texte vorgetragen, und drei junge Gambier aus der Flüchtlingsunterkunft nutzten die Bühne, um sich mit groovigen Rhythmen für die herzliche Aufnahme zu bedanken.

Die Rockveteranen der Band Tabasco spielten sich am Weinbrunnen warm, die Constellation Big Band schwang sich zu solistischen Höhenflügen auf, die Nice Time Band lockte mit Musik für Herz und Ohren in einen malerischen Innenhof. Für viele tanzende Füße auf dem Pflaster sorgten die Ballroomshakers mit stilechtem Rock’n’ Roll der 40er und 50er Jahre. Und so war es beileibe nicht nur das Wetter, sondern die gelungene Mischung aus Musik und Genuss, die das diesjährige "Wein und Musik" zum großen Erfolg machten. Ein Sommerauftakt nach Maß.

 


 Badische Zeitung 4.04.2016

Modemeile wirkt wie ein Magnet

Bei sonnigem April-Wetter zieht das "Blühende Staufen" mit verkaufsoffenem Sonntag zahlreiche Besucher an.

STAUFEN. Hier eine Narzisse, da eine Forsythie, dort ein Stiefmütterchen: Die Fauststadt hat sich von Kopf bis Fuß auf Frühling eingestellt – nicht zuletzt dank des Staufener Gewerbevereins, der die Altstadt neben Mutter Natur liebevoll mit Blumenschmuck verschönert hatte. Von so viel Farbenpracht angelockt, ließ sich zum verkaufsoffenen Sonntag "Blühendes Staufen" sogar die Sonne blicken

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Die Sonne machte Lust auf frische Frühjahrs- und Sommermode, die gleich zweimal am Sonntagnachmittag auf einem großen Laufsteg präsentiert wurde. Bei der Modemeile, organisiert von Gabriele Thoma und moderiert von Kerstin Osygus, konnten sich die zahlreichen Besucher über neue Modetrends informieren. Die Temperaturen waren angenehm – ein Umstand, den besonders die Models begrüßt haben dürften, die gleich zu Beginn das richtige Outfit für Strand, Baggersee oder Schwimmbad präsentierten.

Ob Männer-, Damen- oder Kindermode, ob Trachten oder Bikinis – der perfekt in Szene gesetzte Event direkt vor dem Rathaus ließ keine Wünsche offen, zumal dieses Jahr mehr Geschäfte teilnahmen als in anderen Jahren. Fast eine Stunde lang bewegten sich die Models zu fetziger Musik gekonnt auf dem Laufsteg um den Marktbrunnen herum, warfen sich mit strahlendem Lächeln in Pose und zeigten sich und die Frühjahresmode von der schönsten Seite.

Für jeden Geschmack war etwas dabei: lässig und feminin, pastellfarben und schwarz, sportlich und elegant, dazu die passenden Sonnenbrillen, Schals, Hüte und Schmuck in Hülle und Fülle. Mit der auf dem Laufsteg gezeigten Unterwäsche aus den USA gab es auch Anregungen für ein geschmackvolles Darunter. Das alles sieht natürlich an einem formvollendeten Körper am besten aus, weshalb es auch – quasi als Motivationsschub – Sportbekleidung zu sehen gab. Das Schöne daran: Die Lieblingsstücke konnten am Sonntag gleich erworben werden, schließlich hatten rund hundert Staufener Einzelhandelsgeschäfte zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Wer eine Auszeit brauchte, konnte sich entweder an Imbiss- und Getränkeständen oder in den Cafés und Restaurants verwöhnen lassen, wovon die Besucher auch reichlich Gebrauch machten. Allerdings bedurfte es schon eines Quäntchen Glücks, einen freien Platz zu ergattern, erwies sich die schon seit Jahren erfolgreiche Veranstaltung des Staufener Gewerbevereins doch erneut als Besuchermagnet


Badische Zeitung 26.01.2016

Drei Städte wollen Marke schaffen

Gengenbach, Endingen und Staufen besiegeln Städtebündnis "Die Historischen Drei" 
Voneinander lernen, gemeinsam stark sein
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Die Städte Gengenbach, Staufen und Endingen machen ab sofort gemeinsame Sache. Am Montag unterzeichneten die Bürgermeister im historischen Ratssaal von Endingen die Urkunde fürs neue Städtebündnis "Die Historischen Drei". Die drei aktiven und attraktiven Kleinstädte wollen ihre Kräfte bündeln, voneinander lernen und gemeinsam eine Marke schaffen.
Die drei Städte verbindet vieles. Alle drei haben eine reiche Geschichte, ein historisches Stadtbild, ein reiches kulturelles Leben und Potenzial in Sachen Tourismus. Den Anstoß zum jetzt besiegelten Städtebündnis lieferte allerdings eine andere Gemeinsamkeit. Alle drei Kleinstädte sind von einem regen Gewerbe und Einzelhandel geprägt. Genau das brachte Wolfgang Koch aus Endingen bereits vor Jahren auf die Idee, eine Kooperation anzustoßen. Der in Sachen City- und Eventmanagement stark engagierte Buchhändler und kreative Kopf der Endinger Gewerbe- und Handelsvereinigung erkannte große Chancen für die vergleichbaren Kleinstädte durch Kooperation und Erfahrungsaustausch. In Gesprächen – zuerst im kleinen Kreis, dann zwischen den Gewerbevereinen – reifte die Idee heran. Koch: "Wir stellten fest, dass es auch menschlich passt mit den handelnden Personen." Nicht nur bei den Gewerbetreibenden, sondern auch bei den Bürgermeistern rannte Koch offene Türen ein.
Ähnlich, aber nicht gleich – so lautet die Formel für den angestrebten gemeinsamen Erfolg. Die Innenstädte zählten zu den Schönsten in Baden, betonte Koch am Montag bei der Präsentation des Konzepts für das Städtebündnis. Alle drei Städte hätten ein großes touristisches Potenzial, das durch aktive Zusammenarbeit noch verstärkt werden könne. Man sei nah beieinander, aber doch weit genug voneinander weg, um nicht zu unmittelbar in Konkurrenz zueinander zu stehen.
Das gilt auch in Sachen Weinkultur. Hier biete sich die Verbindung von Ortenau, Kaiserstuhl und Markgräflerland an – mit Riesling, Burgunder und Gutedel.
Gemeinsam sei allen drei Städten auch eine gesunde Einzelhandelsstruktur. Hier berge der Erfahrungsaustausch für die Zukunft große Chancen. Auch bei der Kultur biete sich ein Austausch an.
Gengenbachs Bürgermeister Thorsten Erny zeigte sich begeistert von Kochs Ideen und Visionen. Jeder der drei gleichberechtigten Partner habe Patentrezepte für eigene Stärken gefunden, wovon alle profitieren könnten. Die ehemals freie Reichsstadt Gengenbach mit rund 11 000 Einwohnern sei heute als wichtiger Schulstandort geprägt von vielen jungen Menschen, habe aber verglichen mit Endingen Nachholbedarf bei der Wirtschaft, betonte Erny mit Verweis auf die Herausforderung, das brachliegende Hukla-Areal zu entwickeln. Er freue sich auf die Partnerschaft und alles, was daraus entstehe.
"Das passt", zeigte sich auch Staufens Bürgermeister Michael Benitz überzeugt von der Idee des Städtebündnisses, auch wenn die Fauststadt beim Tourismus schon mit dem Münstertal kooperiere.
"Drei Perlen des Südens" Staufen hat rund 7700 Einwohner, pro Jahr 145 000 Übernachtungen und rund eine Million Tagesgäste. Die Vernetzung mit Endingen und Gengenbach biete die Chance, gemeinsame Stärken auszubauen und den Gästen Alternativen zu den Metropolen der Region zu bieten. Für Ingo Fuchs, Vorsitzender der G & H Endingen, ist das Bündnis eine moderne Art der Städtepartnerschaft. Es gelte, die "drei Perlen des Südens" zu einem Schmuckstück zu machen. "Jeder hat etwas, wovon die anderen lernen können." Das Logo für den gemeinsamen Auftritt kreierte die Endinger Grafikerin Monika Hauser: drei Silhouetten mit markanten Gebäuden der "Historischen Drei".
Erstes konkretes Projekt soll ein Faltblatt werden mit ausgewählten Terminen in allen drei Städten. Außerdem werden die jeweiligen Partner bei Veranstaltungen präsent sein. Als weitere Stichwörter zu Projekten fielen am Montag gemeinsame Stadtführer, Radtouren von einer Stadt zur nächsten, die Vernetzung der Partnerstädte Erstein und Obernai, Synergien durch gemeinsame Buchungen für Kulturevents oder auch gemeinsame Weinangebote. Auch im Kleinen böten sich immer wieder Ansatzpunkte zur Kooperation, so Bürgermeister Schwarz. Auf die besiegelte Zusammenarbeit stießen die Bürgermeister und die Vertreter von Gewerbe und Tourismus aller drei Städte mit Gutedel vom Staufener Schlossberg, Grauburgunder vom Kiechlinsberger Ölberg sowie zwei Rieslingen der Gengenbacher Winzer an. Danach ging’s zum gemeinsamen Essen.

 


 Handelsverband verleiht Stadtmarketing-Preis 2015

23. November 2015

Aalen, Ravensburg und Markgröningen – diese Städte erhalten heute in Stuttgart den Stadtmarketing-Preis Baden-Württemberg 2015. Der Staatssekretär im Finanz- und Wirtschaftsministerium, Peter Hofelich MdL, überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit Handelsverbandspräsident Horst Lenk an die Sieger.

Für ihre herausragenden Wettbewerbsbeiträge wurden die folgenden Endrundenteilnehmer geehrt (in alphabetischer Reihenfolge): Bad Saulgau, Calw, Crailsheim, Esslingen am Neckar, Mosbach, Mühlacker, Nagold, Pfullendorf, Plochingen am Neckar, Radolfzell am Bodensee, Staufen im Breisgau und Tuttlingen.

 

 

 

 

 


Badische Zeitung 5. Oktober 2015 

Außerirdische und Dinosaurier

Der Einkaufssonntag in Staufen wird zum fabelhaften Vergnügen mit internationalen Stelzenartisten.

STAUFEN. Es war wie eine Invasion Außerirdischer als die I-Puppets am Sonntag plötzlich durch die Staufener Altstadt geisterten. Sie sahen aus wie von einem anderen Stern, diese intergalaktischen Gliederpuppen mit ihren blinkenden Glupschaugen. Größer konnte der Kontrast nicht sein – einerseits die mittelalterliche Kulisse der Fauststadt mit ihren historischen Fassaden und dann die futuristischen Figuren. Während die I-Puppets noch in der Menge badeten, flattern durch die Struve-Passage schon die Colors mit ihren wallenden Roben. Voller Anmut schwebten sie durch die Gassen und bezauberten das Publikum mit ihren Pirouetten. Unterdessen hatten sich vor der Rathausfassade gigantische urzeitliche Dinosaurier, die am Vorabend schon aus den Niederlanden angereist waren, postiert und warteten nur darauf, sich vom staunenden Publikum streicheln zu lassen. Denn so furchterregend sie auch aussahen, die Stelzenkünstler, die der Gewerbeverein unter Leitung von Helmut Zimmermann für den verkaufsoffenen Sonntag unter dem Motto "Fabelhaftes Staufen" engagiert hatte, sie erwiesen sich allesamt als harmlos. Da konnten die komischen Straußenvögel namens Struzzi noch so piepen und mit ihren großen Schnäbeln nach den Gläsern auf den Biertischen greifen – die Gäste merkten gleich: Die wollen doch nur spielen. Nur auf die langen Kerle, Les Big Brozeurs, mussten die Gäste ein wenig Warten. Sie hatten sich im Stubenhaus versteckt, bevor sie sich dann den Weg durch Städtle bahnten, was gar nicht so einfach war bei dem Gedränge. Die Stelzenfüße hatten die Brozeurs diesmal mit Gummistiefeln kaschiert, und eine Hydraulik, so ließen sie wissen, haben sie nicht im Nacken um ihre langen Hälse auszufahren, das bewältigen sie mechanisch – sehr zum Vergnügen der Besucher, die aus allen Himmelsrichtungen in die Fauststadt strömten. Auf der Nordosttangente staute sich der Verkehr bis zum Kreisel der Bad Krozinger Umfahrung. Und im Gaisgraben waren alle Plätze belegt. Wer es bis hier geschafft hatte, der konnte bequem mit dem Gratis-Shuttlebus ins Zentrum gelangen. Dort galt der Ansturm auch den zahlreichen Fachgeschäften, die am Nachmittag geöffnet hatten, und sich mit Bekleidungstrend für die Herbst- und Wintersaison sowie Accessoires, Souvenirs, Antikem, Spielzeug, Schönem und Nützlichem eingedeckt hatten. Genussreiche Momente boten am Einkaufssonntag in Staufen auch die Bewirtungsstände und die Winzer und Gastronomen, die ihren Besuchern bei strahlendem Sonnenschein Logenplätze bieten konnten für das fabelhafte Spektakel. Gewerbevereinschef Helmut Zimmermann zeigte sich denn auch mehr als zufrieden über die gigantische Resonanz

 


Badische Zeitung 1. Juni 2015 

Volle Gläser, satter Sound

Wein & Musik in Staufen.

Einen Auftakt nach Maß legte Wein & Musik in Staufen auch 2015 hin, nämlich mit wolkenlosem Himmel und sommerlichen Temperaturen. Volle Gläser an der Bar und volles Rohr aus den Lautsprechern – eine unschlagbare Kombination, organisiert vom Gewerbeverein, die wieder Tausende in die Staufener Innenstadt pilgern ließ und für gute Laune garantierte. Die gestandene Crew der Liverpool Beats heizte den Besuchern am Weinbrunnen mit bodenständigem Bluesrock ein, während die drei Freiburger von Boogie Connection mit Blues, Boogie und Soul die Finger zum Schnippen brachten. Um 20.30 startete dann auf dem Kronenplatz die Beachparty mit den Barons. Stilecht in Hawaiihemden gewandet, baten die Californian Boys mit "Bar bar bar bar Barbar Ann ..." (Beach Boys) ihre sehnlichst erwartete Barbara aus dem Publikum auf die Bühne. Barbara hieß zwar eigentlich Susanne, kannte sich aber bestens mit dem Tamburin aus. Jung und frisch verwandelte die Regio-Formation Funrise am Samstag Staufens Kopfsteinpflaster zum Tanzboden. Nicht mehr ganz so taufrisch, aber noch voller Dynamik rockten die Partyknaller der Morenas Reloaded den Marktplatz, die schon vor 40 Jahren durch die Region tourten.

 

Zu später Stunde gab es gar noch ein Wiedersehen mit Udo Jürgens – zumindest mit seinem Alter Ego Hubby Sherhag und der Band Sahne Mixx, die in blütenweißen Anzügen das Lebenswerk von Udo Jürgens in seiner ganzen musikalischen Bandbreite interpretierten. Schwungvoll begann auch der Sonntag mit dem Musikverein Grunern und der Stadtmusik Staufen, die einen weiteren Tag mit Wein & Musik einläuteten.

  

 


 

Badische Zeitung 5. Mai 2015 

Oldies but Goldies – mit und ohne Verdeck

168 Oldtimer reisen zum verkaufsoffenen Sonntag in Staufen an.

STAUFEN. Der kleine Wackeldackel auf der Hutablage war gut beraten, das Auto nicht zu verlassen, denn weder Zuschauer noch Oldtimer blieben am gestrigen Sonntag vom Regenguss verschont. Dennoch fanden sich wieder zahlreiche Freunde und Bewunderer historischer Fahrzeuge in Staufen ein. Die vom Gewerbeverein Staufen organisierte Veranstaltung wurde wie stets von vielen Fahrerinnen und Fahrer aus der Regio, dem Elsass und der Schweiz als willkommene Gelegenheit wahrgenommen, um sich im romantischen Ambiente der Staufener Altstadt zu treffen und sich mit Gleichgesinnten und Fans aus dem In- und Ausland auszutauschen und zu fachsimpeln. Doch bevor die auf Hochglanz polierten alten Damen über das Kopfsteinpflaster flanieren durften, gaben noch einige altgediente Arbeitspferde aus der Traktorenfraktion und ein paar historische Feuerwehrfahrzeuge ihr Stelldichein in der Fauststadt

168 Oldtimer hatten mit röhrenden Motoren ihre Visitenkarte in der Stadt abgegeben, eine grüne Umweltplakette suchte man bei den alten Herrschaften wohl vergebens. Die brauchten allerdings zwei Herren auf dem historischen Laufrad nun überhaupt nicht, allenfalls einen Regenschirm, um Frack und Zylinder vor dem zunehmend einsetzenden Regen zu schützen. Da hatten es die Damen, Herren und sogar einige mitgereiste Haustiere – so ein lebendiger Wackeldackel – unter dem schützenden Dach ihres Oldtimers besser. Bei den zahlreich vertretenen Cabrios konnte so auch wieder einmal das Verdeck auf seine Regendichtigkeit überprüft werden. Das älteste "Schätzchen" auf der Parade war ein amerikanischer Ford T Coupé, Jahrgang 1924, altersmäßig dicht gefolgt von einem Donnet Zedel G1 Jahrgang 1925 sowie einem Eisenach Dixi Cabriolet 1928. Mit der Startnummer 66 war im Im Bitter CD, Jahrgang 1978, der Konstrukteur gleichen Namens höchstpersönlich im Fond vertreten. Ein Blickfang waren auch die Messerschmitt-Kabinenroller und die BMW Isetta, die mit sagenhaften 10 PS durch die Altstadt tuckerten. Dem Vernehmen nach schaffen die alten Damen bei Rückenwind noch locker ihre 90 Stundenkilometer und lassen sich – in Abhängigkeit vom Eigengewicht des Fahrers – auch von so manchem Berg nicht aus der Spur bringen.

 


 

Badische Zeitung 23. März 2015 

Zarte Farben, kühler Wind

"Blühendes Staufen" in der Fauststadt lockt viele Besucher an.

STAUFEN (hjk). Noch nicht so ganz auf luftige Frühjahrs- und Sommermode eingestellt zeigte sich das Wetter am gestrigen Sonntag. Ganz im Gegenteil zu den zahlreichen Besuchern, die zur Veranstaltung "Blühendes Staufen", veranstaltet vom Gewerbeverein, gekommen waren, um zu sehen, was Mann, Frau und Kind in der kommenden warmen Jahreszeit so trägt.

Entsprechend groß war der Andrang rings um den Laufsteg, der erstmals auch um den Staufener Marktbrunnen herum aufgebaut worden war. Unter den wachsamen Augen des kleinen Wappenträgers präsentierten dort gleich zweimal 20 Models die neuen Modetrends, jeweils moderiert von Kerstin Osygus. Angesagt sind pudrige Pastell-Farben – sowohl bei der Bekleidung als auch bei den Schuhen. Dazu wurden passende Accessoires vorgestellt. Besucher, die am einen oder anderen Outfit Gefallen gefunden hatten, mussten mit dem Kauf nicht bis zum Montag warten: Die Geschäfte waren am Sonntag bis um 18 Uhr geöffnet. Jetzt fehlt nur noch das passende Wetter, damit die Neuerwerbungen auch richtig zur Geltung kommen.

 


Badische Zeitung 3. März 2015 

Fußgängerzone wirklich autofrei sein

Gewerbeverein Staufen will feste Lieferzeiten / Nach zehn Jahren gibt Anton Brender das Amt des Rechners an Bernhard Hirt ab.

STAUFEN. Zehn Jahre lang war Sparkassenmitarbeiter Anton Brender Finanzchef des Staufener Gewerbevereins. Mit dem Erreichen des Pensionsalters hat er sein Amt nun abgegeben. Als Nachfolger trat Bernhard Hirt im Gewerbevereinsvorstand an. Der neue Rechner ist ebenfalls Sparkassenmitarbeiter. "Das ist bei uns so Tradition", sagte Gewerbevereinschef Helmut Zimmermann bei der Neubesetzung während der Mitgliederversammlung. Langeweile kommt bei Anton Brender indes nicht so bald auf. "Zusammengerechnet mit meiner Rechnertätigkeit für andere Vereine wie der Risse-Initiative, der Europa-Union, dem Pfarrgemeinderat St. Trudpert, der Akkordeongruppe Münstertal oder der Festgemeinschaft Laurentiusfest sind 100 Jahre Ehrenamt voll", sagt er. Das Zahlenwerk, das er seinem Nachfolger beim Gewerbeverband übergebe, sei geordnet, die Werbegemeinschaft verfüge über einen guten Grundstock. Auf viel Arbeit müsse Hirt sich jedoch trotzdem einstellen. "Entschädigt wird man jedoch durch den Erfolg", so Brender. Darüber hinaus habe ihm die Arbeit auch deshalb einen "Riesenspaß" gemacht, weil sie im Vorstand von Harmonie und Vertrauen getragen gewesen sei. Auch für das Jahr 2015 hat sich der Staufener Gewerbeverein einiges vorgenommen. Zum einen soll die Fußgängerzone nun endlich eine echte Fußgängerzone werden – seit Jahren ein Dauerthema. Nach wie vor plagt den Staufener Verkehrsverein der Verkehr im Zentrum. Jetzt stellt der Gewerbeverband nun einen Antrag zur Einführung von Lieferverkehrszeiten. Demzufolge sollen Lieferungen in der Fußgängerzone künftig werktäglich in der Zeit von sechs bis elf Uhr sowie abends von 18 bis 21 Uhr möglich sein. Dem stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit zu. Zurückgestellt wurde jedoch das Vorhaben, die Zufahrt mit automatischen Pollern (zum Stückpreis von 500 Euro) zu regulieren. "Dies sollte noch etwas konkreter ausgearbeitet, und dann den Mitgliedern erneut vorgestellt werden", so Helmut Zimmermann, der sich auch seit Jahren um einheitliche Öffnungszeiten der Staufener Händler bemüht, von denen aktuell 164 zum Gewerbeverein gehören, 84 davon in der Werbegemeinschaft, darunter neuerdings auch der DM-Markt, der sich Ende vergangenen Jahres im Gewerbegebiet Gaisgraben ansiedelte. Die Geschäfte der Werbegemeinschaft sind an einem neuen Aufkleber an den Schaufenstern erkennbar, darüber hinaus werden deren Daten direkt in der Staufen-Guide übernommen. Dieser liegt, dank finanzieller Unterstützung des Fremdenverkehrsverbandes "Ferienregion Münstertal/Staufen" auch in englischer Version vor, und soll – wenn es nach Bürgermeister Michael Benitz geht – auch noch ins Französische übertragen werden, was für den Gewerbeverband eine reine Kostenfrage darstellt. Mit einem verkaufsoffenen Sonntag starten die Staufener Einzelhändler in diesem Jahr am 22. März unter dem Motto "Blühendes Staufen mit Modemeile" in die Saison. Es sollen zwei Modenschauen stattfinden, um 14 und um 16 Uhr. Der Grabentag ist auf den 25. April terminiert. 40 Teilnehmer sind bereits angemeldet für den Oldtimersonntag am 3. Mai. Die Einfahrt der Oldtimer ist für 11 Uhr geplant, während die Geschäfte von 12 bis 17 Uhr geöffnet sein werden. Für die Veranstaltung "Wein und Musik" am Wochenende vom 29. bis 31. Mai liegen auf Helmut Zimmermanns Schreibtisch schon die meisten Verträge der beteiligten Musikgruppen vor: "Nur einer fehlt noch." Die Auftritte der Bands am Sonntag sollen jedoch heuer bis 19 Uhr begrenzt werden. Neu hinzu kommt im Veranstaltungskalender die Aktion "Staufen Art" im Juni, an der sich der Gewerbeverein nach Zimmermanns Worten auf Anfrage der Veranstalter gerne beteiligt, sowohl bei organisatorischen als auch versicherungstechnischen Fragen.

 


 

Badische Zeitung 30. September 2014 

Staufener Gewerbeverein stellt Programm vor

 Helmut Zimmermann steht weiterhin an der Spitze / Am kommenden Sonntag findet "Fabelhaftes Staufen" statt.  

 

Der neue (und alte) Vorstand des Gewerbevereins: Helmut Zimmermann (rechts), Nathalie Thiel und Wolfgang Dorst. Foto: Markus Dold

STAUFEN. Helmut Zimmermann steht weiterhin an der Spitze des Staufener Gewerbevereins. Die Vertreter der aktuell 176 Mitgliedsbetriebe (bei drei Neuzugängen und zwei Abgängen) bestätigten ihn im Winzerkeller in geheimer Wahl einstimmig für weitere drei Jahre in seinem Amt. Neuer Stellvertreter ist Schreinermeister Wolfgang Dorst in der Nachfolge von Floristin Ulla Spang. Neue Schriftführerin ist Nathalie Thiel, Geschäftsstellenleiterin der Volksbank Staufen, Zweigstelle Münstertal. André Scheifele und Nikolaus Schneider sind jetzt Beisitzer.

Aktuell bereiten die Staufener Gewerbetreibenden sich auf den verkaufsoffenen Sonntag am 5. Oktober vor. Unter dem Motto "Fabelhaftes Staufen" erwartet die Besucher wieder spektakuläre Stelzenkunst. Die Geschäfte im Zentrum öffnen ihre Türen in der Zeit von 13 bis 18 Uhr.

Das Event Blühendes Staufen mit der Modemeile im Frühjahr, wofür wieder Blumenschmuck und Blumenkübel angeschafft worden sind, zog viel Publikum ins Städtchen. "Das war eine gelungene Veranstaltung", bilanzierte Helmut Zimmermann und setzt für den Oldtimer-Sonntag und das Ereignis "Wein & Musik" noch eins drauf: "Die liefen sehr gut." Das Oldtimertreffen ist mittlerweile so beliebt: Mehr als 130 Anmeldungen lagen vor, hinzu kamen Spontanteilnehmer, es mussten sogar einige Fahrer abgewiesen werden. "Natürlich war es eine gelungene Veranstaltung mit tollen Autos", sagte Helmut Zimmermann – und ließ am Rande wissen, dass "die Oldtimerorganisatoren in Waldkirch ihr parallel geplantes Fest kurzfristig abgesagt hatten".

Auch bei "Wein & Musik" sei die Stadt drei Tage lang "so voll gewesen wie noch nie." Nur beim Ausschank wünschte Helmut Zimmermann sich noch etwas mehr Disziplin in Bezug auf die Präsenz.

Als schönes Fest bezeichnete er auch den Grabentag mit dem Flohmarkt unter der Regie von Ulla Spang und Wolfgang Traub, und beim ersten Rückblick die Stages, die vom Faust e.V. seit diesem Jahr komplett selbst organisiert werden, gab Zimmermann eine Zusage des Gewerbevereins für eine Unterstützung, falls der finanzielle Rahmen überschritten werde. Rund 100 000 Euro investierte der Staufener Gewerbeverein im vergangenen Jahr in Projekte in der Stadt, etwa für eine neue Beschilderung, für neue Sitzgelegenheiten, für Blumenschmuck oder für den Staufen-Guide, einer App für das Smartphone, die Zimmermann zufolge nun auch noch auf Englisch erscheinen soll. Das ist auch aus Sicht von Bürgermeister Michael Benitz eine gute Idee, der die gute Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein lobte.

86 Mitglieder gehören derzeit der Werbegemeinschaft innerhalb des Gewerbevereins an, und sie sind es, die mit ihrem zusätzlichen finanziellen Beitrag und mit persönlichem Engagement zu den Veranstaltungen beitragen. Für die Herbst- und Wintersaison stehen noch einige Anschaffungen an: Neue Lichterketten müssen her, und wenn schon, dann in LED. Bestellt sind bereits 50 Weihnachtsbäume, denn der Winter kommt bestimmt, und damit auch das Altstaufener Weihnachtsgeld sowie der Weihnachtsmarkt, der am 6. Dezember "wieder schöner werden soll als die Märkte in den Umlandgemeinden", und eine Lichternacht. Bis dahin will der Gewerbeverein sich auch nochmal an den Dauerthemen Autoverkehr im Städtle und den Öffnungszeiten abarbeiten. Im Gewerbegebiet tue sich derzeit ebenfalls einiges: Gaisgraben III wird als Gewerbegebiet entwickelt, Interessenten sollten sich melden. Und im einstigen Edeka-Markt wird Mitte Oktober ein DM

 


Badische Zeitung 16.Juni 2014

Cooler Sound bei kühlen Getränken

Wein & Musik.

Sommerfeeling pur war am Freitagabend bei Wein & Musik, veranstaltet vom Gewerbeverein, in Staufen angesagt. 

Die Temperaturen stiegen auf Rekordhöhe, Getränke fanden reißenden Absatz. Eigentlich fehlte nur noch der Sandstrand, dann wäre das Karibikfeeling perfekt gewesen. Stürmisch zu ging’s dann am Samstag und Sonntag – nicht nur wegen des enormen Besucherandrangs: Immer wieder fuhr ein ordentlicher Windstoß durch die Fauststadt und sorgte für Abkühlung. Auf drei Bühnen – am Weinbrunnen, auf dem Marktplatz und auf dem Kronenplatz zeigten diverse Gruppen, was sie musikalisch so drauf haben. Die Bandbreite der auftretenden Bands reicht dabei von hartem Rock bis zu den Hits von Reamonn oder der schwedischen Pop-Gruppe ABBA. Blues, Funk, Soul und Swing wurden ebenso geboten wie mitreißende Blasmusik, Walzer und Boogie. Für Stimmung war also bestens gesorgt. Auch die Musiker trugen mit launigen Sprüchen zur allgemeinen Unterhaltung bei. "Spielt nicht so laut, sonst fliegen uns die Ohren weg", meinte ein Besucher, als Airport in Rock die Instrumente stimmte. "Keine Angst, die sammeln wir nachher alle ein und geben sie euch zurück", zerstreute ein Musiker die Bedenken. Akrobatische Leistung boten die "Rock ’n’ Roller von Boppin B, die sich freuten, in der "Stadt mit den schönsten Rissen der Welt" zu spielen Stau wie zu Pfingsten auf der Autobahn herrschte dann am Samstag auf dem Kronenplatz, als ABBA 99 die Glammer- und Glitzerzeit der 70er Jahre aufleben ließ – natürlich im perfekten Outfit, das mehrfach wechselte. Mit ihrer Show machte die Coverband ihren berühmten schwedischen Vorbildern alle Ehre.


 

Badische Zeitung 14.Mai 2014

Eine App für Staufen: Die Fauststadt digital und mobil

Staufen ist stolz auf seine Geschichte, geht aber auch mit der Zeit: Unter Federführung des Gewerbevereins wurde eine App für Smartphones und Tablets gebastelt, die die Fauststadt virtuell erkunden lässt.
Der Gewerbeverein der Fauststadt wird digital und mobil: Jetzt gibt es eine "Staufen App", ein kleines Programm für Smartphones und Tablet-Computer mit großem Inhalt. Die ganze Stadt in der Hand zu haben – das ermöglicht dieses Programm, das unter Federführung des Vereinsvorsitzenden Helmut Zimmermann und mit Hilfe des Staufener IT-Unternehmens Multimedia Service Buchmann entstanden ist.

Am Anfang steht der Download. Unter dem Namen "StaufenGuide" ist die App bei iTunes und im Android-Angebot zu finden. Erstes Hindernis: Es sind 78,98 MB herunterzuladen, in vielen Teilen der Stadt kann das wegen der geringen angebotenen Bandbreite zum Geduldsspiel werden. "Aber", sagt Helmut Zimmermann, "man braucht die App nur einmal zu laden. Um sie anzuwenden, benötigt man keine dauerhafte Verbindung zum Internet. Und zweitens hoffen wir, dass viele Besucher Staufens sich die App schon zuhause herunterladen und bereits vor ihrer Ankunft virtuell in unserer Stadt spazieren gehen."

Konzentration auf die Stadt Staufen

Die Installation ist einfach wie bei jeder App. Dann öffnet sich beim Antippen des Bildschirms eine Seite mit der Staufener Burg als Blickfang und vier Kategorien: Tourismus & Handel, Veranstaltungen, Daten & Fakten und Audioguide. Hinter dem ersten Button finden sich von A wie Apotheken bis Z wie Zahnärzte Hinweise auf Gastronomie, Geschäfte und Unternehmen, aber auch auf WCs, die Elektrotankstelle und Geldautomaten. Unter Veranstaltungen sind im Moment neun Termine gelistet, aber es gibt auch schon einen Button für "Weitere Veranstaltungen in Staufen und der Ferienregion Münstertal-Staufen". Hier liegt ein erstes Potenzial für die Erweiterung der App. Weil sie vom Gewerbeverein bezahlt wurde, konzentriert sie sich auf die Stadt Staufen. Die Ferienregion mit Staufen als Zentrum umfasst jedoch mehrere Gemeinden. "Aber wir sind ja auch erst bei der Version 1.0", sagt Helmut Zimmermann lächelnd. Wichtig war es ihm, dass die Staufen App online geht, und das war schon Arbeit genug. Denn da gab es noch die Kategorie "Daten & Fakten", wo öffentliche Gebäude und Einrichtungen vorgestellt werden und wo man etwas über die Geschichte der Stadt erfahren kann – immer bebildert mit gut gelungenen Fotos. Ausbaupotential ist vorhanden

Unter "Ansprechpartner" findet sich hier übrigens auch der Gemeindevollzugsdienst mit Telefonnummer – für den Fall, dass man Kontakt mit der fürs Parken zuständigen Angestellten aufnehmen möchte. "Überhaupt sind viele Hinweise und Tipps auch für Ur-Staufener interessant", merkt Helmut Zimmermann an, "man erfährt so manches, was man möglicherweise noch nicht wusste." So zum Beispiel, dass das Stadtschloss eine Sammlung von 300.000 Fotos von Menschen und Kultur im alten Baden beherbergt. Um an diese Infoquelle zu kommen, genügt es, die Kategorie "Audioguide" anzutippen; auf der Karte, die erscheint, kann man dann eins von 27 Zielen in Staufen markieren, und während eine Dia-Schau abläuft, hört man (gesprochen von Stimm-Profis) Hinweise auf die Geschichte des gezeigten Objekts. Etwas nervig ist, dass bei eingeschaltetem GPS-Modul die App immer wieder zum Standort des Geräts springt, aber um ohne Störungen zu stöbern, kann man GPS ja auch vorübergehend abschalten.

Und ausbaufähig dürfte die App auch noch sein: Man könnte die Staufen Touristik noch stärker mit ins Boot nehmen und etwa via App über die Zimmerangebote von Privatvermietern informieren – alles eine Frage der Finanzierung. "Die jetzige Generation ist schon oft mit Handy unterwegs, ganz sicher aber wird es die nächste Generation der Touristen sein; die wollen solche Angebote." Helmut Zimmermann ist sich sicher, dass die App erfolgreich sein wird – noch mehr, wenn erst eine Version in englischer Sprache und mittelfristig auch auf Französisch vorliegt. Einen ersten Eindruck von der Staufen App gibt’s auch im Internet unter http://www.staufenguide.com


 

Badische Zeitung 6.Mai 2013

Eine glanzvolle Präsenatation

Oldtimerschow und verkaufsoffener Sonntag in Staufen.
STAUFEN. Cabriofahrer konnten endlich wieder das Verdeck zurückklappen. Diese in diesem Jahr bislang nur allzu seltene Gelegenheit nahmen beim Oldtimersonntag 2013 in Staufen zahlreiche Liebhaber alter Automobile beim Schopf und fuhren mit ihren fein herausgeputzten Schätzchen auf vier Rädern die Parade durch die historische Altstadt ab. Die vom Gewerbeverein Staufen organisierte Veranstaltung wurde wie stets von vielen Fahrerinnen und Fahrer aus der Regio, dem Elsass und der Schweiz als willkommene Gelegenheit wahrgenommen, um sich in dem stimmigen Ambiente der Staufener Altstadt zu treffen und sich mit Gleichgesinnten und Fans aus dem In- und Ausland zu fachsimpeln und auszutauschen. Zuvor gaben die altgedienten Arbeitspferde der Traktorenfraktion ihr Stelldichein in der Fauststadt. Ein Holder B 12 ebenso wie ein Lanz Bulldog mit Glühkopfmotor und viele andere Traktoren aus vergangenen Tagen hatte die Herzen vieler fachkundiger Zuschauer höher schlagen lassen. Viele hundert Menschen säumten Staufens Hauptstraße, um die zum Teil hochbetagten Fahrzeuge zu bewundern und anschließend beim verkaufsoffenen Sonntag in aller Ruhe shoppen zu können. Mehr als 100 Oldtimer gaben mit röhrenden Motoren ihre Visitenkarte in der Stadt ab, eine grüne Umweltplakette suchte man bei den alten Herrschaften vergebens. Vom pechschwarzen Cadillac aus den 60er Jahren mit fast sechs Metern Länge bis zu einer in Würde gealterten Ente war so mancherlei vertreten, was jemals auf den Straßen dieser Welt herumgefahren ist. Den Altersrekord dürfte ein Peugeot Cabrio von 1922 mit seinen sage und schreibe 11 PS innehaben, dicht gefolgt von einem Dixi der Fahrzeugfabrik Eisenach aus dem Jahr 1928, den seine stolzen Besitzer im stilgerechten Kostüm in Staufen präsentierten.

 


 

Badische Zeitung 23. März  2013

Bunte Mode gegen das Wintergrau

Modemeile in Staufen mit verkaufsoffenem Sonntag.
STAUFEN.(sam Mit bunter Mode gegen das Wintergrau – so ganz klappte es nicht mit den Temperaturen zur Modemeile am Sonntag in Staufen. Mutige Bikinimodels wagten sich dennoch auf den großen Laufsteg vor dem Rathaus. "Da wird einem doch richtig warm", meinte Moderatorin Kerstin Osygus und empfahl den Besuchern gleich noch den Einkaufsbummeln in den offenen Geschäften.

Den Einzelhändlern schien die frische, trockene Witterung entgegenzukommen, denn die Läden in der Fauststadt waren voll. "Die Leute haben jetzt Lust auf Sonne und Farbe", stellte Gewerbevereinsvorsitzender Helmut Zimmermann fest, und Gabriele Thoma, die die Modenschauen organisierte, hatte nicht zu viel versprochen, als sie meinte: "Es wird bunt." Gelb, Grün und sattes Pink bestimmen den Look in diesem Sommer. Hinzu kommt Weiß in Kombination mit Naturtönen, von Camel über sämtliche Milchkaffe-Nuancen bis zum Mokka. "Matsch-Mix" lautet das Motto der Saison, und den bekamen die Zuschauer auch bei den sportiven Trends zu sehen. Dazwischen gab es Anregungen fürs elegante Business-Outfit – für sie und ihn.

Ausgefallene Stücke mit fließenden, teils transparenten Materialien waren ebenfalls dabei, außerdem Brillen, Schmuck, Hüte sowie Schuhmode, und zur Dirndl- und Trachtenmodenpräsentation, für die sich die Designer vom Urlaub in den Bergen inspirieren ließen, legte DJ Andy passenden Alpenpop auf. Derweil pendelte ein Gratis-Bus für die Gäste vom Gaisgraben über den Weinbrunnen bis zum Schulzentrum. Nostalgie bestimmte die Kulisse beim Flohmarkt vor der Bahnhofswirtschaft und beim Kurzwarenladen im Grün. Osterboten schmückten die Auslagen der Floristen, aber nicht jedem stand der Sinn danach. "Das ist mir noch zu früh", so eine Passantin, "ich warte noch ein paar Tage mit der Deko, als Anregung find’ ich’s aber klasse."

 

 


 

Badische Zeitung  3. April  2011

Sonne, Sekt und neue Mode

Der verkaufsoffene Sonntag hat sich bei sommerlichem Wetter als Besuchermagnet erwiesen.

STAUFEN. Dieser Sommer bekennt Farbe – darin sind sich die Modeexperten einig.Bunt und schick waren somit die Neuheiten, die das Publikum auf dem 50 Meter langen Laufsteg in Staufen bei strahlendem Sonnenschein präsentiert bekamen.

Zufriedene Gesichter gab’s auch bei den Staufener Händlern und Gastronomen,denn der gestrige verkaufsoffenen Sonntag in der Fauststadt brach alle Besucherrekorde: Blechschlangen auf den Zufahrtsstraßen und dichtes Gedränge bei den Modenschauen, die gleich vier Mal auf dem Marktplatz über die Bühne gingen.

Showtime auf dem langen Laufsteg

Zum Auftakt gab es Retroschick, von den Zwanzigern über die Fünfziger bis zur Hippiezeit. Nach der Schau mit historischen Funduz-Beständen zeigten die Staufener Modegeschäfte ihre aktuellen Kollektionen. "Sie können neben Bummeln und Einkehren auch gleich noch das eine oder andere neue Accessoire für den Sommer in den Geschäften mitnehmen", forderte Moderatorin Kerstin Osygus – sehr zur Freude von Gewerbevereinschef Helmut Zimmermann – die Besucher auf. Modeinteressierte aller Altersklassen drängten sich um den erstmals u-förmig um den Marktbrunnen herum installierten Laufsteg. Ich habe diesmal wieder den langen Laufsteg bestellt", erzählt Gewerbevereinsvorsitzender Helmut Zimmermann.

Im Trend liegt in diesem Jahr bei den Damen lautet oversized Look. Gemeint sind fließende Formen und schmeichelnde Stoffe, aber stets eine Nummer größer.Beispielsweise die Boyfriend-Jeans, die notfalls eben mit einem Gürtel zusammengehalten wird.

Eigenwillig kommt auch die Schuhmode bei den Damen in diesem Sommer daher.Etwa eine Mixtur aus Peeptoe und Stiefelette mit durchbrochenem Obermaterial aus Baumwolle, Synthetic oder Leder

Passend zu den sommerlichen Temperaturen am Sonntag zeigten die mutigen Modelle aus dem Sporthaus Haaf neben funktionaler Outdoorbekleidung auch die neue Bademode.

Autor: Susanne Müller

 


 

 Badische Zeitung 14. September 2010

Längere Öffnung für Markt vor Weihnachten

Stände bis 20.00 Uhr öffen

STAUFEN (sam). Seit 36 Jahren findet in der Fauststadt Anfang Dezember der Altstaufener Weihnachtsmarkt statt. Seit 36 Jahren jeweils von 9 bis 19 Uhr. Das wird sich in diesem Jahr ändern. Die Mitglieder des Gewerbevereins beschlossen, den 37. Markt, der am 4. Dezember stattfinden soll, um eine Stunde, bis 20 Uhr, zu verlängern.
Abends wird es doch erst richtig romantisch im Städtle – finden manche Händler, die sich sogar eine Ausweitung des weihnachtlichen Marktes bis 22 Uhr vorstellen konnten. Bislang sei die Stadt nach dem Markt stets wie leergefegt, beklagt ein Teil der Einzelhändler. "22 Uhr, nicht mit mir", erklärt hingegen der Gewerbevereinschef Helmut Zimmermann kategorisch, und er findet damit Zustimmung bei einer Mehrheit der Geschäftsbetreiber, die zunächst einmal die Frequenz bei einer zusätzlichen Marktstunde testen wollen – sozusagen als Pilotprojekt.
Für die Geschäfte ist der Weihnachtsmarkt nicht nur "Apfel, Nuss und Mandelkern". Viele betreiben die vom Bauhof aufgestellten Marktstände vor ihrem Geschäft parallel zum normalen Tagesbetrieb. Das ist mit zusätzlichem Arbeitsaufwand verbunden. Auf die Bestückung der Stände mit den Waren am Morgen, folgt das Räumen am Abend. Eine halbe Stunde Zeit bleibt, dann wird der Strom abgekoppelt, damit die Lichterketten wieder abmontiert werden können. Manch einem ist dieser Zeitrahmen zu knapp. Andererseits könne man den Bauhofmitarbeitern die Abbauarbeiten zu noch späterer Stunde nicht mehr zumuten, findet Helmut Zimmermann. Dies ist für ihn auch eines der ausschlaggebenden Argumente gegen einen Marktbetrieb bis 22 Uhr. "Abbau und Aufräumarbeiten müssen noch am Abend erfolgen, etwas anderes kommt für mich nicht in Frage", sagt er. Schließlich sei das bei 110 Ständen stets ein logistisches Problem. Und der Sonntag ist für Zimmermann ohnehin für Aufräumarbeiten tabu. Auch der Idee, die nackten Stände bis Montag vor den Geschäften stehen zu lassen, wie Vorstandsmitglied Anton Brender befürwortet – "zu regulären Arbeitszeiten noch dazu ohne Mehrkosten", so Brender – erteilt Zimmermann eine klare Absage und sieht auch in dieser Einschätzung eine Mehrheit des aktuell 179 Mitglieder zählenden Gewerbevereins hinter sich. Die Staufener Händler hoffen mit der Öffnung bis 20 Uhr nicht nur auf zufriedenere Weihnachtsmarktbesucher, sie haben auch die Gastronomen im Blick, die ebenfalls davon profitieren sollen, dass die Gäste länger in der Stadt sind. 

 

 


 

Badische Zeitung 19. November 2009

Die Plattform überzeugte

STAUFEN (sam). Staufens Gewerbevereinsvorsitzender Helmut Zimmermann fuhr vergangene Woche in die Landesmetropole. Ziel der Reise war das Lindenmuseum, wo er von Wirtschaftsminister Ernst Pfister sowie Vertretern des Einzelhandelsverbandes und Sponsoren des Stadtmarketingpreises Baden-Württemberg willkommen geheißen wurde.

"Erst einmal gab es einen Sektempfang", verrät Zimmermann, wobei eine rege Kommunikation mit vielen weiteren Besuchern stattgefunden habe. Eine gute halbe Stunde später dann begrüßte SWR 4-Moderator Uli Homann die landesweit angereisten Delegationen im Veranstaltungssaal des Museums.

Einzelhandelsverbandspräsident Horst Lenk betonte, dass der Stadtmarketingpreis ein hervorragendes Instrument sei, um die wichtige Verbindung von engagierten Partnern zum Wohle der Innenstädte zu fördern und zu festigen. Es gebe so wie in Staufen viele kreative Ideen und Projekte, die einen Beitrag zum Erhalt der Innenstädte in Baden-Württemberg leisten. Desgleichen Wirtschaftsminister Ernst Pfister, der die Zielsetzung des Wettbewerbs darin sieht, die Städte zu beleben.

In die engere Wahl waren Zimmermann zufolge rund zehn Städte gekommen. Als Finalisten heimsten dann Tübingen, als Stadt mit mehr als 50 000 Einwohnern sowie Ravensburg als nächstkleinere Kommune und Buchen in der Kategorie Stadt bis zu 20 000 Einwohnern die Trophäen ein. Der Sonderpreis, den Staufen zugesprochen bekam – die Bewerbung war offiziell mit einem Schreiben des Bürgermeisters eingereicht worden – ging an den Gewerbeverein der Fauststadt für den innovativen Online-Auftritt der Werbegemeinschaft. Besonderes Augenmerk legten die Juroren dabei auf den so genannen "Internen Bereich", der der Kommunikation der Mitglieder untereinander vorbehalten und über ein Passwort zu erreichen ist. Um die Bewertung dieser von Helmut Zimmermann selbst nach seinen eigenen Vorstellungen konzipierten Ebene zu ermöglichen, ließ er eigens ein Modellportal für die Stadtmarketingleute freischalten. Siehe da, die Plattform überzeugte. Und der Lohn der beispielhaften und zukunftsorientierten Arbeit im Netz? Zimmermann: "Der Preis beinhaltet Software und Dienstleistungen im Wert von sage und schreibe 15 000 Euro".

 


Badische Zeitung vom Montag 5.Oktober 2009

Seltsame Tiere in der Stadt
Die Fauststadt hätte am gestrigen Sonntag gute Chancen gehabt, in den Staumeldungen erwähnt zu werden: Eine lange Autoschlange zog sich gegen 14 Uhr Richtung Staufen, alle wollten zum verkaufsoffenen Sonntag, der erneut unter dem Motto "Fabelhaftes Staufen" stand.
Begegnungen der seltsamen Art gehörten am gestrigen Nachmittag zur Tagesordnung: Drei silbrig glänzende Drachen, die dank ihrer beachtlichen Höhe den vollen Überblick über das rege Treiben in der Innenstadt hatten, stießen gar merkwürdige Laute aus. Im Schlepptau hatten sie ein rotes Wesen – so eine Mischung zwischen Krabbe und Spinne – das mit charmanten Augenaufschlägen auf sich aufmerksam machte. Etwas bodenständiger gaben sich die beiden Bodyguards, die ihre subtilen Späße mit den ahnungslosen Besuchern trieben. Schon im vergangenen Jahr begeisterten diese fantasievollen Gestalten, hinter denen sich Straßenkünstler aus Holland und Südfrankreich verbergen, die Besucher – Grund genug für den Gewerbevereinschef Helmut Zimmermann, sie ein weiteres Mal einzuladen.
 
Auch das Wetter spielte mit, denn der Oktober zeigte sich von seiner schönsten Seite. Kein Wunder, dass viele Besucher das schöne Wetter nutzten, um sich im Freien die angebotenen kulinarischen Leckereien schmecken zu lassen.
Wie es sich für einen verkaufsoffenen Sonntag gehört, stand auch Shopping auf dem Programm. Die Qual der Wahl war dabei groß, denn rund 60 Geschäfte präsentierten ihr reichhaltiges Angebot.
 
 

 


Badische Zeitung 07. Juni 2009 
WEIN & MUSIK

Street-Dance-Contest: Gerappt wird, was das Zeug hält
Wein & Musik – so heißt eine beliebte Festivität in Staufen. Ein Highlight – nicht nur für junge Leute – ist dabei der Street-Dance-Contest, den die Veranstalter zum sechsten Mal auf die Beine gestellt haben.

STAUFEN. Das Banner am Bühnenrand versprach Wein und Musik. Von beidem gab es am Wochenende reichlich in Staufen. Die musikalisch-kulinarische Qualität der Staufener Freiluftveranstaltung garantierte der Gewerbeverein unter Leitung von Helmut Zimmermann.
Dynamisches Wachstum verzeichnete dabei erneut der Street-Dance-Contest, den die Veranstalter zum sechsten Mal in Kooperation mit dem Jugendreferat Staufen und dem SOS-Kinderdorf Schwarzwald auf die Beine gestellt haben.
Doch zunächst einmal bestimmte das Wetter die Dramaturgie auf der Marktplatzbühne. Ein heftiges Gewitter fegte mitten im Programm alles vom Platz und setzte noch dazu einen Verstärker unter Wasser. Jugendreferentin Katharina Fischer und ihr Team bekamen das Gerät jedoch flugs wieder hin. Auch die vielen Gäste – Kinder und Jugendliche, so weit das Auge auf dem Staufener Marktplatz reichte – ließen sich davon nicht vertreiben.
"Kein Stress", meinte einer im Schutz der Rathauskolonnaden, während seine Nachbarin nach einem Regenschirm kramte und mit Blick auf den unerwarteten Platzregen meinte, "klar, das wird schon wieder, aber mein Selbstbräuner löst sich auf".
Und so lief der Wettbewerb schließlich heiter weiter, so wie er um 14 Uhr begonnen hatte. Während sich die Dance Keepers aus Heidelberg noch im Stubenhaushof aufwärmten, schwoll im dunklen Bühnenkarree die Musik an und die Basler Tanzformation Diffrent, die anschließend als Jury in der ersten Reihe saß, legte mit einer eigenen Choreographie die Latte hoch. Scharenweise kreischende Teenies feuerten die jungen Akrobaten an. Aus allen Richtungen, von Freiburg bis Neuenburg, von Waldkirch bis Breisach, waren die Tänzer nach Staufen angereist, und sie alle rappten, zuckten und fegten, was das Zeug hielt mit biegsamen Gliedern durch die Luft zu den krachenden Rhythmen.
Unglaubliche Verrenkungen
Zunächst wirbelten die Solisten über die Bühne, bevor die Juniors, also Tänzer unter 15 Jahren, gefolgt von den Seniors ihre mitreißenden Einlagen präsentierten. Stilecht waren dabei nicht nur die teils unglaublichen Verrenkungen der Tänzer, auch die poppige Kleidung und die teils maskenhaft geschminkten Gesichter sowie fantasievolle Frisuren mit Schleifchen in den hochtoupierten Mähnen oder umgedrehte Baseballcaps setzten Akzente.
Keine leichte Aufgabe für die Juroren, die sich nach dem finalen Show-Block und dem Auftritt des Staufener Zunftballetts für die jeweils besten Wettbewerber in den einzelnen Kategorien entschieden.
Unterdessen hatte auf der Bühne am Kronenplatz das Duo Netzer und Scheyt Stellung bezogen. Mister Boogie-Woogie und sein Partner Ignaz Netzer an der Gitarre animierten mit allerfeinstem Südstaaten-Blues zum Mitmachen und gaben noch dazu eine Steilvorlage für die Breakdancer und HipHopper mit dem Titel: "Come on baby shake your legging".
Dieser charmanten Aufforderung kam dann auch eine beherzte Besucherin nach, die spontan mit einer Soloeinlage über das Kopfsteinpflaster tanzte. Schade nur, dass dann gleich noch ein Gewitterschauer für Abkühlung sorgte.
Autor: Susanne Müller



Badische Zeitung 02. Juni 2009 
 
Heiße Rhythmen zu gekühltem Wein
STAUFEN. Heiß her geht es am Wochenende wieder in der Fauststadt, wenn die Veranstaltung "Wein & Musik", veranstaltet vom Staufener Gewerbeverein, über die Bühne geht.
Den Auftakt am Freitag, 5. Juni, um 18 Uhr macht die Band "XXCult" auf dem Marktplatz. Die fünf Musiker mit ihrer Sängerin Carmen Knöbel heizen den Fans mit Rockmusik aus drei Jahrzehnten ein.
Nicht nur edle Tropfen, sondern auch Rhythm und Blues, Rock ’n’ Roll und Soul gibt es um 18.30 Uhr von der Band "Dr. Vielgut" am Weinbrunnen. Die BoogieConnection feiert in diesem Jahr ihren 17. Geburtstag, und dass Christoph Pfaff, Thomas Scheytt und Paul Weidlich nichts an musikalischem Drive eingebüßt haben, das wollen sie ab 21 Uhr auf dem Kronenplatz beweisen.
Zum 6. Mal geht am Samstag, 6. Juni, 14 Uhr, der Street Dance Contest unter der Leitung des Jugendreferats Staufen über die Marktplatzbühne. Erneut dürfen sich die Besucher auf interessante Choreografien und schillernde Kostüme der 10- bis 18-jährigen Tänzer freuen. Auch dieses Mal qualifizieren sich die Sieger für den Best of Baden-Württemberg.
Tanzen werden Ignaz Netzer und Thomas Scheiytt wohl eher nicht. Denn das Duo hält es mit seiner Musik mehr mit der Tradition der Gitarren-Piano-Blues-Duos der 20er bis 40er Jahre. Zu hören sind die beiden um 14 Uhr auf dem Kronenplatz. Ab geht’s ebenfalls um 14 Uhr am Weinbrunnen mit "The Bluegrass Seekers", die – wie der Name schon sagt – traditionelle Bluegrass-Musik mit Instrumenten wie Fiddle, Banjo, Mandoline, Gitarre und Kontrabass spielen. Hauptsächlich Musik der 60er bis 80er Jahre spielen "The Second hand" um 18 Uhr am Weinbrunnen. Nicht fehlen darf bei "Wein & Musik" "Augustinum", die "alemannische Antwort auf Buena Vista Social Club". Das Repertoire ist originell: humorvoll umgeschriebene Schlager und alemannische Lieder. Zu hören ist Augustinum am Samstag um 19 Uhr auf dem Marktplatz.
Trotz Zeiten der Krise: Das "Wirtschaftswunder" kommt, und zwar um 21 Uhr auf den Kronenplatz. Die Band bietet eine bunte Musikrevue, die sowohl ironisch als auch nostalgisch ist.
Am Sonntag,7. Juni, wird die Stadtmusik Staufen um 11 Uhr auf dem Marktplatz die Besucher unterhalten, passend zur Jahreszeit unter dem Motto: "Sommerhits von New York bis beyond the Sea". Blues und Rock gibt es um 11 Uhr am Weinbrunnen mit "Dreisam Delta Blues". "Zwanglos" geht’s dann um 13 Uhr auf dem Kronenplatz zu, wenn die gleichnamige Band mit Rock, Pop und Jazz unterhält. Mit Musik geht alles besser: Das will das Freiburger Senioren-Salonorchester – 30 Musiker zwischen 35 und 86 Jahren – mit Tanzmusik, Chansons und swingenden Klassikhits um 15 Uhr auf dem Marktplatz beweisen. Coverversionen unter anderem von Lynyrd Skynyrd und den Almann Brothers gibt es dann um 15.30 Uhr mit der "Cadillac Blues Band" am Weinbrunnen.
Wenn "Take that" von Peter Maffay unterbrochen wird und Michael Jackson auf ein Polka-Recycling von Nena trifft – dann ist das "Acoustic Fun Orchestra" zu Gange, und zwar um 18 Uhr auf dem Kronenplatz. Irgendwie hört sich ja alles ganz bekannt an – und doch stellen die vier Jungs zum Abschluss der Veranstaltung die Klassiker der Rockgeschichte ganz schön auf den Kopf.
Autor: Ute Wehrle
  
 

Badische Zeitung vom Montag 4.Mai 2009

Schätze aus der Garage - zeitlos schön

STAUFEN. Da sind manche 50, 60, 70 oder gar 80 Jahr alt – und noch ist "der Lack nicht ab". Sie machen auf der Straße eine derart gute Figur, dass sich alle nach ihnen umdrehen. Sie blenden und blitzen in der Sonne – und sind für einen Tag wieder die wahren Stars auf dem Staufener Kopfsteinpflaster. Alles, was im Automobilbau von Rang und Namen ist, reihte sich gestern ein in den Korso der alten Karrosen und Boliden.

Gemütlich tuckern die Oldtimer durch die Hauptstraße in Richtung Rathaus. Dort werden sie alle herzlich mpfangen und mit viel Beifall vom Publikum begrüßt. Die stolzen Besitzer der oft in Eigenleistung liebevoll restaurierten "Schätzchen des Automobilbaus" lassen sich gerne interviewen zu ihrer nicht immer ganz billigen Leidenschaft. Manche Vehikel sind "aus Schrott gemacht", wie ein Teilnehmer freimütig bekennt, andere haben ihre "Lieblinge" gar in Amerika entdeckt, über den großen Teich gebracht und dann in ungezählten Stunden wieder in Fahrbereitschaft versetzt als liefen sie gerade vom Band. Nein, ins Museum stellen will sie keiner ihrer Besitzer. Autos sind ja auch zum Ausfahren da – etwas Lifestyle darf schon sein. Da wundert es nicht, dass manche Teilnehmer am Staufener Oldtimertreffen schon seit vielen Jahren dabei sind. "Diese Stadt ist die Nummer eins", lässt ein Automobilist aus Waldkirch das Publikum wissen, "nirgendwo sonst erlebt man so viel Flair." Sagt’s – und drückt aufs Gas, um Platz für den nächsten Wagen zu machen. Während sich aus der Gastronomie schon die Essensdüfte über den Marktplatz legen, steigt immer wieder ein Gemisch aus Benzin und Diesel samt der rußigen Fracht aus den Auspuffrohren in die Nase. Aber das stört am Oldtimersonntag niemanden. Im Gegenteil. Katalysator oder Abwrackprämie – solche Worte tauchen in den "Fachgesprächen" der Menschen, die so zahlreich in die Fußgängerzone gekommen sind, bestimmt nicht auf.

Über 100 gemeldete Oldtimer tuckern eineinhalb Stunden lang um die Kurve, eine große Anzahl bekommt eine "Freecard", mit der man trotzdem vorfahren darf. "Viele machen eben ihre Teilnahme vom Wetter abhängig," weiß Helmut Zimmermann, Vorsitzender des Gewerbeverbandes. Gestern waren demnach beste Voraussetzungen gegeben, dass selbst viele Schweizer und Elsässer die Anfahrt mit ihren "tollen Kisten" nach Staufen nicht scheuten. Und auch die betagten Traktoren, Omnibusse und Motorräder fanden staunende Bewunderer


Badische Zeitung vom Montag 19. April 2009

MEHR ALS 50 FIRMEN STELLEN SICH VOR
Gewerbeausstellung lockt nach Staufen
Staufen hat’s: Das galt auch für die Gewerbeausstellung im "Gaisgraben". Mehr als 50 Firmen präsentierten sich den Besuchern im besten Licht.

STAUFEN. Staufen hat eben ein ganz besonderes Flair – dieses Kompliment machte IHK-Präsident Karlhubert Dischinger am Samstag zur Eröffnung der Gewerbeausstellung im "Gaisgraben". Die Gewerbetreibenden der Fauststadt zeichne aus, dass sie zusammenhalten, lobte Ehrengast Dischinger nach den Böllersalven, mit denen es den "Belchenkrachern" aus Münstertal gelungen war, die Sonne hinter den Wolken hervorzulocken. Bis zum Spatenstich bei der Feuerwehr strahlte sie über das festlich ausgeschmückte Areal. Der Griff zur Schaufel verzögerte sich jedoch dann durch einen kräftigen Schauer. Der Stimmung im "Gaisgraben" konnte das wechselhafte Wetter am Samstag aber nichts anhaben.

Genuss für Auge, Ohr und Gaumen boten die Betriebe ihren Gästen. Das Publikum strömte zwar am Samstag zur Eröffnung noch zögerlich auf die andere Seite des Neumagens, doch die Pforten von mehr als 50 Firmen waren zwei Tage lang weit offen.

Gewerbevereinsvorsitzender Helmut Zimmermann und der Cheforganisator der Gewerbeausstellung, Klaus Bärmann, begrüßten die Gäste, darunter auch Wirtschaftsförderer Karsten Schalich vom Landratsamt, zur Eröffnung auf dem Gelände von Steiger & Riesterer bei Häppchen und Sekt. Bürgermeister Michael Benitz würdigte das Leistungsspektrum der Betriebe im Gewerbegebiet "Gaisgraben": "Nicht nur in der Innenstadt können wir Kaufkraft binden, auch der ,Gaisgraben’ hat mit einem hervorragenden Angebot viel zu bieten." Das soll sich künftig noch steigern. Benitz kündigte die Einbindung der unbebauten Reserveflächen von sieben Hektar an. Wobei, wie er mit Blick auf die Wirtschaftskrise und den Gewerbesteuersinkflug betonte, mehr Bienen als Heuschrecken gebraucht würden. Da könnte das Arbeitsmotto von Klaus Bärmann greifen, der fand: "Angriff ist die beste Verteidigung". Woher der Wind bläst, kann Bärmann künftig an der Wetterfahne sehen, die er nebst Blümchen für Tochter Jasmin von Gewerbevereinschef Helmut Zimmermann für die geleistete Arbeit bekam.

Während die Festdelegation sich dann zum Rundgang durch den "Gaisgraben" auf den Weg machte, brutzelten bei der Feuerwehr die ersten Spareribs auf dem Grill. Als die prominenten Gäste dann nach einem kräftigen Regenguss, vom Spielmannszug begrüßt, auf dem Feuerwehrgelände eintrafen, schritt Bürgermeister Michael Benitz gemeinsam mit Feuerwehrkommandant Thomas End sowie dem Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Markus Riesterer, Architekt Helmut Bühler und dem Landtagsabgeordneten Christof Bayer (SPD) zur Tat. Mit dem Spatenstich wird das Feuerwehrhaus um 160 Quadratmeter erweitert. 180 000 Euro sollen für zwei neue Fahrzeugboxen und zusätzliche Lagerfläche investiert werden. Benitz zufolge gibt es dafür 80 000 Euro an Landeszuschüssen.

Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Besucher davon überzeugen, dass die Löschmänner nicht nur rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger sorgen, sondern auch mit Einfallsreichtum zu feiern verstehen. Einladend wirkte allein schon die mit Palmen geschmückte, exotische Wüstenoase im Gerätehaus, wo nach dem prachtvollen Feuerwerk bis Mitternacht kräftig gefeiert wurde, denn bis dahin übernahmen die Kollegen aus der Nachbrschaft die Einsatzbereitschaft.

Weitaus mehr Zulauf hatte die Gewerbeausstellung dann am Sonntag. Schon am Vormittag hatten sich die Regenwolken verzogen. Vor allem die Präsentationen und Vorführungen zogen die Besucher an. Wie schon am Samstag hatte der Kostümverleih "Funduz" in mehreren Durchgängen auf sein reichhaltiges Inventar aufmerksam gemacht. Ob mittelalterlicher Geselle, feurige Spanierin oder Pärchen in Schwarzwälder Tracht – die bunte Vielfalt an Kostümen auf dem kleinen Laufsteg wollte bei der "Modenschau durch die Jahrhunderte" kein Ende nehmen

 

 


  

Badische Zeitung vom Montag 5. April 2009

Staufen läutet den Frühling ein

Staufen blüht auf: Am heutigen Sonntag nutzten viele Sonnenanbeter den verkaufsoffenen Sonntag zu einem Familienausflug in die Altstadt. Der Frühling zeigte sich von seiner schönen Seite und nicht nur die Osterglocken streckten ihre Blüten in den Himmel. 

(mad). Die Staufener Geschäfte laden zum Sonntagseinkauf und der Frühling kommt wie gerufen. Sonne und Temperaturen im zweistelligen Bereich lockten gestern viele Menschen in die Altstadt. Dort waren nach einem Einkaufsbummel die Gartenwirtschaften und Straßencafés ein gefragter Anziehungspunkt. Schon am frühen Nachmittag wurde es eng in der Fußgängerzone. An der unteren Zufahrt nach Staufen bildete sich an der Ampel ein Verkehrsrückstau, der fast bis an den neuen Bad Krozinger Kreisel reichte. Ein Besuch in der Staufener Altstadt war die Strapazen offenbar wert.
Bei einer Trendshow wurde die neue Mode vorgestellt, samt peppiger Frisuren und Brillen. Im Gewölbekeller der Winzergenossenschaft lockte ein Weinprobe. Draußen unterhielten die Stadtkapelle und "fahrende Musikanten" die Besucher. In den über 80 Geschäften, die zum Einkauf eingeladen hatten, machten sich die Kunden ein Bild über das vielseitige Angebot, ließen sich gerne ein Glas Sekt servieren
 oder beteiligten sich an den Verlosungen.  Besonderes Lob fanden die vielen neu aufgestellten Blumenkübel in der Fußgängerzone. Sie waren auf Initiative des Gewerbevereins angeschafft und von der Stadtgärtnerei liebevoll bepflanzt worden. Der Blumenschmuck gefällt offenbar so gut, dass nach Auskunft von Helmut Zimmermann, Vorsitzender des Gewerbevereins, jetzt sogar noch einige Pflanzgefäße nachgeordert worden sind. "Nobi" Bühler muss also nochmals eine Sonderschicht fahren in seiner Kunstschmiede, wo die Metallbehältnisse nach eigenem Entwurf entstanden sind.

 

 

 

 


 

Badische Zeitung vom Montag 9. März 2009

Drei Parkzonen in Staufen

STAUFEN. Eine Arbeitsgruppe des Gewerbevereins hat eine Lösung zur Neuordnung der Parkraumbewirtschaftung in der Fauststadt erarbeitet. Davon erfuhren die Mitglieder in der Generalversammlung im "Winzerkeller". Das neue System sieht die Unterteilung in drei Parkzonen (A, B und C) vor und soll dazu beitragen, die Regelungen und Beschilderungen zu vereinheitlichen. Der Bauausschuss des Gemeinderats muss den Vorschlägen noch zustimmen.

Staufen ist mit Parkplätzen in unmittelbarer Nähe zur Altstadt reich gesegnet.
Immerhin liegen 91 Stellplätze (Zone A) dicht an den Geschäften in der Fußgängerzone. In der Zone B sind es 71 Parkplätze, in der Zone C 125. Weitere 172 Parkplätze sollen ohne Regelung bleiben, liegen dafür aber einige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Nach Ende des Unterrichts soll auch weiterhin an der Lilienhofschule (22 Stellplätze) geparkt werden dürfen. Die Mitglieder zeigten sich in der Generalversammlung sehr aufgeschlossen und begrüßten die Vorschläge für eine Zonenregelung. Die Politesse, die im Auftrag der Stadt den ruhenden Verkehr überwacht, solle jedoch hier und da etwas nachsichtiger sein mit den Parksündern, so die Forderung einiger Geschäfts- und Wirtsleute in der Innenstadt. Schließlich sollen die Kunden ja wiederkommen. Bürgermeister Benitz verteidigte das Verteilen der "Knöllchen", Freibriefe für unbelehrbare Parksünder werde es in Staufen nicht geben, auch wenn er wöchentlich seitenlange "Beschwerdebriefe" auf seinem Schreibtisch vorfinde, die er schon gar nicht mehr lese
 

Nach wie vor unbefriedigend gelöst sei in Staufen die Einschränkung des Lieferverkehrs in der Fußgängerzone. Einige Mitglieder des Gewerbevereins baten darum, über eine zeitlich Begrenzung nachzudenken. Auch der "Schilderwald" in der Hauptstraße habe an manchen Tagen das erträgliche Maß überschritten. Hier sollte es genügen, wenn auf Geschäfte in den Nebenstraßen hingewiesen wird, lautete die Empfehlung.

Die Fußgängerzone wird so oder so Thema beim Gewerbeverein bleiben: Im August sind es 25 Jahre her, seit die Stadt dem Durchgangsverkehr nach langen Debatten einen Riegel vorgeschoben hat und den Fußgängern Vorfahrt gewährte. Heute sei die Innenstadt ohne Fußgängerzone nicht mehr vorstellbar.

Damit es in der Altstadt noch heimeliger wird und die Aufenthaltsqualität für Kunden und Gäste nochmals gesteigert werden kann, unterbreitete Vorsitzender Helmut Zimmermann gleich noch einige Vorschläge zur Beschaffung einheitlicher Pflanzgefäße für den Blumenschmuck. Auch hier solle noch eine Absprache mit dem Bauausschuss des Gemeinderates erfolgen – nicht nur wegen der "Prototypen" aus Stahlblech, sondern auch über die Bepflanzung selbst. Insgesamt wünscht sich Helmut Zimmermann mehr Blumenpracht in Staufen, das Elsass gebe dafür ein gutes Beispiel ab, wie man es besser mache.

Der Hinweis des Vorsitzenden kam nicht von ungefähr, denn der erste verkaufsoffene Sonntag am 5. April steht bekanntlich unter dem Motto "Blühendes Staufen". Hier sei auch daran gedacht, die frühere "Modemeile" in das Veranstaltungskonzept einzubinden. Die Aktivitäten im Einzelnen müssten indes von den Teilnehmern noch geklärt werden. Schlag auf Schlag geht es dann auch gleich weiter: Am 18. und 19. April wollen sich die Betriebe im Gewerbegebiet "Gaisgraben" vorstellen. Organisator Klaus Bärmann hat bereits alle wichtigen Absprachen getroffen und lud schon einmal zum Besuch der Veranstaltung ein. Festhalten wird der Gewerbeverein auch am "Oldtimersonntag", der in diesem Jahr am 3. Mai stattfinden wird. Gleich drei Tage lang wird bei "Wein & Musik" gefeiert, wenn vom 5. bis 7. Juni zugkräftige Bands auf drei Bühnen aufspielen werden. Neu ins Programm aufgenommen sind die "Staufener Golftage", die am 19. Juli ihren Höhepunkt haben werden. Hier kooperiert die Stadt exklusiv mit dem Golfclub Tuniberg in Munzingen. Fester Bestandteil des Festkalenders ist inzwischen die "Staufener Zeitreise" (Stages) vom 18. bis 20. September. Allerdings habe nach fünf Jahren der "Faust e.V." die Regie übernommen. Der Gewerbeverein stelle eine Ausfallbürgschaft, die aber 2008 durch den Erfolg der Veranstaltung mit keinem Cent in Anspruch genommen werden musste. In Absprache mit Andy Mülller, der für die Gesamtorganisation verantwortlich zeichnet, soll der integrierte "Mittelalterliche Markt" mit einheitlichen Ständen bestückt werden.

Laut Helmut Zimmermann sei auch die Veranstaltung "Fabelhaftes Staufen" bei ihrer Premiere im vergangenen Jahr bei den Besuchern bestens angekommen. Sie soll daher am 4. Oktober wiederum in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag neu aufgelegt werden. Mit einigen Straßenkünstlern stünde er bereits im Gespräch, so mit dem schrägen Männerquartett in ihren braunen Trenchcoats, die das Publikum besonders ins Herz geschlossen habe (oder umgekehrt). Den "Winterzauber" werde der Gewerbeverein ebenfalls wieder ins Programm aufnehmen, um die Stadt auch in der Weihnachtszeit werbewirksam ins rechte Licht rücken zu können. (Über die Regularien wird die BZ gesondert berichten).

 


Badische Zeitung vom Montag, 13. Oktober 2008 

Fabelhaftes Staufen 

Gestern sorgten beim verkaufsoffenen Sonntag in der Fauststadt mystische Gestalten für Aufsehen
Von unserem Redakteur Markus Donner

STAUFEN. Fabelhaft — das Motto des verkaufsoffenen Sonntags in Staufen ging gestern gleich vielfach in Erfüllung. Zum einen glückte gleich die erste Veranstaltung in Regie des neuen Gewerbevereinsvorsitzenden Helmut Zimmermann, zum anderen hätte das Wetter kaum besser sein können. Straßenkünstler der besonderen Art sorgten für mystisches Flair in der Fußgängerzone, die trotz der Konkurrenzveranstaltung in Bad Krozingen rappelvoll war.

Schon kurz nach 13 Uhr hatten mehr als 60 Staufener Geschäfte geöffnet und luden mit attraktivem Warenangebot zum Herbsteinkauf. Schon eine Stunde später strömten die Menschen aus allen Himmelsrichtungen in die Fußgängerzone und auf den Rathausplatz. Dort hatte sich die Daimler-Big-Band aus Stuttgart auf der Bühne eingerichtet und verzauberte mit lässigem Swing ein begeistertes Publikum. Ein Probenwochenende in der Staufener Blasmusikakademie hatte den Auftritt möglich gemacht.
Dann schlug die Stunde der Straßenkünstler. Wie aus dem Nichts tauchten sie auf und waren sogleich die bestaunten Akteure zwischen Rathaus, Martinskirche und Weinbrunnen. Unter den Namen "Big Brozeurs" , "Close Act" , "Blurp" und "Colors" verbargen sich Akteure aus Holland und Südfrankreich, die Helmut Zimmermann bei Straßenfestivals andernorts aufgefallen waren und nun für eine wahrlich "fabelhafte Kulisse" in Staufen sorgten. Da steckten plötzlich langhalsige Männer in braunen Trenchcoats ihre Köpfe beinahe in den Teller der Besucher, die sich gerade genüsslich an einer Kürbissuppe labten und denen, derart überrascht, fast der Löffel aus den Händen fiel. Drei geheimnisvolle Frauen in luftig-bunten Gewändern schritten auf hohen Stelzen durch die Straßen und Gassen und erinnerten mit ihren Masken sogleich an den "Karneval in Venedig" .

Ob Aliens oder blaue Vögel — ein weiteres Künstlertrio stakste betulich durch die Stadt und sorgte neben einer mehrbeinigen Krake auf Stelzen für Aufsehen.
Die Sonntagsausflügler, darunter auffallend viele Schweizer, nutzten ihren Besuch freilich auch reichlich zum Shoppen. Auch die Gartenwirtschaften und Straßencafés waren begehrte Anlaufstationen. Der "Arbeitskreis familienfreundliches Staufen" hatte Kürbissuppe in vielen Geschmacksrichtungen zubereitet und auf dem Marktplatz strickten Frauen der Trachtengruppe fleißig an den Schals für das morgige SWR-Städtespiel

 

 

Weitere Bilder in unserer Bildergalerie "fabelhaftes Staufen"


Badische Zeitung vom Donnerstag, 16. September 2008 

Ein ganzes Bündel neuer Aktivitäten 

Gewerbeverein  will Golfspieler Locken  / Staufen beteiligt sich am Städtespiel von SWR 4 /  Verkaufsoffner Sonntag am 12. Oktober 
Von unserer Mitarbeiterin Susanne Müller

STAUFEN. Ein ganzes Bündel neuer Aktivitäten hat sich der Vorsitzende des Gewerbevereins, Helmut Zimmermann, für die Werbegemeinschaft einfallen lassen. Selbst Bürgermeister Michael Benitz zeigte sich bei der Vorstellung beeindruckt.

Helmut ZimmermannGleich mehrere Initiativen sollen den Horizont der Staufener Händler nach außen hin öffnen und neue Kunden bringen. Dazu gehört die Beteiligung am SWR-4- Städtespiel mit einer landesweiten Rundfunkpräsentation der insgesamt sechs Bewerberstädte am 6. Oktober. Darauf folgt die mediale Positionierung im Radio am 14. Oktober zwischen 9 und 12 Uhr bis zur Siegerkür. Dafür heißt es dann Daumen drücken, denn die Siegerstadt bekommt am selben Tag ab 18 Uhr eine Mega-Party von SWR 4 gesponsert.

"Staufener Golftage" — so lautet das Stichwort für ein weiteres Projekt, mit dem völlig neue Zielgruppen erschlossen werden sollen. Golftouristen, die ihrem Hobby in Munzingen frönen, sollen in Staufen logieren, außerdem in der Fauststadt shoppen, essen und schlafen. Nach Gesprächen mit dem derzeit 1000 Mitglieder starken Golfclub Tuniberg besteht im Internet die Möglichkeit einer Verlinkung der Staufener Teilnehmer auf der Clubhomepage. Einziges Handicap: Kosten pro Teilnehmer in Höhe von 200 Euro pro Jahr. Dafür profitieren die Staufener Firmen jedoch zusätzlich an den Aktionen vor Ort. Wie Anton Brender, der diese Kooperation begleitet und der Werbegemeinschaft vorstellte, wissen ließ, gibt es insbesondere auf Seiten der Gastronomen bereits Interesse.

Ein weiteres Novum: das Projekt "Fabelhaftes Staufen" . Damit verbunden ist der verkaufsoffene Sonntag am 12. Oktober, wobei Zimmermann das märchenhafte Attribut sowohl in Bezug auf die Bedingungen der Händler in Sachen Auswahl, Qualität, Service und Freundlichkeit versteht als auch auf eine Überraschungsaktion mit Fabelwesen, die in der Zeit von 13 bis 17.30 Uhr in den Straßen und Gassen anzutreffen sein sollen. Von einer guten Frequenz ist Zimmermann überzeugt, auch wenn die Nachbarn in Bad Krozingen parallel dazu geöffnet haben werden. Zumal er noch ein besonderes Bonbon aus dem Hut ziehen kann. Die Daimler Big Band, die zu diesem Zeitpunkt in der BDB-Akademie auf dem Bötzen weilt, gibt sich bei einem Konzert auf dem Marktplatz von 14 bis 15.30 Uhr die Ehre.

Wer viel arbeitet, der soll sich auch mal etwas gönnen, meinte Helmut Zimmermann außerdem und regte die Mitglieder der der Werbegemeinschaft zu einem gesellschaftlichen Treffen beim Markgräfler Musikherbst am 5. Oktober im Bad Krozinger Kurhaus an. Dort steht Gustav Mahler auf dem Programm.

Zuvor jedoch wirft schon der nächste Publikumsmagnet in der Stadt seine Schatten voraus: "Stages" . Klar, dass auch Handel und Gastronomie profitieren sollen. Und so traten einige Mitglieder des Staufener Gewerbevereins nach zweistündiger Sitzung im Stubenhaus ihren Heimweg mit einem Bündel Stages-Eintrittsbändchen an, welche zum Vorverkaufspreis von 10 Euro in den Läden erworben werden können.

Einigkeit erzielte die Werbegemeinschaft dabei hinsichtlich der Ladenöffnungszeiten während des dreitägigen Historienspektakels. Dabei stellte sich die Frage, ob den Gästen nicht bereits am Freitag, wenn das Brauchtumsfest bei noch freiem Eintritt mit kleinem Programm auf dem Marktplatz eröffnet wird, Gelegenheit zum Einkaufsbummel gegeben werden soll. Eine Idee, die, nachdem sich auch Bürgermeister Benitz dafür stark machte, zum Konsens führte: Freitag sind die Geschäfte bis 20 Uhr offen. Am Samstag zieht dann um 12 Uhr mittags die Stadtwache auf, und das Passieren wird für zwei Tage gebührenpflichtig.

Dies wiederum ein Aspekt, bei dem Herbert Rinderle wissen wollte, ob auch die Bewohner innerhalb der Tore Eintritt bezahlen müssten, worauf Helmut Zimmermann darauf verwies, dass dies nicht Sache des Gewerbevereins sei. Gleiches galt für eine weitere Wortmeldung, wonach der Eintritt vor Ort für beide Tage mit einer Steigerung von 7,50 Euro im vergangenen Jahr auf nun 12 Euro hoch erscheine. Der Preis werde nicht vom Gewerbeverein festgelegt, erklärte Zimmermann: "Wir machen nur die Standorganisation von der Anlieferung über den Aufbau bis hin zum Abschluss" . Dabei werde vor allem auf Authentizität Wert gelegt, appellierte Zimmermann an die mitwirkenden Wirte, Winzer, Marktleute und Handwerker. Die Besucher sollen keine Plastikdeko oder sichtbares Technik equipment vorfinden, sondern ein stilechtes historisches Ambiente. Und für das nächste Jahr kündigte Zimmermann schon einmal einen zünftigen Mittelaltermarkt zu "Stages" an.

  


 

Badische Zeitung vom Donnerstag, 19. Juni 2008 

"Faust e.V." übernimmt Regie bei Staufener Zeitreise 

Gewerbeverein und Stadt künftig Co-Veranstalter von "Stages" / "Fabelhaftes Staufen" und "Winterzauber" sollen Kunden locken
Von unserem Redakteur Markus Donner

STAUFEN. Mit der Übernahme des Vorsitzes beim Staufener Gewerbeverein durch Helmut Zimmermann zeichnen sich erste Veränderungen ab. Bei der Großveransaltung "Stages" , die in diesem Jahr vom 19. bis 22. September über die Bühne gehen wird, führt erstmals der Kulturverein "Faust" die Regie. Der Gewerbeverein und die Stadt werden als Co-Veranstalter nur noch im Hintergrund die Fäden ziehen, übernehmen aber eine Ausfallbürgschaft von jeweils 5000 Euro. Auf den neuen Modus hat sich der Vorstand des Gewerbevereins mit Andreas Müller, dem Spiritus Rector der Zeitreise in die Staufener Stadtgeschichte, geeinigt. Erstmals wird mit "Stages" kein verkaufsoffener Sonntag verbunden sein.Wie Helmut Zimmermann am Dienstag vor den Mitgliedern des Gewerbevereins ausführte, dulde der Gesetzgeber nur noch drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr. Welche Events letztlich im kommenden Jahr damit verknüpft werden, darüber konnte in der jüngsten Zusammenkunft noch keine endgültige Einigung erzielt werden. Fest steht indes, dass die Frühlingsveranstaltung "Blühendes Staufen" , in die die "Modemeile" integriert werden soll, am Sonntag, 29. März 2009, mit der Einkaufsmöglichkeit für die Besucher verbunden sein wird. Eventuell soll der am Sonntag, 3. Mai 2009, geplante "Oldtimertag" um einen Tag vorverlegt werden, damit die Besuchern dieser Veranstaltung nicht vor verschlossenen Geschäften stehen. Auch weiterhin das Zepter in der Hand behält der Gewerbeverein bei "Wein & Musik" (5. bis 7. Juni 2009), allerdings käme man hier wohl der Kommunal- und Europawahl ins Gehege, weshalb die Veranstaltung am Sonntagabend vorzeitig ausklingen solle, um die Stimmenauszählung nicht zu beeinträchtigen. Ein ähnlicher Konflikt deutet sich für "Stages 2009" (18. bis 20. September) an, sollte der Termin mit der Bundestagswahl zusammenfallen. Auch hier binde die Stimmenauszählung sehr viele Hilfskräfte, die am Wahlsonntag nicht auch noch auf der Bühne stehen könnten, wie Bürgermeister Michael Benitz dezent anmerkte.

Für den Rathauschef ist die Frage beantwortet, ob an der "Staufener Zeitreise" auch weiterhin festgehalten werden solle. Sein "klares Ja" erkläre sich aus der Zusage von Andreas Müller, zumindest für den Zeitraum der nächsten fünf Jahre noch "genügend Stoff" für weitere Kapitel zur Stadtgeschichte in petto zu haben. Außerdem misst Benitz "Stages" einen hohen Stellenwert im Stadtmarketing bei, da die Veranstaltung weit über Staufen hinaus strahle und ein hohes Alleinstellungsmerkmal habe. "So etwas sollte man nicht ohne triftigen Grund über Bord werfen."

Helmut Zimmermann stellte die weitere Events für das laufende Jahr vor und ermahnte die Mitglieder zu einem geschlossenen Auftritt, um diese Veranstaltungen wirkungsvoll nach außen zu bewerben. Unter dem Arbeitstitel "Fabelhaftes Staufen" werde es am 12. Oktober einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag geben. Die Weihnachtszeit werde unter dem Slogan "Winterzauber in Staufen" gestartet. Hierfür reklamierte Zimmermann Kernzeiten ein, zu denen die Geschäfte im Dezember verlässlich geöffnet haben sollen.

 

 


Badische Zeitung vom Montag, 10. Juni 2008

Abschied mit Wein und Musik.
Dank an Raimund Haaf

Raimund HaafStaufen(sam). Sieben Jahre lang war Raimund Haaf der Chef des Staufener Gewerbevereins. Bei seiner letzten großen Veranstaltung am vorigen Wochenende wurde er mit den gleichnamigen Zutaten Wein und Musik aus dem Amt verabschiedet.
Die Gewerbetreibenden nutzten die Gelegenheit der erstmals im Winzerkeller veranstalteten "After-Party" , um den scheidenden Vorstandsvorsitzenden für sein Engagement zu danken. Zu später Stunde und mit Geschenken bepackt trafen sich die Mitglieder gemeinsam mit dem Helfer- und Sponsorenkreis für Wein und Musik. Haafs Einsatz wurde von den Vorstandsmitgliedern und von Bürgermeister Benitz als zuverlässig und pflichtbewusst gewürdigt. Er sei immer da gewesen, habe stets freundlich um Mithilfe gebeten und nie gefordert.

Als Ruhepol in stürmischen Zeiten betitelte Karikaturist Bert Kohl den scheidenden Vorsitzenden und bannte sein Konterfei auf Leinwand mit dem humorvollem Ausdruck eines Felsgesteins in sturmtobender Brandung. Festivalchef Andreas Müller erinnerte daran, dass Raimund Haaf es war, der ihn vor fünf Jahren mobilisierte mit dem Wunsch, eine Kleinigkeit für ihn zu erledigen, woraus Events resultierten, die sich sehen lassen könnten. Bürgermeister Michael Benitz wünschte Haafs Nachfolger Helmut Zimmermann eine harmonische Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft. 
 

 


Badische Zeitung vom Montag, 2. Juni 2008

Hinter Wolken lacht die Sonne Staufen swingt bei Musik und Wein
Text und Fotos von Susanne Müller Regen?
Macht nix, dann kommt einfach alle zu uns auf die Bühne — diese Einladung machte der fabelhafte Steven Bailey seinen Fans am Freitagabend bei Wein und Musik. Denn kaum hatte sich der famose Teddyshakerersatz richtig einge-rockt, zerrten blitzartig Sturmböen an Zelten und Planen.

Dass am Samstagmittag dann die zweite Gewitterfront durch die Stadt fegte, das war den vor kreischendem Publikum zappelnden Street-Dancern am Marktplatz ziemlich egal. Organisator Andreas Müller nahm die Wetterkapriolen mit Humor: Hinter den Wolken lacht die Sonne. Sturmresistent trotzten auch die Musiker Blitz und Donner, sowohl Blue Grape als auch Tabasco hielten die Stellung vor den aufgespannten Regenschirmen der Besucher. Brodelnde Partystimmung herrschte dann endlich am Samstagabend: Rockröhre Reneé Walker ließ die Wände schon beim Soundcheck erzittern. Gäste und Veranstalter feierten beschwingt in die Nacht hinein. Kein Durchkommen mehr auf den Plätzen und auch am Sonntag strömten massenweise Besucher ins malerische Städtle.
Nice town Staufen" , säuselte ein faszinierter Fan aus Neuseeland beim Anblick der Rathausfassade und wurde dafür mit Musik der Extraklasse belohnt. Alles stimmte: Klang, Dynamik, Tempo.

 


Badische Zeitung vom Montag, 5. Mai 2008

Oldtimerschau bei Paradewetter
Mehr als 100 Veteranen tuckerten gestern durch Staufen

Von unserem Redakteur Markus Donner

STAUFEN. Dicht gesäumt von vielen erwartungsfrohen Sonntagsausflüglern war gestern der Boulevard in der Staufener Altstadt. Und was da so prachtvoll in der Sonne glitzerte, war auf Hochglanz poliertes Blech, das vor allem in der Männerwelt als heilig gilt: Weit mehr als 100 Fahrzeuge tuckerten gemächlich über das Kopfsteinpflaster. Keine Boliden heutiger Ingenieurskunst, sondern lauter Schmuckstücke aus den Pioniertagen des Automobilbaus bahnten sich den Weg durch die Menschenmenge in Richtung Rathaus.

Ein Autokorso bei Paradewetter — so hatte sich das der Gewerbeverein gewünscht. Petrus ließ sich nicht zweimal bitten und schuf die besten Voraussetzungen, dass sich selbst etliche Automobilisten auf den Weg in die Fauststadt machten, obwohl sie gar nicht angemeldet waren. Nicht nur Kennzeichen von hierzulade waren auszumachen. Auch Autofreaks aus dem Elsass und der Schweiz nahmen die Kurve in Richtung Staufen. Wer "oben ohne" im Cabriolet Gas geben konnte, war besonders zu beneiden. Erstaunlich, was aus so mancher "Rostlaube" geworden ist, nachdem sie mühevoll und originalgetreu restauriert worden ist. Vom Bugatti bis zum Jaguar, vom prunkvollen Mercedes bis zum schnuckeligen Dixi war alles dabei. Eröffnet wurde die Parade von historischen Traktoren und Motorrädern. Auch zwei betagte Busse reihten sich ein: Der "Gelbfüßler" aus Görwihl und der Oldtimer von Rast-Reisen aus Hartheim.

Außer Konkurrenz auch die Dampfwalze, Baujahr 1925, aus Bad Krozingen. Damit Staufen nicht noch mehr Risse bekommt, musste diese Rarität auf dem Schladerer-Platz bestaunt werden.

 

 

Badische Zeitung vom Montag, 10. April 2008

Noch etwas mehr Blumenschmuck und eine bessere Beleuchtung 

Wechsel an der Spitze des Staufener Gewerbevereins: Nach sieben Jahren tritt Helmut Zimmermann die Nachfolge von Raimund Haaf an

Von unserem Redakteur Markus Donner

STAUFEN. Sieben Jahre stand Raimund Haaf an der Spitze des Staufener Gewerbevereins. In der Mitgliederversammlung am Dienstag im "Winzerkeller" gab er das Amt an Helmut Zimmermann weiter. Der 57-jährige Textilbetriebswirt betritt kein Neuland: Schon von 1974 bis 1978 und von 1997 bis 2000 war er Vorsitzender. Somit ist Haafs Vorgänger zugleich sein Nachfolger.


Helmut Zimmermann, der mit großem Vertrauensbeweis von den Mitgliedern gewählt worden war, bekannte vor der Versammlung, dass er zunächst keinerlei Ambitionen auf das Amt hegte, auch nicht nach vierzehntägiger Bedenkzeit. Doch Raimund Haaf habe nicht lockergelassen und letztlich doch die Einwilligung zur Kandidatur erreicht. Seit 1984 im Gemeinderat, fühle er sich der Stadt und insbesondere seinem Gewerbe eng verbunden. "Der Gewerbeverein ist mit der wichtigste Verein, denn eine Stadt ist nur so gut wie ihr Handel" , ist Zimmermann überzeugt. In Verbindung mit dem äußerst attraktiven Stadtbild habe die Fauststadt dem Kunden eine Menge zu bieten.


Der Gewerbeverein als Initiator und Organisator gleich mehrerer herausragender Events trage ein Übriges zum positiven Bild der Stadt bei. So komme es nicht von ungefähr, dass es in Staufen kaum Leerstände gebe. Ein Indiz, dass Staufen alles etwas besser mache als die anderen. Helmut Zimmermann schwört auf den Gemeinschaftsgeist: "Wir haben noch zu viele Einzelkämpfer." Staufen profitiere von seinem guten Branchenmix. "Trotzdem ist es notwendig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und ergänzen." Hier und da noch etwas mehr Blumen- und Fahnenschmuck oder auch eine bessere Innenstadtbeleuchtung — oft seien es gerade die Kleinigkeiten, die in ihrer Summe nicht unwichtig seien, um zum guten Gesamtbild beizutragen.


Helmut Zimmermann ließ in seiner Antrittsrede durchblicken, dass er bereits viele konkrete Vorstellungen habe, um Verbesserungen zu erwirken. Das gelte auch für den gemeinsamen Werbeauftritt, der lückenhaft und der Bedeutung der Stadt nicht angemessen sei. Als geeignetes Instrument, um gegensteuern zu können, kündigte der Vorsitzende einen Werbeplan an, den er gerade vorbereite.


Im Vorgriff auf das kommende Jahr kündigte Helmut Zimmermann das 25-jährige Bestehen der Fußgängerzone an. Eine richtige Entscheidung der damaligen Kommunalpolitik, denn: "Keiner möchte mehr zurück." Wenn es auch noch gelänge, die Zahl der Fahrbewegungen in der Fußgängerzone zu reduzieren, könne man rundum zufrieden sein. Der neue Vorsitzende des Gewerbevereins erinnerte daran, dass Staufen 1997 zur Wiedereröffnung der Badischen Weinstraße die erste Gemeinde mit einem verkaufsoffenen Sonntag gewesen sei. Heute sei dies überall gängige Praxis geworden — mit einer Ausnahme: Freiburg.


Helmut Zimmermann kündigte an, alle Großveranstaltungen des Gewerbevereins beibehalten zu wollen. Viele Geschäfte würden dem Vernehmen nach nicht mehr überzeugt hinter "Stages" stehen, "aber unsere Kundschaft tut’s" . Daher werde es auch unter ihm eine Fortsetzung geben. Eine straffe Organisation soll helfen, das Event kostenneutral für die Mitglieder über die Runden zu bekommen. Andy Müller werde weiterhin für die künstlerische Leitung zuständig sein. Das gelte auch für die bevorstehende Veranstaltung "Wein & Musik" , 30. Mai bis 1. Juni. Überlegungen, das Event um einen Tag zu kürzen, seien vom Tisch, so Andy Müller. Dies zum einen mit Rücksicht auf die Sponsoren, auf deren Gelder nicht verzichtet werden könne, zum andern wegen der Fixkosten für Bühnen und Technik, die unabhängig von der Veranstaltungsdauer eine "feste Größe" bildeten. "Wein & Musik" sei weit über Staufen hinaus "eine Marke geworden" , so Müller, der in den nächsten Tagen wieder mit vielen hochkarätigen Bands und Künstlern die Verträge unterzeichnen will.


Bürgermeister Benitz beglückwünschte den 183 Mitglieder zählenden Gewerbeverein zu seinen beachtlichen Aktivitäten und zum neuen Vorsitzenden. "Sie haben eine gute Wahl getroffen" , kommentierte der Rathauschef die Personalentscheidung. Anerkennung zollte er dem scheidenden Vorsitzenden Raimund Haaf, mit dem es in all den Jahren seiner Vorstandsarbeit "nie ein böses Wort" gegeben habe. Der Umsicht von Rechner Anton Brender, der in der Versammlung entlastet wurde, sei es zu verdanken, dass auch die Kasse auf Heller und Pfennig stimme. "Runter wie Öl" ging den Mitgliedern das Kompliment des Bürgermeisters für die gute Außenwirkung, die die Stadt durch die Aktivitäten des Gewerbes erfahre. "Was Staufen in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt hat, kann sich wirklich sehen lassen."

 


Badische Zeitung vom Montag, 7. April 2008

Jetzt kann der Frühling kommen .

Die "Staufener Modemeile" bietet am Wochenende Einkaufsvergnügen für jeden Geschmack

Von unserer Redakteurin Ute Wehrle
So vielseitig wie die neue Frühlingsmode präsentierte sich auch das Wetter am Wochenende bei der "Staufener Modemeile" . Immerhin blitzte zeitweise dann doch die Sonne durch, so dass wenigstens ein Hauch von Frühling durch die historische Altstadt zog. 47 Firmen machten bei diesem Event mit.
Schon am Freitagabend wurde verlängertes Einkaufsvergnügen bis 20 Uhr geboten, das dann am Samstag und Sonntag seine Fortsetzung fand. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich beim Bummeln über die neue Mode zu informieren oder einfach mit Bekannten an einem der Stände rund um die Brunnen am Marktplatz und bei der Krone zu plaudern. Und sobald sich die Sonne blicken ließ, waren auch Tische und Stühle der Straßencafés und Gartenwirtschaften schnell belegt.

Viele Männer warteten geduldig vor den Geschäften, während ihre Begleiterinnen drinnen nach Herzenslust schicke Kleider, Schuhe oder Schmuck probieren konnten. Denn für schöne Dinge des Lebens findet sich — zumindest im Kleiderschrank von Frauen— immer noch ein Plätzchen.

 


 

Badische Zeitung vom Montag, 10. Dezember 2007 
 
Funkelnde Lichter, strahlende Augen 
Staufener Weihnachtsmarkt war wieder ein Besuchermagnet
Von unserem Redakteur Markus Donner

STAUFEN. Er zählt unbestritten zu den schönsten Weihnachtsmärkten in der Region. Wenn am Tag vor dem zweiten Advent zwischen dem duftenden Tannengrün und funkelnden Lichterketten die Marktstände aufgebaut sind, dann strahlen die Augen der Besucher in der Staufener Altstadt. Diese Atmosphäre wird am Abend gekrönt, sobald sich auch noch die hell angestrahlte Burg am Horizont abzeichnet.

Am Samstag hatten die Staufener auch mit dem Wetter Glück. Vielleicht ein Jubiläumsgeschenk von Petrus zum 150-jährigen Bestehen des Gewerbevereins, der wiederum den Markt bestens vorbereitet hatte. Bis in die Abendstunden hinein riss der Zulauf erwartungsfroher Menschen nicht mehr ab.

Der Kommerz spielt auf dem Altstaufener Weihnachtsmarkt eher eine untergeordnete Rolle. Man trifft sich gerne mit Freunden und Bekannten in geselliger Runde zu einem würzigen Glühwein. Zur "Feier des Tages" können’s dann aber auch mal tagesfrische Austern zum französischenSchaumwein sein. Ob "Schwarzwälder Forellencremesuppe" , Riesengarnelen vom Feinkostladen oder feine Pasteten am Stand der Partnerstadt Bonneville — Lukullus lässt grüßen. Wer es lieber deftig mag, dem wurde vom Partnerschaftskomitee Staufen — Kazimierz ganz polnisch "Wodka mit Schmalzbrot" gereicht. Exzellent auch die musikalische Untermalung durch die kulturellen Vereine. Mehr Einstimmung auf Weihnachten geht nicht.


 Badische Zeitung vom Montag, 12. November 2007
"Das macht uns halt keiner nach"

Der Gewerbeverein Staufen wird 150 Jahre alt und feierte sich am Samstag mit einer herausragenden Gala einmal selbst
Von unserem Redakteur Markus Donner

STAUFEN. Mit einer eindrucksvollen Gala krönte der Staufener Gewerbeverband die Veranstaltungen anlässlich seines 150-jährigen Bestehens. Die Aula des Faust-Gymnasiums war am Samstag nicht wiederzuerkennen und mutierte zu einem Ballsaal, der durch stilvolle Kerzenleuchter in einem angenehm warmen Licht erstrahlte und durch das liebevolle Arrangement der Tische schon fast prunkvoll wirkte.

Raimund Haaf, der Vorsitzende des Gewerbevereins, freute sich über den großen Zuspruch, den der Gala-Abend im Kreis der Mitglieder gefunden habe. Bei den üblichen Veranstaltungen des Gewerbevereins stünden nämlich viele der Gäste im eigenen Geschäft und hätten dabei kaum Gelegenheit, vor die Tür zu kommen. Endlich also ein geselliger Anlass, um in lockerer und gelöster Atmosphäre beieinander zu sein. Raimund Haaf erinnerte an die Jahre nach dem Krieg, als der Gewerbeverein einträchtig mit dem Verkehrsverein für Staufen warb. Heute sei der Gewerbeverein eine feste Größe wenn es gilt, mit herausragenden und in ihrer Art einmaligen Veranstaltungen sowie durch die Geschäfte seiner Mitglieder das Stadtmarketing voranzubringen. Der Altstaufener Weihnachtsmarkt markierte den Anfang, so Raimund Haaf, die Werbegemeinschaft bildete später dann die Grundlage für Festveranstaltungen im Kaliber von "Stages" . Der historische Stoff, der hier von Andy Müller perfektioniert in Szene gesetzt werde, finde sich zum Teil in den großartigen Festspielen, die in der Fauststadt schon immer Tradition hatten. "Das macht uns halt nicht so schnell einer nach" , gab sich Raimund Haaf selbstbewusst und meinte denn auch, die 180 Mitglieder des Gewerbevereins hätten allen Grund, guten Mutes in die Zukunft zu blicken. Jede Gemeinde, jede Stadt in der Region müsse sich auf ihre Stärken besinnen. Staufen habe hier durch das hohe kulturelle Renommee eine gute Ausgangsbasis. Umso dankbarer sei man darum, daneben auch noch als Wirtschaftsstandort vorne dabei zu sein. "Es ist besonders schön, in der ,Marktstadt Staufen zu arbeiten."

Bürgermeister Michael Benitz ließ keine Zweifel aufkommen, dass das Jahr 2007 in die Geschichte der Stadt eingehen werde. "Nicht nur, weil wir unser historisches Rathaus mit einer Generalsanierung wieder zu einem Schmuckstück am Marktplatz gemacht haben, sondern auch, weil einer der wichtigsten und rührigsten Vereine sein 150-jähriges Bestehen feiern kann" , sagte Benitz. Eine attraktive Stadt könne auf den leistungsfähigen Handel nicht verzichten. "Dem Sog und Pulsschlag von Staufen kann man sich schwer entziehen." Der Bürgermeister versprach die weitere Unterstützung des Bauhofes bei allen Festen, überreichte ein Geldgeschenk für die finanziellen Aufwendungen im Jubiläumsjahr und erklärte die Mitgliedschaft der Stadt.

In seiner profunden Festrede stellte Konstantin Technau die Entwicklung des Gewerbevereins in den Kontext zu den sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen in den vergangenen 150 Jahren. Hannelore Wüst kombinierte in ihrer dokumentarischen Diaschau das heutige Staufen mit Bildern aus vergangener Zeit und belegte visuell den hohen Stellenwert, den Handel und Handwerk schon immer innehatten.

Ein dreigängiges Hauptmenü aus den Häusern "Die Terrine" , Hotel "Kreuz-Post" und James Della Torre ließ zusammen mit edlen Staufener Weinen und der musikalischen Untermalung durch das Hartmut-Saam-Trio bei den Gästen keine Wünsche offen. Dann war Stimmung angesagt. Die fetzig-rasanten Musiker der Showband "Blue Babies" wurden ebenso begeistert umjubelt wie die "Dolphins" und Cheerleader des TV Staufen. Nach Mitternacht gab es Beifallsstürme für das "Duett complett" , komödiantisch, kurzweilig, mal witzig, mal waghalsig, bis zum live gespielten "Flammenco" im zweiten Teil. Simon Flamm klampft kopfüber, kopfunter und noch im Salto, während Thomas Schaeffert ihn stemmt und hebt und dreht. Ein kleines Bühnenfeuerwerk setzte dann den Schlusspunkt unter das von Andy Müller wie immer vorzüglich arrangierte und moderierte Programm.


Badische Zeitung vom Montag, 24. September 2007

Die neuen Spielszenen waren Publikumsmagnete bei der Zeitreise
"Wellness anno 1900" auf historisch verbürgtem Grund reizend inszeniert / Beeindruckende und farbenfrohe Aufführungen begeisterten
 
STAUFEN (hcw). Es ist wieder einmal gelungen, trotz nur weniger Vorbereitungszeit, trotz gerade erst vergangener Sommerferien. Drei neue Stücke wurden anlässlich der "Stages 07" geschrieben, einstudiert und aufgeführt. Bei der Zeitreise am Wochenende in Staufen waren sie die Publikumsmagnete.
 
Wilhelm Greder hat es zwar nicht vermocht, in die Geschichtsbücher einzuziehen. Doch dank der Überlieferung durch das "Staufener Wochenblatt" weiß man heute sehr gut über das Wirken von Staufens Wasserdoktor Bescheid.
 
"Wellness anno 1900" wusste charmant zu vermitteln, dass es wohl einiger Anstrengung bedurft haben dürfte, die Staufener davon zu überzeugen: Kneipen lässt es sich nicht nur am Stammtisch der Kreuz-Post, sondern, mit "pp" geschrieben, auch in Badeanstalten wie dem von Greder 1893 gegründeten Anna-Bad. Dessen Ruf reichte weit über das Städtchen hinaus. So kommt es im Stück zu einem wahren Schaulaufen einer illustren Gesellschaft von Kurgästen aus allen Gäuen, meist üppig ausstaffierte Damen, deren Avancen sich Greder (Bernd Bauer) ruppig erwehrt: "Schuhe ausziehen, sofort" . "Wellness anno 1900" — es gab bei den Stages bislang wohl kaum ein Stück, das so reizend inszeniert war und sich doch so sicher auf historisch verbürgtem Grund bewegte.
 
Nicht ganz so lückenlos überliefert ist das Wirken von Hans Sixt, einem bedeutenden Künstler des ausgehenden Mittelalters. So war das 1927 anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Gewerbevereins Staufen von Hermann Ays einstudierte Stück "Sixt von Stoufen" künstlerisch auch sehr frei geraten. Stages-Regisseur Andi Müller hat es zeitlich gestrafft und zu einem Happy End umgeschrieben. Eugen Graf von Hohenthal mimte den Sixt väterlich und besonnen. Marina Weber, schon in vielen Stages-Inszenierungen hat sie ihr großes Talent bewiesen, verkörperte Anna, die anfängliche Muse, leidenschaftlich und selbstbewusst. Beeindruckend die Schlussszene. Das Paar hält sich an den Händen, glücklich vereint, während hinter ihm die Akteure farbenfroh und dekorativ Aufstellung nehmen. Üppig inszeniert war auch "Wer hat Goethe von Faust erzählt?" . Die Frage blieb am Schluss mit neckischer Geste unbeantwortet.

Aber das machte nichts. Entspann sich doch binnen 30 Minuten vor dem Rathaus eine "reizvolle Spekulation" darüber, woher der Dichterfürst inspiriert wurde, die Geschichte des Alchemisten literarisch umzusetzen. Reizvoll waren auch die Zeitsprünge, die sich auf der Bühne zutrugen, unterstrichen jeweils durch die historisch passende Kostümierung. So wurde der gesamte Marktplatz spielerisch einbezogen, auch das Gasthaus Löwen. Dort, am Fenster im zweiten Stock, zeigte sich eine Manuela Hollewik, die die Löwenwirtin so hinreißend überdreht und wunderfitzig spielte, dass es dem Faust-Forscher Rudolf Blume sehr zum Verdruss, dem Publikum aber sehr zur Freude gereichte.

Badische Zeitung vom Freitag, 14. September 2007
 
Viehwaschpulver und Phosphorpillen
Gewerbeverein Staufen präsentiert anlässlich seines 150-jährigen Bestehens bemerkenswerte Ausstellung in der Sparkasse
Von unserer Mitarbeiterin Dorothee Möller-Barbian

STAUFEN. Es gibt nur wenige Gewerbevereine in Baden, die eine solch lange Tradition haben, wie die Vereinigung in Staufen. Im vorletzten Jahrhundert gegründet, kann sie jetzt ihr 150-jähriges Bestehen feiern. In welch bemerkenswerter Weise es gelungen ist, anlässlich des besonderen Jubiläums Geschichte anschaulich zu machen, belegen eine Ausstellung in der Sparkasse (bis 12. Oktober) und die damit verbundene Herausgabe eines Kataloges mit Porträts von Staufener Häusern.

Bei der Ausstellungseröffnung als Auftakt der Jubiläumsfeiern versammelten sich in der Kundenhalle des Geldinstitutes so viele Gäste wie selten bei solchen Veranstaltungen — ein Zeichen für das feste Fundament, auf dem sich die Gewerbetreibenden im Leben der Stadt bewegen. Dass historische Fotografien, Dokumente und andere Objekte mit Bezug zur Historie des Staufener Handels und Gewerbes in einer seit 151 Jahren bestehenden Bank ausgestellt werden, schlägt eine Brücke zu den Anfängen des am 2. Dezember 1857 gegründeten Vereins, denn 1865 verband er sich auf Genossenschaftsbasis mit dem Vorschussverein zur Kreditsicherung, aus welchem später die Volksbank hervorging.

In diesem Zusammenhang wies Raimund Haaf, der nunmehr 17. Vorsitzende des Jubiläumsvereins, auf den früher noch umfassenderen Tätigkeitsbereich der Vereinigung hin, zu der neben einem Lesezirkel auch der Verkehrsverein gehörte, bis 1961 das Fremdenverkehrsamt der Stadt dessen Aufgabe übernahm.

Aber noch heute liegt den Geschäftsleuten die Belebung des Tourismus am Herzen. So treten sie als Veranstalter des Altstaufener Weihnachtsmarktes (seit 1974), des Livemusik-Festivals "Wein & Musik" auf und zeichnen für den Staufener Oldtimer- Tag sowie für das Zeitreise-Spektakel "Stages" verantwortlich.

Damit sind die Aktivitäten aber noch keineswegs erschöpft. 1934 setzte die Gleichschaltung der Vereinstätigkeit ein Ende. Erst 1953 gründete sich der Verein mit 119 Mitgliedern neu, heute sind es 180. Mit der Ausstellung "150 Jahre Gewerbeverein Staufen" und dem Erscheinen des Kataloges mit dem originellen Titel "Von Gitzlebraten und Galoschen" wurde die Idee von Raimund Haaf, die Geschichte der Staufener Geschäfts- und Gasthäuser sowie der Winzerbetriebe im Wandel von mehr als 100 Jahren darzustellen, realisiert. Dazu war umfangreiches Bild- und Schriftmaterial zusammenzutragen, wobei Haaf vielfache Unterstützung erfuhr. Einmal von der Bevölkerung, die dem Verein bislang nicht Veröffentlichtes überließ, dann vor allem von Silke Guckes, die im Internet die Ausgaben des von 1875— 1968 digitalisierten Staufener Wochenblattes auf der Suche nach den wechselnden Besitzern der einzelnen Häuser durchforstete. Auf dieser Basis erstellte sie Tabellen, welche die Zusammenhänge aufzeigen — eine wahre Puzzle-arbeit, die auch zur Erhellung der gesamten Stadtgeschichte beiträgt. So lässt sich etwa nachvollziehen, dass in der Hauptstraße 66 (Schuh- und Sporthaus Haaf ) mit der früheren Hausnummer 35 nacheinander ein Blechner, Metzger, Schuster, ein Sattler und Tapezierer angesiedelt waren. In der Hauptstraße 43 (English House) verkaufte man einst Fisch und Pelzwaren. Und Stadttore, so ist zu sehen, wurden bereits 1927 aufgestellt.

Eine erheiternde Variante sind die von Silke Guckes aufgefundenen Zeitungsanzeigen. Da warb zum Beispiel Paul Mayer bei Rekruten für "warme Unterkleider, Unterhosen, gestrickt und gewoben, für Reiter ohne Naht" . Frisör Zachmann pries sein Mittel gegen Haarausfall an und garantierte: "Misserfolg ausgeschlossen."

Bei der Vernissage machte Silke Guckes die Gäste noch mit weiteren Kuriositäten damaliger Zeit bekannt. Unter anderem hatten Handel und Gewerbe einst Süßbücklinge, Touristenstiefel, Phosphorpillen, Viehwaschpulver und, was immer das gewesen sein mag, eine Mohrenkopfdressiermaschine im Angebot. Unter den Dokumenten findet sich auch die auf 1898 datierte Urkunde der Aufnahme von Bürgermeister Albert Hugard in den Gewerbeverein, was den heutigen Vorsitzenden zu der Überlegung veranlasste, "die Mitglieder zu befragen, unter welchen Umständen wir unseren Bürgermeister Benitz eventuell auch in unsere Reihen aufnehmen könnten" .

Wesentlichen Anteil an der Realisierung des Projektes hatte auch Sonja Seiring (Wildtal), die sich um Bildbeschaffung, Texte und Redaktion kümmerte. Zu den Mitarbeitern zählten ferner Gustav Villinger, Stadtarchivar Andreas Lauble und Lore Wüst. Sie steuerte aktuelle Fotos bei, welche im Katalog den historischen Aufnahmen gegenübergestellt sind. So können die Betrachter trotz veränderten Erscheinungsbildes den Standort des jeweiligen Hauses ausmachen, etwa den des einstigen Kaufhauses Oswald Hippler oder des Hamburger Kaffee-Lagers. Mit einer Schaufensteraktion weist der Gewerbeverein derzeit auf sein Jubiläum hin. Das ansprechend gestaltete, 96seitige Büchlein liegt ünberall in Staufen zum Kauf aus.


Badische Zeitung vom Freitag, 29.Juni 2007

Jetzt nur noch drei Sonntage - Einkaufs-Events in Staufen

STAUFEN (mad). Nicht mehr an vier, sondern nur noch an drei Sonntagen dürfen die Staufener Geschäfte im kommenden Jahr die Kunden in ihre Läden locken. Welche Sonntage dafür vorrangig in Frage kommen, darüber gehen die Meinungen im Gewerbeverein weit auseinander
Unstrittig war bei den Mitgliedern, dass bei der "Modemeile" (6. April 2008) auch die Läden geöffnet haben sollen. Es kam auch der Vorschlag, im Herbst eine weitere "Modemeile" in den Veranstaltungskalender aufzunehmen. Bei der Festlegung der weiteren Termine mit Sonntagsverkauf verständigte sich die Mitgliederversammlung auf das Oldtimer-Treffen (4. Mai 2008) und auf Vorschlag von Bürgermeister Micheal Benitz auf die Kulturwoche, die im Oktober anberaumt sein wird. Wer es bisher gewohnt war, seinen Besuch bei "Wein und Musik" und bei der "Staufener Zeitreise" mit einer sonntäglichen Einkaufstour zu verbinden, wird 2008 vor verschlossenen Ladentüren stehen. Doch gerade diese beiden Events setzten ihren Schwerpunkt auf das üppige Programmangebot im Freien. Da bleibe den Besuchern ohnehin nur wenig Zeit für das Shopping, so die übereinstimmende Meinung der Mitglieder im Gewerbeverein. Vorsitzender Raimund Haaf stellte eine "Verkaufsnacht" zur Diskussion, die am Freitag, 26. September 2008, noch vor der "Staufener Zeitreise" (26. bis 28. September 2008) eingeschoben werden könnte


Badische Zeitung vom 28.Juni 2007

Staufener Zeitreise" im Zeichen des Jubiläums des Gewerbevereins

Schaufenster werden nostalgisch dekoriert / 100-seitige Festbroschüre in Vorbereitung / Festakt zum Abschluss der Rathaussanierung wird in "Stages" integriert
Von unserem Redakteur Markus Donner
 
STAUFEN. Die zweite Jahreshälfte steht beim Staufener Gewerbeverein ganz im Zeichen seines 150-jährigen Bestehens. In der Mitgliederversammlung am Dienstag im Winzerkeller stellte Vorsitzender Raimund Haaf die geplanten Jubiläumsveranstaltungen vor. In einem besonderen festlichen Rahmen wird die "Staufener Zeitreise" (21. bis 23. September) stehen, die zusammen mit dem Abschluss der Rathaussanierung gefeiert wird. Der eigentliche Festabend zum Jubiläum findet am 10. November in der Aula des Faust-Gymnasiums statt. Angekündigt sind ein Gala-Menü, eine Bühnenshow und Tanz.

Nach den Worten von Raimund Haaf steckt der Vorstand mitten in den Vorbereitungen zur 150-Jahr-Feier. Im September rückt das Jubiläum auch in den Staufener Geschäften ins Blickfeld: Die Schaufenster werden mit antiken Bilderrahmen geschmückt sein, in denen Fotografien auf die Firmengeschichte aufmerksam machen werden. Sonja Seiring koordiniert dieses Projekt. Ferner ist die Herausgabe einer 100-seitigen Broschüre geplant, um die sich Silke Guckes (Historie) und Harald Hassler (Satztechnik) kümmern werden. Diese Vorhaben werden auch von Gustl Villinger unterstützt, der aus seinem Staufen-Buch eine Fülle historischer Fotos zur Verfügung stellt. In der Schrift soll in Wort und Bild die Entwicklung von Handel, Handwerk und Gewerbe in den vergangenen 150 Jahren dokumentiert werden.

Der Regisseur von "Stages" , Andy Müller, berichtete über den Stand seiner Vorbereitungen zur "Staufener Zeitreise" . Der Termin unmittelbar nach dem Ende der Sommerferien ist so gewählt, dass die komplette Veranstaltung wiederum im Freien stattfinden kann. Um nicht ganz den Launen des Wetters ausgesetzt zu sein, soll eine der Bühnen eventuell überdacht werden. Am Freitagabend wird kein Eintritt erhoben, an den beiden anderen Tagen soll der Plakettenverkauf dazu beitragen, einen Teil der Unkosten zu decken. Müller wollte noch nicht zu viel preisgeben: Aber auch bei der 5. Staufener Zeitreise dürfen sich die Gäste wiederum auf fünf Szenen freuen, die Premiere haben werden. So wird dem "Staufener Ölberg" ein Kapitel gewidmet, außerdem wird erzählt, wie und von wem Johann Wolfgang von Goethe über die Figur "Faust" in Kenntnis gesetzt worden ist. Ferner soll der begnadete Holzschnitzer "Sixt von Staufen" auf der Bühne zum Leben erweckt werden. Der Regisseur von "Stages" , Andy Müller, berichtete über den Stand seiner Vorbereitungen zur "Staufener Zeitreise" . Der Termin unmittelbar nach dem Ende der Sommerferien ist so gewählt, dass die komplette Veranstaltung wiederum im Freien stattfinden kann. Um nicht ganz den Launen des Wetters ausgesetzt zu sein, soll eine der Bühnen eventuell überdacht werden. Am Freitagabend wird kein Eintritt erhoben, an den beiden anderen Tagen soll der Plakettenverkauf dazu beitragen, einen Teil der Unkosten zu decken. Müller wollte noch nicht zu viel preisgeben: Aber auch bei der 5. Staufener Zeitreise dürfen sich die Gäste wiederum auf fünf Szenen freuen, die Premiere haben werden. So wird dem "Staufener Ölberg" ein Kapitel gewidmet, außerdem wird erzählt, wie und von wem Johann Wolfgang von Goethe über die Figur "Faust" in Kenntnis gesetzt worden ist. Ferner soll der begnadete Holzschnitzer "Sixt von Staufen" auf der Bühne zum Leben erweckt werden.

Am Eröffnungstag wird zugleich der Abschluss der Rathaussanierung gefeiert. Dazu gibt es um 15 Uhr einen Festakt. Das Rathaus selbst wird während der "Stages" -Tage nicht zu besichtigen sein. Bürgermeister Benitz fürchtet einen zu großen Besucheransturm. Sobald die Verwaltung das Gebäude wieder in ihren Besitz genommen habe, werde es am 7. Oktober einen "Tag der offenen Tür" geben. Dann bekäme auch die Öffentlichkeit die Gelegenheit, einen Blick in das sanierte und modernisierte Rathaus zu werfen. 

Vorsitzender Raimund Haaf versäumte es nicht, die vergangenen Veranstaltungen zu würdigen. So habe das Jubiläumsjahr mit der "Modemeile" einen verheißungsvollen Anfang genommen. Organisatorin Lilian Petersen: "Der Erfolg hat für unsere Mühe gesprochen." Dies hätte sich in guten Umsätzen in den Geschäften niedergeschlagen. Damit die Besucher auch Zeit zum Einkaufen finden, wolle man auf ein Übermaß an Außenaktivitäten verzichten. Es sei die Absicht aller Teilnehmer, die "Modemeile" fest zu etablieren. Der frühzeitige Termin sei gut gewählt, da die Geschäfte so die neue Ware präsentieren könnten. Gerhard Maier, verantwortlich für das "Oldtimertreffen" in der Fauststadt, konnte ebenfalls von einem "harmonischen Sonntag" berichten. Mit 130 Fahrzeugen gab es in der Altstadt eine repräsentative Veteranenschau.

"Rundum überzeugend" , so das Urteil von Andy Müller, der wiederum für das Programm bei "Wein und Musik" verantwortlich zeichnete. Der Mix aus den unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen sei beim Publikum bestens angekommen. Abgesehen vom Freitag, habe auch Petrus mitgespielt. Der Termin in den Pfingstferien habe sich nicht negativ ausgewirkt. Der Besucherzustrom sei wiederum überwältigend gewesen. Bei freiem Eintritt hätten 20 Bands auf drei Bühnen für eine großartige Stimmung gesorgt und auch der "Dance Contest" erfreue sich als weiterer Programmbaustein großer Beliebtheit. Einen besonderen Dank zollte Andy Müller den Sponsoren, ohne die die hohen Kosten nicht zu stemmen wären.

Das der Gewerbeverein mit seinem Geld gut gewirtschaftet hat, bestätigte Rechner Anton Brender. Er gab den Mitgliedern über die enormen Geldbewegungen Aufschluss, die dem Zahlungsverkehr eines Kleinunternehmens in nichts nachstünden. Bürgermeister Michael Benitz würdigte das hohe Engagement des Gewerbevereins, der die "Marke Staufen" professionell nach außen trage. Stadt und Gewerbe zögen an einem Strang. Sichtbar werde das auch an den Leistungen des Bauhofes, die sich alleine für die Events auf rund 12 000 Euro saldierten.